Tragant - Zier- und Heilpflanze in einem

Die Gattung Tragant (Astragalus) ist eine der größten Gattungen innerhalb der Tracheophyten bzw. Gefäßpflanzen. Tragant-Arten sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen, Halbsträucher oder Sträucher. Ihre Beliebtheit verdankt dieses zu der botanischen Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) gehörende, gelb blühende Gewächs der heilbringenden Wirkung ihrer Wurzeln. Tragant bzw. Astragalus wird vor allem im Frühling gesät. Im Herbst kann die Jungpflanze an einen vollsonnigen Standort mit sandigem Untergrund verpflanzt werden. Wassergaben möchte sie regelmäßig erhalten. Zur Unterstützung ihres Wachstums kann man Tragant von Zeit zu Zeit mit ein wenig Naturdünger versorgen.

Tragant (Astragalus) ist eine krautige Pflanze, deren Heimat in China oder der Mongolei liegt. Sie ist aber längst auch in Europa anzutreffen, am häufigsten findet man sie unter Gebüschen, in Waldlichtungen und Wiesen. Tragant kann ungefähr 30 cm Wuchshöhe erreichen, synonym verwandte Bezeichnungen sind neben Bärenschote vor allem wildes Süßholz oder wilde Lakritze. Die Astragalus-Blätter sind wechselständig, die Blätter sind innenseitig häufig über und über mit dichtstehenden, kurzen Härchen besetzt. Die im Juli und August stattfindende Blüte bringt häufig gelbe, traubenförmig hängende Blüten zutage. Ihre schotenähnlichen Hülsenfrüchte sind von schwarzen Haaren überzogen. Getrocknet findet die Astragalus-Wurzel Verwendung in der traditionellen Heilmedizin. Ihr werden verschiedene positive Wirkungen zugeschrieben, sie wird unter anderem eingesetzt bei Infektionen der Atemwege, chronischer Magenschleimhautentzündung, Funktionsstörungen der Nebennieren sowie zur Linderung der vielseitigen Arthritis- und Rheuma-Beschwerden. Aus wilder Lakritze werden viele Medikamente hergestellt, Kapseln…

Die Bedingungen für die Kultur von Astragalus

Astragalus ist eine einfach zu kultivierende Pflanze, Samen findet man im Fachhandel, in Online-Shops, in Gartencentern. Man kann verschiedene Astragalus-Arten im Handel finden, ihre Kultur ist artenabhängig. Bevor man Astragalus-Saatgut kauft, sollte man unbedingt prüfen, ob es von einwandfreier Qualität ist. Will man die Kultur eher mit Jungpflanzen betreiben, gilt die Kontrolle den Wurzeln und der Qualität der Gartenerde. Tragant gefällt sich auf nährstoffreichem, sandigen und ständig feuchten, Boden. Diesen Pflanzen darf es auf keinen Fall an Wasser fehlen, zur Unterstützung ihres Wachstums nach der Verpflanzung kann man gerne etwas Kompost oder Universalerde unterarbeiten. Tragant-Arten sind krautige Pflanzen, die sich im Garten recht schnell als dominierende Pflanze entpuppen. Damit sie den Garten nicht komplett für sich vereinnahmen, ist ein alljährlicher Rückschnitt unumgänglich. Die Ernte der Wurzeln erfolgt, wie auch die Aussaat, normalerweise im Frühjahr oder im Herbst. Astragalus vermehren sich auf natürliche Weise. Bei der Ernte der Wurzeln muß darauf geachtet werden, daß keine Fragmente im Erdreich zurückbleiben, sie könnten völlig unbemerkt zu einer neuen Pflanze heranwachsen.

Tragant im Garten

Im Prinzip werden Astragalus ins Freiland in gut aufgelockerte Erde gesetzt, die vorab von Steinchen und Fremdkörpern befreit werden muß. Sandiger Boden ist ideal, weil er den Wurzeln eine gute Entwicklung ermöglicht. Für das Einsetzen einer Tragant-Pflanze in die Erde ein Loch von 6 cm Durchmesser und 5 cm Tiefe vorsehen. In dieses Loch kann man eventuell ein wenig Kompost hineingeben, bevor die Pflanze eingesetzt wird. Astragalus können im Topf gehalten werden, dessen Farbe sollte allerdings möglichst hell sein. In Töpfen mit dunkler bzw. schwarzer Farbe würde die Temperatur zu hoch klettern. Wer im Topf gehaltenen Tragant pikieren möchte, bereitet ein Loch von rund 20 cm Durchmesser vor.

Da sandige Böden Wasser nicht gut zurückhalten, ist es wichtig, die Pflanzen regelmäßig zu wässern. Bei der Kultur in Topf ist es wichtig, den Wurzelballen vor allem im Winter konstant feucht zu halten. Normalerweise im Frühjahr werden Astragalus zurückgeschnitten. Parallel dazu werden alle abgestorbenen Blätter und Stiele entfernt. Die Vermehrung von Tragant-Arten geschieht in der Regel durch Teilung der Wurzeln. Verwendet werden nur Wurzelsegmente, die 3 Augen besitzen und mindestens 40 cm lang sind. Es ist auch möglich, den Hauptstock der adulten Pflanze zu teilen. Darauf achten, daß jedes neue Pflanzenteil an 4 oder 5 Stellen neu auszutreiben in der Lage ist. Bei der Einbringung von Dünger das die Jungpflanze umgebende Erdreich nicht zu stark ankratzen. Dadurch würden die jungen Wurzeln beschädigt werden. Den Dünger besser einfach auf der Oberfläche ablegen.

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Veröffentlicht in Gartenstauden von Emily am 28 Jun 2012

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