Gelungene Kultur von zweijährigen Pflanzen

Wie ihr Name sagt, handelt es sich bei Zweijährigen um Pflanzen mit einem Lebenszyklus von zwei Jahren. Aufgrund ihres vergänglichen Wesens sind sie weniger beliebt als Stauden, sie werden aber wiederum sehr gerne gepflanzt, weil sie überaus hübsche Blütenstände und üppige Blüten zeigen. Für eine gelungene Kultur muß man ihren Vegetationszyklus berücksichtigen und sie zur richtigen Jahreszeit säen.

Kaum, daß die zweijährigen Pflanzen, auch Bienne genannt, in der Erde sind, beginnt ihr Vegetationszyklus, indem sich Wurzeln, Stengel und Blätter ausbilden. Sobald der Herbst vorüber ist, treten sie in die Winterruhe, um im darauffolgenden Frühjahr zur Blüte gelangen zu können. Mit der zurückkehrenden Sommersaison schießen die zweijährigen Pflanzen in Samen. Dies dauert den ganzen Sommer über, bevor sie dann mit dem kommenden Herbst eingehen. In der Regel sind diese Pflanzen recht klein, weswegen sie ideal für Blumenbeete und -rabatten sind. Ihre Pluspunkte liegen in der frühen Blüte, die mit dem ausklingenden Winter startet. Außerdem sind sie robust und pflegeleicht. Einige einjährige und krautige Pflanzen wie Rittersporn, Vergißmeinnicht oder Stiefmütterchen können für eine noch frühere Blüte wie zweijährige Pflanzen kultiviert werden. Echte zweijährige Pflanzen allerdings sterben zum zweiten Herbstbeginn nach ihrer Blüte und Samenbildung ab.

Erfolgreich säen

Zweijährige Pflanzen werden je nach Art im Frühjahr oder im Sommer gesät. Hierfür gibt man Saatgut in ein Behältnis mit lockerem und feuchtem Substrat und hält es geschützt vor zu intensiver Sonneneinwirkung. Im Sommer genügt die Umgebungstemperatur, um den richtigen Wärmegrad zu halten. Doch ist auf stets feuchte Erde zu achten, damit die Samen keimen und sich entwickeln können. Ab dem Herbst kann man seine Sämlinge pikieren und wenige Wochen später geschützt vor Sonne in gut durchlässigen Boden setzen. Im Winter braucht man sich um seine Jungpflanzen keine Sorgen machen, denn zweijährige Pflanzen sind meistenteils winterhart und robust. Sind die klimatischen Bedingungen im Winter jedoch zu extrem und die Temperaturen zu niedrige, dann kann man seine Pflanzen auch bis zur Rückkehr der Frühlingssaison ins Haus holen.

Die beliebtesten zweijährigen Pflanzen

Mauerblümchen gehören zweifelsohne wegen ihrer fröhlichen und farbenfrohen Blütenstände zu den am meisten verbreiteten zweijährigen Pflanzen. Diese kleinen Zierpflanzen aus der Familie der Kreuzblütler werden stets gruppenweise in gut durchlässigen Boden gepflanzt. Die Aussaat erfolgt im Sommer, so daß sie im Herbst ins Freiland gesetzt und im Frühjahr darauf blühen können. Besonders interessante Beetblumen sind Tausendschön und Hornveilchen, alle beide sind überaus pflegeleicht. Auch sie werden im Sommer gesät und ab September in leichten und humosen Boden gesetzt. Man kann noch die Zinerarie anführen, eine am Kap der Guten Hoffnung beheimatete Pflanze, die durch großartige, aschefarbene Blätter auffällt. Die anspruchslose Pflanze wird Anfang Sommer gesät und im Herbst geschützt vor Sonne ins Freiland gesetzt. Wer in der Wohnung lebt, sollte sich für Nelken entscheiden, die mit ihren herrlichen Farben (rot, weiß, rosa oder lachs) und zartem Duft Balkone verzaubert. Nelken werden im Sommer in nährstoffreichen und feuchten Boden gepflanzt und müssen in regelmäßigen Abständen mit organischem Dünger versorgt werden, damit sie schön blühen.

Wie versorgt man seine zweijährigen Pflanzen am besten?

Sind die Samen richtig angegangen, dann sind zweijährige Pflanzen nicht allzu schwer zu pflegen. Solange ihre Wurzeln, Stiele und Blätter wachsen, sollten sie regelmäßig gewässert werden. Regelmäßig bedeutet nicht übermäßig – Wasserexzesse würden ihrer Entwicklung auf jeden Fall schaden. Sobald die Blüte eingeleitet ist, genügt es alle beschädigten Blätter unmittelbar zu entfernen, um das Pflanzenleben soweit es geht zu verlängern. Man sollte die Bedürfnisse seiner Pflanzen genau kennen, denn nur so kommt man zu einer absolut gelungenen Kultur. Manche zweijährigen Pflanzen genießen zwar nährstoffreichen und humosen Boden, andere fühlen sich dagegen auf locker-leichtem und gut durchlässigen Boden besser. Gleichmassen sollte man stets den Vegetationszyklus der Pflanze respektieren und sie ruhen lassen, sobald sich ihre Dormanz einleitet. Dadurch werden in Erwartung der nächsten Frühjahrssaison die Wurzeln kräftiger, die Blätter fleischiger und die Blüten schöner strahlend.

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Veröffentlicht in Blumenratgeber von Emily am 11 Aug 2012

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