Praxis-Techniken für die erfolgreiche Pflanzung von Zucchini

Die Zucchini ist eine einjährige Gemüsepflanze und eine Unterart in der botanischen Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Zucchini (Cucurbita pepo), in der Deutschschweiz Zucchetti, lieben lockeren und humosen Boden sowie viel Sonne. Diese Pflanze ist extrem leicht zu ziehen und ideal für Anfänger. Früchte und Blüten der Zucchini sind eßbar. Zucchini werden am besten jung geerntet, bevor sie ihre Reife erreicht haben. So kann man Zucchini ohne jedwede Schwierigkeit anbauen

Entdecken Sie im folgenden Artikel Tips zu Anbaumethoden und Pflegetechniken für die kürbisähnlich wachsende Gemüsepflanze Zucchini.

Übersicht und Allgemeines

Der Begriff Zucchini bezeichnet sowohl die Pflanze selber wie die Frucht. Zucchini sind kriechenden Pflanzen aus der Familie der Gurken und Kürbis (Cucurbitaceae). Wie die meisten Mitglieder dieser Familie, ist die Zucchini eine einjährige Pflanze. Sie wird für als Gemüsepflanze kultiviert: Wird vor der Reife geerntet, dann ist die Zucchini, ein besonders zartes Gemüse. Zucchini sind in der Regel länglich und grün. Einige Sorten sind rundlicher oder gelb.

Zucchini: Anbautechnik und Pflege

Zucchini werden ausschließlich durch Samen vermehrt. Sie können in Töpfe oder direkt ins Freiland gesät werden. Sinnvoller ist jedoch, Zucchini im Gewächshaus vorzuziehen. Damit läßt sich der Zeitpunkt der Pflanzung wie der Ernte steuern. Man kann länger anpflanzen und so die Gartenarbeit besser managen. Ab März kann in Töpfen vorgezogen werden. Mit der Freilandaussaat muß allerdings gewartet werden, bis sich der Boden erwärmt hat. Mitte Mai ist in der Regel ein guter Zeitpunkt. Im Mittelmeerraum kann man die Aussaat auch einen Monat früher wagen. Man muß dabei aber vorsichtig vorgehen: Der geringste Frost zerstört jede begonnene Keimung. In beiden Fällen jeweils drei Samenkörner je Pflanzloch zwei Zentimeter tief in die Erde legen. Für den Keimprozeß ist eine Temperatur zwischen 18 und 20° C ideal. In der Folge bleibt nur der kräftigste Keimling erhalten. Zucchini können auf jedem Boden gepflanzt werden. Lockerer, humoser und pH-neutraler Boden ist aber ideal. Die Erde sollte möglichst durchlässig sein. Man kann den Boden insgesamt verbessern oder aber nur das Erdreich der Pflanzlöcher düngen. Pflanzlöcher im Abstand von mindestens 90 cm zueinander ausheben. Somit kann sich die Pflanze schön ausdehnen. Eine adulte Pflanze braucht in der Regel einen Quadratmeter Platz. Kompost- und Düngergaben nicht vergessen. Jungpflanzen müssen vor dem Umsetzen gekräftigt werden: Tagsüber werden sie ins Freie gestellt, die Nacht verbringen sie in einem geschlossenen Raum. Jungpflanzen können umgesetzt werden, sobald sie vier Blätter tragen. Nach dem Einsetzen in den Boden die Erde gut andrücken und großzügig wässern. Zucchini haben einen enormen Wasserbedarf. Sie müssen regelmäßig, d. h. täglich von unten her gegossen werden. Die Blätter sollten nicht naß werden. Zucchini brauchen Wärme und Sonne. Der ideale Temperaturbereich liegt zwischen 22 und 28° C. Ab Ende Juni kann die inzwischen schön gedeihende Pflanze gemulcht werden. Dadurch lassen sich die Wassergaben um die Hälfte verringern.

Krankheiten und Behandlungen

Zucchini sind winterhart und haben nur wenig natürliche Feinde. Zucchini-Schädlinge sind in erster Linie Nacktschnecken, die sich an jungen Trieben schadlos halten, Spinnmilben und Thripse. Bei Befall mit Insektiziden vorzugehen ist eher fragwürdig, sie töten nämlich auch alle Bestäuberinsekten. Besser mit einem Sud auf Rainfarnbasis oder mit Tabakbrühe spritzen, damit erhält man angemessene Resultate. Eine weitere simple Methode ist, neben die Pflanzen eine Wasserstelle vorzusehen. Dadurch werden Vögel angelockt. Sie befreien die Umgebung von Ungeziefer. Zucchini fürchte Mehltau. Er läßt sich an pudrigen, weißen Flecken auf den Blättern erkennen. Am wirksamsten sind möglichst vorbeugende Spritzbehandlungen mit atomisiertem Schwefel oder Flüssigschwefel. Bei Befall alle erkrankten Blätter entfernen. Indem die Pflanze nur von unten gegossen wird, kann man Mehltaubefall verhindern. Zucchini-Sorten aus unkontrollierten Kreuzungen können erhöhte Cucurbitacin-Werte zeigen, und eignen sich dann nicht mehr für den Verzehr. Diese Toxizität zeigt sich an ausgeprägtem bitteren Geschmack und kann schwere Durchfälle verursachen.

Erstklassige Zucchini pflanzen

Damit Zucchini tragen, müssen die Blüten bestäubt werden. Die Bestäubung erfolgt ausschließlich durch Insekten, weswegen es auch so wichtig ist, nicht mit Insektenvernichtungsmitteln zu arbeiten. Die ersten Zucchini können ab Juli, rund zweieinhalb Monate nach der Aussaat, geerntet werden. Zucchini zeigen ein rapides Wachstum, sie sollten etwa 4 Tage nach der Blüte geerntet werden, sobald sie zwischen 10 und 20 cm lang sind. Das Gemüse sollte nicht zu groß werden, sie sind dann nämlich weit weniger zart und knackig. Außerdem ist die Produktion spärlicher. Eine Pflanze bringt im Schnitt 12 Zucchini. Während des Wachstums sind Zucchini durch ihre Blätter vor zu viel Sonne zu schützen. Zu intensives Sonnenlicht zerstört nämlich ihren Gehalt an Provitamin A. Mulchen schützt Zucchini vor dem Faulen durch permanenten Kontakt mit feuchtem Boden.

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Veröffentlicht in Nutzgarten von Emily am 09 Jun 2011

1 Kommentar

Kommentar : Frank Nicolaus (Gast)

Kann man bei zu vielen Blättern von der Zucchini auuch welche abschneiden?

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