Garten-Zinerarien kultivieren

Mit der Zinerarie holt man sich im Sommer eine anspruchslose Pflanze aufs Blumenbeet oder auch ins Haus. Zinerarien sind einfach zu kultivierende Pflanzen, die im Frühling zwar nur kurzzeitig blühen, dafür aber umso schöner anzusehen sind. Im Topf ziert Pericallis hybrida, wie die Zinerarie mit botanischem Namen heißt, Tische und Eingangsbereiche. Als Freilandpflanze haben sie ein relativ schnelles Wachstum und sind recht anspruchslos, wenn sie in lockerer und feuchter Erde stehen können. Zinerarien haben eine Vorliebe für schattige Orte, zu viel Sonne vertragen sie nicht.

Die Zinerarie, Läusepflanze oder Aschenpflanze kommt aus der Familie der Korbblütler (Compositae) und ist ursprünglich auf den Kanarischen Inseln und Madeira beheimatet. Die Zinerarie ist eine immergrüne ausdauernde Staude, die je nach Art einmal oder zweimal pro Jahr blüht.

Eigenschaften der Zinerarien

Zinerarien sind winzige krautige Büsche mit einer Wuchshöhe von 20 bis 50 cm. Ihre oft dunkelgrünen, dicht behaarten Blätter können rund sein, dreieckig-herzförmig bis lanzettlich oder buchtig gezähnt bis gelappt. Die Blüten bilden ebene oder gewölbte Schirmrispen, sind häufig pastellfarben, aber auch rot, blau, purpur oder violett und ähneln sehr stark den Margeriten. Der Blütenstand einer Zinerarie ist häufig derart dicht, das er das Laub fast vollständig überdeckt und so ein überraschendes Blumenschauspiel bietet. Die Blüte findet normalerweise im Frühling statt, dauert aber leider nur wenige Wochen. Jedoch kann sie verlängert werden, indem alle gelb und welk werdenden Blüten systematisch entfernt werden.

Kultur und Pflege von Zinerarien

Die Kultur der Zinerarien erfordert einen mehr oder weniger hellen, aber vor Sonnenstrahlen gut geschützten Ort. Jungpflanzen werden in ein das Erdreich auflockerndes Sand-Erde-Gemisch gesetzt. Zinerarien mögen es kühl, ideal sind Temperaturen zwischen 10 und 18° C. Dies mag seltsam erscheinen, aber auf den Kanarischen Inseln wachsen sie normalerweise in höher liegenden Zonen. Zinerarien stehen nicht gerne naß, es muß also unbedingt darauf geachtet werden, daß sich im Teller unter dem Topf kein Wasser staut. Dagegen trägt eine feuchte Umgebung ganz klar zur Verlängerung ihrer Blüte bei. Stellen Sie Ihre Zinerarie auf einen Teller mit Kieselsteinen oder Tonkügelchen. Dies vermeidet den direkten Kontakt mit Wasser, sorgt aber gleichzeitig für eine gleichmäßig feuchte Umgebung. Überhaupt ist regelmäßiges Gießen wichtig und sorgt für ein Gleichgewicht: Zu trockene Erde kann sich für die Pflanze fatal erweisen, zu nasse Erde würde zu Wurzelfäule führen. In der Blütezeit wird alles Verblühte und Verwelkte regelmäßig entfernt. Sobald die Zinerarie erste Blüten zeigt, wird sie spätestens alle zwei Wochen gedüngt.

Verschiedene Arten von Zinerarien kultivieren

Das in Europa beheimatete Silber-Greiskraut ist eine mit den Zinerarien verwandte Pflanze aus der Familie der Asterngewächse (Asteraceae). Es gefällt vor allem für seine silbrigen immergrünen Blätter. Silber-Greiskraut kann als Zimmerpflanze gezogen werden, ziert aber auch Stauden und Steinbeete im Garten. Als mediterrane Küstenpflanze verträgt Silber-Greiskraut volle Sonne ebenso wie Trockenheit und an den Strand gespülte Gischt. Die Pflanze erreicht ähnlich den Gewächsen aus der Familie der Compositae eine Wuchshöhe von 40 bis 60 cm. Anders als ihre Verwandte aber schätzt Silber-Greiskraut aride und durchlässige Böden. Die ideale Pflanzzeit ist im Frühling. Ab Februar kann unter Glas gesät werden, im Mai wird die Pflanze dann in die Erde gesetzt. Bei mehreren Pflanzen wird ein Abstand von mindestens 30 cm eingehalten. Im September kann man eine Stecklingsvermehrung in einem Sand-Erde-Gemisch ausführen. Die bewurzelten Stecklinge müssen im Winter geschützt stehen. Die Vermehrung von Silber-Greiskraut kann auch im Frühjahr oder im Herbst durch Teilung der Büsche erfolgen.

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Veröffentlicht in Herbstblumen von Emily am 01 Aug 2012

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