Technische Tipps für die Aufstellung eines Gartenzauns

Einen Gartenzaun korrekt aufstellen setzt Bedingungen voraus, die es zu beachten gilt. Ganz abgesehen von dem Werkzeug und Material, das für die Einfriedung des Gartens benötigt wird, ist es auch unerläßlich, bei der Ausführung der Arbeit bestimmte Etappen zu respektieren. So muß das einzuzäunende Gelände abgesteckt und markiert werden. Ferner muß man den Bodentyp und seine Beschaffenheit in Betracht nehmen, um bei der Aufstellung des Zauns bestimmte Anpassungsarbeiten effizient vornehmen zu können.

Die Aufstellung eines Gartenzauns erfolgt in Etappen. Ob das Gelände flach ist, abschüssig oder uneben, die Aufstellungstechnik muß dem Boden und Geländeprofil angepaßt werden. Die Operation erfordert gewisse Logik und eine bestimmte Reihenfolge. Bevor man sich wirklich an die Arbeit machen kann, sollte man zuerst ein Inventar des nötigen Arbeitsmaterials erstellen. Spaten, Hacken, Schubkarren und Schaufeln sind für die Vorbereitung des Geländes notwendig. Auf der Werkzeugliste stehen ferner: Senkblei, Schnur, Wasserwaage, Vorschlaghammer, Kelle, Flachzange, Kneifzange und Schraubenschlüssel. Die Wahl des Gartenzauns mit seinen verschiedenen Eigenschaften steht in Abhängigkeit der Wünsche, Bedürfnisse und gesuchten Wirkung. In der Regel arbeitet man mit einfach gedrilltem Diagonalgeflechtzaun, es gibt ihn aber auch mit doppelt oder dreifach gedrillten Maschen. Maschendraht kann dreifach galvanisch verzinkt oder mit einer grünen oder weißen Kunststoffschicht ummantelt sein. Die Zaunhöhe beträgt zwischen 50 cm und 2,5 Meter, Zaundraht wird auf Rollen von 25 bzw. 50 Metern verkauft. Der Spanndraht kann ebenfalls verzinkt oder kunststoffbeschichtet sein und ist in Rollen von 100 oder 500 Metern erhältlich. Gleiches gilt für Drahtspanner, Bindedraht, Zaunpfosten und -streben, sie alle sind mit den gleichen Optionen lieferbar, verzinkt oder kunststoffbeschichtet.

Das Gelände abstecken und Pfosten setzen

Bevor man sich daran machen kann, die Eckpfosten aufzustellen, muß man erst die Zaunlinie festlegen, was gemeinhin mit einer Schnur getan wird. Falls erforderlich, wird an den gewünschten Stellen Erde aufgefüllt oder entfernt. Alle 2,5 bis 3 Meter setzt man eine Markierung. Dort kommen die Pfosten hin, die zu einem Drittel ihrer Höhe eingegraben werden. Hierfür gibt es zwei Methoden. Je nach Bodenbeschaffenheit kann man die Pfosten entweder einbetonieren oder mit dem Hammer in den Boden stoßen. Die zweite Methode eignet sich vor allem für Zwischenpfosten. Einbetonierte Pfosten dagegen erhalten mehr Standfestigkeit. Wer mit Beton arbeitet, muß bei der Aufstellung seines Zauns eine Wartezeit von 3 oder 4 Tagen einplanen, um den Beton trocknen zu lassen, damit die Pfosten sicher im Fundament verankert sind.

Montage des Zauns

Bevor man die Zaunrolle ziehen kann, muß man an den Eckpfosten und Zwischenpfosten Spanndraht anbringen. Die einzelnen Drahtreihen liegen in einem Abstand von 50 cm zueinander. Den Draht in die Drahtspanner an den Eckpfosten schieben. Mit einem Schraubenschlüssel von unten nach oben arbeitend alle Drahtspanner festziehen. Sobald alle Drahtspanner gespannt sind, breitet man die Zaunrolle auf dem Boden aus und schiebt durch die erste Maschenreihe am Anfang und Ende der Rolle jeweils einen Geflechtspannstab. Diesen Stab auf Höhe der Drahtspanner am Anfangs- und Endeckpfosten befestigen. In einem Abstand von jeweils einem Meter den Zaun am Spanndraht befestigen und vorsichtig spannen. Den Geflechtspannstab in die erste Maschenreihe an den Eckpfosten schieben und überflüssigen Zaun abschneiden. Den Spannstab fest mit dem Eckpfosten verbinden, danach alle Spanndrähte befestigen. Abschließend alle 50 cm versetzt mit Bindedraht umwickeln.

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Veröffentlicht in ABC von Emily am 03 Jan 2013

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