Wasserpflanzen

Ein Becken oder Teich mit Wasserpflanzen bringt einem Garten schönste Effekte. Ob natürlich oder künstlich, mit Wasserpflanzen bzw. Hydrophyten erhält ein Teich eine persönliche Note. Aber ist es wichtig, die Eigenschaften jeder Pflanze zu kennen, um ihm die richtige Pflege zu geben. Die Pflege von Wasserpflanzen ist nicht einfach, und mitunter kann die Hilfe eines Spezialisten erforderlich sein, damit Ihre Pflanzen sich richtig entwickeln können.

Voll im Trend steht der Wassergarten. Er ist Blickfang und bietet Entspannung. Fische und Vögel vervollständigen sein Dekor. Ein Wasserbecken hat auch therapeutische Wirkung: das Rauschen des Wassers beruhigt und entspannt.

Die verschiedenen Wasserpflanzentypen

Jede Wasserpflanze hat ihr eigenes Verhalten. Einige Pflanzen sind schwimmend, während andere ihre Wurzeln im Schlamm verankern. Ihre Toleranz gegenüber der Salzkonzentration ist höchst unterschiedlich. Die meisten Pflanzen leben in Süßwasser, einige andere ziehen Brackwasser vor. Einzelne Arten passen sich tieferen Gewässern an und leben permanent eingetaucht und wieder andere tolerieren nur seichtes Wasser, eine nächste Art zieht den trockeneren Uferrand vor. Die Kenntnis ihrer Besonderheiten hilft bei der Bestimmung der Pflanzentypen, die in unserem Gartenteich passen, und informiert über ihre täglichen Pflegebedürfnisse.

Ein Wassergarten mit Pflanzen

Betonbecken haben den Vorteil stabil zu sein, sind aber auch sehr kostspielig. Die am wenigsten aufwendige Methode besteht darin, ein Loch mit einer PVC-Plane zu bedecken; eine Tiefe von 60 bis 80 Zentimeter ist für die meisten im Handel verfügbaren Pflanzen ideal.

Am Teichrand eine 20 Zentimeter tiefe Stufe vorsehen, die weniger tief zu pflanzende Arten aufnehmen kann. Ein der Natur abgeschauter Trick besteht darin, den Teichgrund mit Lehmklumpen auszulegen. Sättigt sich der Lehm mit Wasser, bläht er sich auf und wird undurchlässig. Trotz der ökologischen Aspekte eines solchen Teichs hat er den Nachteil sehr pflegeintensiv zu sein.

Wasserpflanzen einsetzen – Wie und wann?

Mit dem Einsetzen von Wasserpflanzen wird im Mai begonnen, wenn die Temperaturen zu steigen beginnen. Im Allgemeinen sind die im Gartenhandel verfügbaren Keimlinge bereits geformt. Die widerstandsfähigsten Pflanzen werden im Mai ins Becken integriert.

Im Juni kommen tropische Pflanzen hinzu. Den ganzen Sommer hindurch können dem Teich weitere Pflanzen hinzugefügt und der Uferbereich bepflanzt werden. Die letzten Pflanzungen müssen allerdings im September erfolgen, um der Pflanze zu erlauben, sich der Umgebung anzupassen und progressiv in die Ruheperiode überzugehen. Bereiten Sie Behälter mit einer Substratschicht von wenigstens 20 Zentimetern Tiefe vor und ordnen Sie die Pflanzen darin entsprechend ihren spezifischen Eintauchhöhen an. Die Pflanzung in Töpfen oder Körben ist ideal, denn sie hilft bei der Kontrolle des Wachstums von invasiven Pflanzen und sie gibt die Möglichkeit, empfindliche Pflanzen geschützt überwintern zu lassen.

Es gibt im Handel spezielle Töpfe mit Seitenlöchern, die den Wurzelfasern ermöglichen, im Teichgrund zu verwurzeln. Schwimmende Pflanzen wie die Wasserhyazinthe werden nur im Wasser abgelegt. Achten Sie auf ein möglichst natürliches Gleichgewicht in Ihrem Becken. Stellen Sie schwimmende Pflanzen in die Mitte. Pflanzen mit in das Wasser eingetauchtem Laub können überall gepflanzt werden, denn sie helfen das Wasser zu oxydieren und zu reinigen.

Überwachen Sie das Wachstum Ihrer Pflanzen und kontrollieren Sie, ob das Laub Flecken bildet. Erkrankungen sind meistens auf eine unangepaßte Kultur zurückzuführen: zu reiche Erde, zu tiefe Pflanzung oder Wasser schlechter Qualität.

Bei Seerosen können bedeckte Erdwurzelstöcke den Verlust der Blätter verursachen. Wenn Sie Schimmelangriff feststellen: den gesunden Teil des Wurzelstockes abtrennen, die Behälter durch Bepudern mit Holzkohle desinfizieren und die Pflanze in einem gesunden Substrat, zum Beispiel Sand, neu einpflanzen. Für die Benutzung von chemischen Präparaten befragen Sie systematisch einen Gartenbauspezialisten, denn die Toleranz jeder Pflanze ist verschieden.

Tips für schöne Wasserpflanzen

Lichten Sie Ihre Wasserpflanzen aus und entfernen sie altes Laub, damit möglichst viel Licht in den Teich eindringen kann. Schnitt gibt den Pflanzen mehr Kraft und erlaubt den Wurzeln, sich besser zu entwickeln. Manchmal ist ein Schnitt notwendig, um die Ausbreitung einer Art zu regulieren.

Ein anderer Faktor, der den Aspekt der Pflanzen konditioniert, ist die Wasserbeschaffenheit. Idealerweise wird nur sauberes Wasser ohne chemische Vorbehandlung eingeleitet. Dies gilt vor allem für Aquarien. Nutzen Sie gefiltertes Regenwasser.

Schlechte Wasserqualität kann auch von welken Blättern oder Düngemitteln kommen. Benutzen Sie nur spezifische Düngemitteltabletten für Wasserpflanzen. Falsche Düngemittel oder Düngemittelexzesse können die Wurzeln verbrennen und die Pflanze abtöten. Zur Reinigung des Beckenwasser gibt es im Gartenfachhandel spezielle Bakterien. Die Verwendung von Anti-Algenprodukten sind notwendig, um deren Wucherung zu verhindern.

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Veröffentlicht in Grünpflanzen von Emily am 10 Aug 2012

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