Tips für die unterirdische Verlegung eines Bewässerungssystems

Immer mehr Gartenbesitzer brechen mit traditionellen Formen der Wasserversorgung von Pflanzen, sie entscheiden sich für ein modernes und automatisches Bewässerungssystem. Moderne Bewässerungssysteme werden im Erdreich verlegt, diie Installation erfordert verschiedenes Material und ein gewisses Fachwissen. Insofern ziehen nicht wenige Gärtner die Intervention von Spezialisten vor, für die die Montage und Inbetriebnahme eines solchen Systems kein Problem ist. Bei korrekter Befolgung aller Anweisungen und Ratschläge ist es jedoch jedem möglich, solch ein System selber zu verlegen.

Ein unterirdisch verlegtes und automatisch arbeitendes Bewässerungssystem benötigt nur ab und dann eine Intervention seines Besitzers. Für die Installation eines solchen Bewässerungssystems sucht man sich zuerst das richtige Material zusammen.

Ein gut funktionierendes unterirdisches Bewässerungssystem – Materialwahl

Für die Verwirklichung eines Bewässerungssystems braucht man: Beregner, Schläuche, Anschlüsse, eine Schaltuhr und einen Leistungsregler, ein Warngitter und Kies. Beregner werden nach der Fläche (Art und Größe) gewählt. Für eine Fläche mit einem Radius zwischen 4 und 11 Meter braucht man einen Turboregner, für kleinere Flächen reicht ein einfacher Regner aus.

Rohre aus verstärktem PVC oder Polyäthylen mit einem Durchmesser von 19 mm eignen sich am besten. T- oder L-Anschlüsse sind für die Verbindung der Rohre unerläßlich. Ein Steuergerät dient zum getrennten Steuern von mehreren Bewässerungskreisen.

Für die Inbetriebnahme arbeitet man mit einer mechanischen Schaltuhr oder einem elektronischen Timer. Herzstück der Anlage ist das Warngitter, eine im Boden vergrabene Box, in der sich die Systemverdrahtung befindet. Zur Stabilisierung der Anlage wird die Fläche mit Kies ausgeglichen.

Ein unterirdisch verlegtes Bewässerungssystem – Plan und Montage

Um einen guten Anlageplan nach seinen eigenen Vorstellungen zu erhalten, muß man alle Parameter berücksichtigen. Zuerst wird die Anlage auf Papier skizziert. Die Flächenangaben müssen stimmen, damit das spätere Wässern korrekt erfolgen kann. Bei der zu wässernden Fläche kann es sich um Staudenbeete, Blumenrabatten, Gemüsebeete usw. handeln. Der Plan sollte in Parzellen unterteilt werden, so daß die Bewässerungskreise in jeden Winkel gelangen. Bei der Definition seiner Parzellen geht man von den kleinsten und abgelegensten Winkeln aus. Ebenfalls zu berechnen ist die Leistung des Wasserhahns, an den die Anlage angeschlossen werden soll. Die Leistung entspricht der Zeit, die nötig ist, um einen Eimer mit Wasser zu füllen und wird in Sekunden ausgedrückt.

Folgend dem Plan werden die Regner, Schläuche und Anschlüsse an ihren definitiven Standort gelegt. Schläuche jeweils sorgfältig in einem rechten Winkel verlegen. Die Regner auf die Schläuche stecken und danach an die Wasserversorgung anschließen. Damit sich die Schläuche leichter ineinander stecken lassen, kann man sie zuvor in heißes Wasser tauchen. Nicht vergessen, den Timer anzuschließen. Die Installation sorgfältig kontrollieren, abschließend die Richtung des Wasserstrahls ausrichten. Ist die Montage korrekt verlaufen, kann das Beregnungssystem verlegt werden.

Verlegung des Bewässerungssystems

Die Verlegung des Systems besteht in der Hauptsache im Eingraben der Schläuche und Tropfer ins Erdreich. Mit einem Pflug in etwa 30 m Tiefe Furchen in V-Form ziehen und mit Kies füllen. Die Schläuche und Regner in den Boden drücken. Die Regner müssen sich auf dem gleichen Niveau befinden wie der Garten. Für ein möglichst einwandfreies Bewässerungsresultat muß die Vertikalität respektiert werden.

Die Furchen mit Kies auffüllen. Die Steinchen sollten weniger als 20 cm Durchmesser zeigen. Bevor die Furchen mit dem Erdaushub aufgefüllt werden, wird das Warngitter aufgelegt. Abschließend alle Gräben einstampfen. Der letzte Schritt besteht in der Kontrolle des gesamten Systems. Es ist besonders wichtig, daß die Erde die Regner nicht völlig verdeckt.

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Veröffentlicht in Gartenpflege von Emily am 03 Jan 2013

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