Die Vorteile natürlicher Unkrautbekämpfung

Zur Bekämpfung von Unkraut im Garten und auf Feldern werden in vielen Ländern alljährlich tonnenweise chemische Herbizide ausgeschüttet. Dazu kommt, daß auch die Industrie enorme Mengen chemischer Abfälle in Gewässer ableitet. Schlußendlich ist die Umwelt in ihrer Ganzheit gefährdet. An diesem Punkt kommen natürliche Herbizide ins Spiel. Sie sind wirksam und vermeiden darüber hinaus unnötige Umweltbelastung.

Unkraut macht vor nichts Halt. Um so verbissener suchen Landwirte, Berufs- und Hobbygärtner mit allen Mitteln und Wegen, ihrer Herr zu werden. Die einfachste Lösung ist die chemische Keule. Das Individuum ist der erste Leidtragende. Durch den Umgang mit chemischen Produkten setzt er sich fortlaufend auch chemischen Reaktionen aus. Es geht aber auch anders. Man kann naturbewußt handeln und Unkräuter auf natürliche Weise beseitigen, ohne der Umwelt zu schaden.

Unkraut wie zu Großmutters Zeiten entfernen

Verschiedene in der Küche gängige Produkte und Güter lassen sich als Unkrautvernichtungsmittel verwenden. Dazu gehört ganz einfacher, universeller Essig. Er ist billig, biologisch abbaubar und überaus wirksam. Verdünnt kann er auf die zu beseitigenden Pflanzen und jungen Triebe gespritzt werden. Sparsamer wird der Verbrauch, wenn man das Unkraut zuvor abmäht.

So unwahrscheinlich es auch sein mag: Kartoffel-, Reis- und Nudelwasser eignen sich hervorragend als Unkrautvernichtungsmittel! Die Blätter einfach mit dem heißem Kochwasser übergießen. Die im Wasser enthaltene Stärke übernimmt den Rest der Arbeit, indem sie die Poren der Pflanzen, die sog. Stomata, verstopft. Eine stärker konzentrierte Lösung erhält man, wenn man dem Kochwasser Flüssigseife oder besser noch Schmierseife hinzufügt.

Die Seife legt sich in reichlichen Mengen auf die Pflanzen, sie wirkt an Unkraut auf Terrassen und an Wegen garantiert. Von der Verwendung von Meerwasser sollte man absehen, es ist dem Nutzgarten aufgrund seines Salzgehalts abträglich. Eine bessere Wirkung erzielt man mit Backpulver oder Brennesselsud. Ätherisches Basilikumöl oder Zitrusöl, die man in Drogerien findet, sind nicht nur ausgezeichnete Herbizide, sondern auch exzellente Keimhemmstoffe.

Unkraut zur rechten Zeit entfernen

Um Unkraut los zu werden, kann man ein Falsches Saatbett bereiten. Wie der Name andeutet, geht es darum, den Boden vorzubereiten, als würde eine Aussaat folgen. Es dauert ungefähr zwei Wochen, bis die Saat zur Keimung gelangt und ausgerissen werden kann. Das Ergebnis ist eine saubere und glatte Oberfläche.

Unkraut wird am besten gejätet, bevor es in Samen schließt. Die unerwünschten Pflanzen dürfen nicht zur Vermehrung gelangen. Manche Methoden sind wirksamer, wenn sie mit dem ausklingenden Winter zur Anwendung kommen. Man kann auch mit dem Mond arbeiten: Der richtige Zeitpunkt zum Unkrautjäten ist der abnehmende Mond. Um neuerlichen Unkrautbesatz zu vermeiden oder zumindest das Nachwachsen von Unkraut zu verlangsamen, darf man den Boden zwischen zwei Aussaaten bzw. um seine Pflanzen herum nicht nackt lassen.

Unkraut sollte gegossen werden. Ein Widerspruch? In der Regel wird empfohlen, Pflanzen nicht in voller Sonne zu gießen, damit sie nicht verbrennen. Man kann sich diesen Umstand zunutze machen und bei Unkräutern eben gegensätzlich handeln. So verwandelt sich Wasser ganz einfach in Unkrautvernichtungsmittel. Nach dem ersten Durchlauf wird eine natürliche Schutzdecke gebildet. Hierfür kann man sich mit Stroh behelfen, mit Rinde oder Sägespäne, die neue Unkrautsamen daran hindern, an die Oberfläche zu dringen.

Unkrautvernichtung, thermisch oder elektronisch

Bei der thermischen und elektronisch gesteuerten Unkrautbekämpfung handelt es sich um etwas komplexere Methoden, dem Problem zu Leibe zu rücken. Die thermische Unkrautvernichtung erwärmt die oberen Pflanzenteile auf etwa 80° C. Dies geschieht mit einem Gasbrenner, dessen “kalte” Flamme die hochschießenden Unkräuter gezielt überströmt. Der thermische Schock bringt die Pflanzen zum Austrocknen und läßt sie absterben. Diese Technik ist weniger gefährlich als der Einsatz von Chemikalien, aber auch teurer. Sie kommt vielfach in urbanen Zonen zur Anwendung.

Die zweite Methode funktioniert nach dem elektromagnetischen Prinzip. Das hierfür nötige Gerät kostet, je nach Anbieter, zwischen 500 und 2000 Euro. Die Keimbildung wird durch elektromagnetische Schwingungen unterbunden. Entsprechende Tests auf Maisfeldern in Spanien haben sich als wirkungsvoll erwiesen. Die Technik: Über im Feld aufgestellte Antennen werden Informationen zu dem Standort der Unkräuter gesammelt, so daß eine zielgerichtete Ausbringung von Unkrautvernichtungsmitteln gesteuert werden kann.

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Veröffentlicht in Bio von Emily am 06 Sep 2012

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