Jäten - Technik und Gerät müssen stimmen

Jäten und hacken des Gartenbodens gehört zu den unumgänglichen Pflegemaßnahmen, will man einen reichen Ernteertrag. Durch Jäten und Hacken erreicht man, daß Unkraut weniger schnell nachwächst. Gejätet wird, bevor Unkraut zu blühen anfängt. Um sich seine Arbeit zu erleichtern, muß vermieden werden, daß Unkrautpflanzen Samen bilden und verstreuen können. Jättechnik und Jätwerkzeug stehen in Abhängigkeit der Pflanzen, die ausgerissen werden sollen. Kleinere Pflanzen lassen sich mit der Hand auszupfen, zertrampeln oder mit einem Besen zerquetschen.

Das Jäten ist eine manuelle Aktivität, bei der im Obst- und Gemüsegarten, in Blumenrabatten und um Gehölze herum wachsendes Unkraut ausgerissen wird. Auch das Aufkratzen von Erde in einem Pflanzbehältnis bezeichnet man als Jäten. Für diese Arbeit genügt ein Fugenkratzer oder auch ein Bleistift. Häufigstes Gerät zum Jäten im Garten ist der Bügeljäter mit langem Stiel. Das Messer ist gekrümmt, breit und scharf. Mit ihm jätet man auch problemlos um Bäume und Sträucher. Arbeiten, bei denen es auf mehr Präzision ankommt, z. B. für die Beseitigung von Unkraut aus einem Staudenbeet, verwendet man am besten ein schmiedeeisernes Stechwerkzeug. Das scharfe Schneidemesser sollte in einer Kerbe enden. Auf größeren Flächen arbeitet man mit motorbetriebenem Gerät. Für manuelle Jätarbeit gibt es die Gartenhacke und verschiedene Jäter.

Gemüse hacken – wie?

Früher wurden Kulturen vor allem dem Mondkalender folgend gehackt. Chinakohl zum Beispiel wurde im letzten Mondviertel gehackt, Bananen vor Neumond, die Yamswurzel bei zunehmendem Mond. Heutzutage wird vor allem in den frühen Morgenstunden gejätet, bei sonnigem und trockenem Wetter. Ziel ist vor allem Unkraut daran zu hindern, erneut Wurzeln zu treiben. Noch keine Samen zeigendes Unkraut kann man auf dem Boden liegen lassen, wo es eine schützende Decke bildet und der Erde die ihr während der Jätarbeit entzogenen Nährstoffe zurückbringt. Zähe Beikräuter wie Brennessel, Schachtelhalm und andere unterirdische Ausläufer bildende Unkräuter müssen im Sommer, wenn der Boden trockener ist, verstärkt gejätet werden. Dies geschieht mit einem soliden, doppelt gezahnten Jäter, der die Pflanze mit ihren Stielen und unterirdischen Wurzeln ausreißt. Diese kann man dann vor Ort verbrennen oder an der Luft trocknen lassen. In der Regel geht das Jäten dem Hacken voraus. Beim Hacken wird der Boden auf eine Tiefe von 5 cm aufgekratzt, um die Bodenbelüftung zu verbessern und damit der Entstehung von Unkraut vorzubeugen. Die günstigste Zeit zum Hacken ist im Frühling und Sommer am späten Nachmittag.

Tips & Hinweise für richtiges Jäten

Die Samen einzelner Pflanzen wie Kreuzkraut reifen auch dann noch, wenn die Pflanze bereits ausgerissen wurde. Beikräuter wie Vogelmiere wuchern das ganze Jahr hindurch, selbst im Winter. Ihnen rückt man am besten im Winter zu Leibe, wenn es friert. Sie werden zertrampelt oder mit einen Besen zerdrückt, um sie zu schwächen und schlußendlich definitiv auszumerzen. Bestimmte Gemüsesorten wie Bohnen müssen häufiger gejätet werden, damit sie sich richtig entwickeln können. Dreimaliges Jäten garantiert eine reichere Produktion. Regelmäßiges Schärfen des Hackmesser mit einer Feile hilft Ermüdungserscheinungen während der Jätarbeit vorzubeugen.

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Veröffentlicht in Gartenarbeit von Emily am 06 Jul 2012

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