Kultur- und Pflegetechniken für Tulpen

Gute Verwurzelung im Boden ist ein wichtiges Element, um garantiert schöne Blüten zu erhalten. Im Vorderfeld aber steht die sorgfältige Wahl der Blumenzwiebeln. Obwohl man Tulpen von Oktober bis (maximal) Mitte Dezember kultivieren kann, werden die Zwiebeln in so früh wie möglich (Anfang Oktober) in gut vorbereiteten Boden gesetzt. Die Blüte erstreckt sich von Februar bis Mai. Wenn man nicht gerade sein Augenmerk auf botanische Arten (wilde Arten) gerichtet hat, dann muß man die Zwiebeln nach der Blüte ausgraben und an einem trockenen Ort lagern.

Die Tulpe in unseren Gärten (Tulipa gesneriana) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Tulpen (Tulipa) in der botanischen Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Es handelt sich um eine pflegeleichte Pflanze, die ohne Schwierigkeiten auf fast jedem Untergrund wächst. Weltweit sind mehr als 5.000 Arten bekannt, wir beschränken uns an dieser Stelle auf den Hinweis, daß zu den bekanntesten Sorten die gefransten, gefüllten und Viridiflora-Tulpen gehören. Auf jeden Fall sollte man nur durchschnittlich große Zwiebeln wählen, die gesund aussehen, keine Verletzungen und keinen Parasitenbesatz zeigen.

Erfolgreiche Tulpenzucht

Die Tulpe liebt sonnige und windgeschützte Standorte, an den Boden, auf dem sie steht, stellt sie aber keine besonderen Ansprüche. Wichtig ist vor allem, das Erdreich gut umzugraben und alles Unkraut, Steine und Fremdkörper zu entfernen. Stark verarmter Boden kann mit gut verrotteten Kompost verbessert werden. Die Zwiebeln in 10 cm Abstand zueinander in Löcher von 10 cm Tiefe legen. Die Zwiebelbasis muß gut auf dem Boden aufliegen, die spitze Seite ist nach oben gerichtet. Auf ständig feuchtem Boden werden die Zwiebeln am besten auf eine Schicht aus Sand gelegt. Das Pflanzloch mit Erde verschließen und die Tulpen regelmäßig gießen, so daß die Erde stets feucht ist.

Sobald die Blüte vorüber ist, wird das Gießen nach und nach eingestellt. Schließlich wird der obere Stengelteil gekappt, um die Bildung von Samen zu verhindern. Sind die Blätter trocken sind, ist es an der Zeit die Zwiebeln auszugraben. Sie werden an einem trockenen und gut belüfteten Ort gelagert. Tulpen im Haus hält man im Stein- oder Kunststofftopf, darin fühlen sich die Wurzeln am wohlsten. Eine Kieselschicht unter dem Pflanzensubstrat verbessert die Dränage. Die Tulpenzwiebeln mit der spitzen Seite nach oben in die Erde stecken, rundum mit Erde auffüllen. Einen Standort für den Topf wählen, an dem er ungefähr 4 Stunden Sonne täglich bekommt.

Gesunde und kräftige Tulpen

Häufigste Tulpenkrankheit ist das ‘Tulpenfeuer”: Die befallene Pflanze nimmt auf Ebene der Blätter und Blüten eine gräuliche Färbung an. Behandlung erfolgt präventiv: Jede Zwiebel wird mit Fungizid angegossen. Befallene Zwiebeln werden entfernt, der kontaminierte Topf ersetzt. Bekannte Tulpenschädlinge sind Maikäfer und Nager, die die Zwiebeln vertilgen. Blattläuse können Viruskrankheiten übertragen. Die oberirdischen Pflanzenteile können von Wegschnecken und Schnecken befallen werden. Zu ihrer Bekämpfung sollte man möglichst natürliche Methoden verwenden. Schädlinge können Nahrung für Marienkäfer werden, die zu ihren natürlichen Feinden gehören.

Ähnliche Beiträge:

  1. Gladiole (Gladiolus)
  2. Tomaten, Salat, Zwiebeln
  3. Rosen auf dem Balkon
  4. Beerenobst
  5. Zwiebelblumen für drinnen

Veröffentlicht in Zwiebelblumen von Emily am 10 Aug 2012

Einen Kommentar schreiben :

Name *:

Text *:

* : Pflichtfeld