Trockensträuße - Haltbarer Schmuck

Trockenblumen präparieren – nicht nur zu Dekorationszwecken. Sie können auch wissenschaftlicher Arbeit dienen, darunter die Klassifikation von Pflanzen. Zumeist aber schmücken sie persönliche Gegenstände wie Bilderrahmen, Tabletts, Familienanzeigen…. Wie dem auch immer, trotzdem sie getrocknet wurden, brauchen auch solche Blumen ein Minimum an Pflege, wenn sie sich gut und lange halten sollen. Als Strauß wollen sie richtig gebunden sein, sie sind regelmäßig von Staub zu befreien usw.

Nicht alle Blumen eignen sich zum Präparieren von Trockensträußen. Am besten trocknen lassen sich Süßgräser und Blumen mit einzeln stehenden Blütenköpfen wie Rosen, Alstroemeria, Strandflieder und Strohblumen, Gipskraut, Weizen, Hafer oder Pfingstrosen.

Grundlagen zum Trocknen von Blumen

Auf das Pflücken von Blumen für die Herstellung von Trockenblumen wollen wir an dieser Stelle nur ganz kurz eingehen, da sie eigentlich nur teilweise in unser Thema fallen. Blumen, die getrocknet werden solle, müssen gepflückt werden, bevor die Sonne im Zenith steht (Mittagssonne). Der beste Zeitpunkt ist kurz nachdem der Morgentau auf den Pflanzen im Garten bereits ein wenig weggetrocknet ist, also gegen 11 Uhr. Zum Trocknen werden die Blumen und Gräser kopfüber Stengel nach oben und Blüte nach unten in einen trockenen, warmen und möglichst dunklen Raum gehängt. Durch die Dunkelheit soll der Prozeß der Photosynthese gestoppt werden. Chemische Trockenmittel wie Kieselgel (in Form von Gelkugeln) können sich als wirksam erweisen und den Trockenprozeß beschleunigen. Die Blumen werden mit der Substanz in einen Behälter gegeben und einfach zwei Tage lang liegen gelassen.

Die Industrie stellt Trockenblumen mit Hilfe von Pressen für die Botanik her, was im Schnitt drei Wochen dauert. Indem man die Blüten zwischen zwei Vliesblätter legt und mit dem Bügeleisen auf mittlerer Temperatur vorsichtig überbügelt, erzielt man den gleichen Effekt, jedoch mit einer erheblichen Zeitersparnis. Nach 24 Stunden ist die Blume fertig präpariert.

Haltbarer Trockenblumenschmuck

Trockenblumen, die zum Strauß gebunden werden, halten sich länger. Eine permanente Handhabung ist nicht möglich, da sie extrem empfindlich sind. Damit ein Strauß nicht schon beim kleinsten Windstoß seine Blätter und Blüten verliert, muß man bei der Präparierung des Straußes besondere Vorsicht walten lassen. Für die Straußfertigung benötigt man Draht, Blumen- und Wickelband, Steckmasse, Steckmasse-Halter und Klebemasse auf der Rolle und schließlich einen gut funktionierenden Drahtschneider. Blumenband gibt es in verschiedenen Farben (braun, grün, weiß). Damit kann man den Bindedraht gut kaschieren und besonders empfindliche Pflanzenteile stützen. Die Steckmasse ist in der Regel hell oder grau gefärbt. Sie dient, wie der Name sagt, dazu, die Blumen zu halten. Der Block aus Schaumstoff wird auf den Steckmasse-Halter gesteckt, der wiederum mit der Klebemasse an der Vase oder dem Topf fixiert wird.

Jede Blume stellt ihre eigenen “technischen” Erfordernisse an den Präparator, grundsätzlich geht es aber stets darum, ihr festen Halt zu geben. Für Strohblumen zum Beispiel wird ein Stück Draht gebogen und von der Blütenmitte her in den Stengel geschoben. Bei Blumen mit Blattstiel wird der Draht ein- oder zweimal um den Blattstiel gedreht, damit er eingeklemmt ist. Das verbleibende Drahtstück wird zusammen mit dem Stiel komplett mit Blumenband umwickelt.

Trockenblumen pflegen

Trockenblumensträuße bereiten hinsichtlich ihrer Pflege oft ein Problem, weil sie enorm viel Staub anziehen. Außerdem kann man sie aufgrund ihrer Empfindlichkeit nicht einfach irgendwie reinigen. Ein Großmutter-Trick ist die Reinigung mit Dampf: Der Strauß wird einfach über einen großen Topf kochendes Wasser gehalten. Sobald das Wasser kocht, den Deckel vom Topf nehmen und den Strauß in einem Metallsieb über den Topf halten. Man kann auch Holzlöffel so auf den Topf legen, daß man den Strauß darauf legen kann. Der aus dem Topf steigende Wasserdampf reinigt den Strauß im Handumdrehen. Diese Methode hat ihre Vor-und Nachteile. Erstens muß man extrem behutsam vorgehen, und zweitens kann die durch den Dampf entstandene Hitze die Blumen angreifen. Ein zweiter Trick besteht darin, die Staubpartikel mit einem Haarfön abzublasen. Man sollte aber nur solche Geräte verwenden, die über eine Kaltluftposition und einen Leistungsregler verfügen. Die Reinigungs-Sitzung wird mit einem leichten Staubwedel vorsichtig beendet. Aber Vorsicht: Trockenblumen stets mit dem “Kopf nach unten” manipulieren. Präventiv kann man seine Trockenblumen mit Haarlack einsprühen. Er wirkt antistatisch und der Strauß läßt sich leichter reinigen.

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Veröffentlicht in Deko-Ratgeber von Emily am 06 Jul 2012

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