Tomatenvielfalt mit alten und neuen Sorten

Die Tomate, auch Paradeiser genannt, an sich ist ein Geheimnis. Ob als Obst oder Gemüse verarbeitet, die Tomate zieht die Freunde kulinarischer Genüsse in ihren Bann. Sie inspiriert verschiedenste Rezepte und entflammt sogar die Fantasie von Malern und Dichtern. Was aber kann man zu der Pflanze selber sagen? Welches sind die wesentlichen Tomatensorten? Welche Eigenschaften hat die Tomate, welche Formen, Geschmacksrichtungen und Farben? Um sie besser beurteilen zu können, im weiteren alles Wesentliche zur Tomate und ihrer Verwendung in der Welt.

Bevor wir uns an die Entdeckung der verschiedenen Tomatensorten wie ihrer Eigenschaften machen, vorab ein paar Worte zu der Pflanze als solcher und ihren Ursprüngen. Die Tomate (wissenschaftlicher Name Solanum lycopersicum) ist eine selbstfruchtbare Pflanze aus Südamerika. Historikern zufolge ist die Tomate erstmals um das 15. Jahrhundert herum in Mexiko angebaut worden. Über Europa hat sie dann die Welt erobert. Früher wurde die Tomate vor allem als Zierpflanze genutzt und ist erst später in unsere Küchen eingezogen. Jedes Volk verarbeitet sie anders, sie ist aber auf jeden Fall Bestandteil der Grundnahrungsmittel in der täglichen Speisenzubereitung. Bei heiß-warmem Klima kann die Tomate im Freiland oder Gewächshaus angebaut werden. Die Frucht ist reif, wenn sie schön rot ist und gleichzeitig fest und saftig.

Rundliche Tomaten

Runde Tomaten sind zweifellos am geläufigsten. Die Nachfrage nach ihnen ist besonders groß, denn sie sind leicht zu verarbeiten und ihre Kultur erfordert nur wenig Aufmerksamkeit, wenn man von der Pflanzstütze absieht. Zu den häufigsten runden Tomaten gehören die wegen ihrer hohen Ertragsfähigkeit im großen Maßstab angebaute Sorte Cobra F1, die Sorte Dona F1 mit ihren dicken, glatten Früchten und schließlich die Freilandtomate Hector F1. In diese Gruppe kann man auch die Tomate St. Pierre zählen. Sie trägt viele Früchte, braucht aber auf jeden Fall eine Pflanzstütze. Die schmackhafte Sorte Roma F1 wird vor allem für die Herstellung von italienischen Soßen angebaut. Die Sorte Supersteack F1 bringt Früchte von über 500 g hervor. Sie läßt sich besonders gut füllen. Gold Dust hat ein besonders aromatisches Fruchtfleisch. Die meisten dieser Tomaten werden von April bis Ende Juli angebaut, und ab Mitte Juli bis Ende Oktober geerntet. Auffällig ist, daß die meisten Rispentomaten von runder Form sind. So auch die Sorte Premio F1, die besonders resistent ist gegen Pilz-und Viruserkrankungen, aber auch gegen Nematoden und andere Würmer. Die Sorte F1 RIRA trägt je Rispe rund sieben Früchte. Die Kirschtomate Tomito hat einen besonders ausgeprägten Geschmack und sieht in Salaten sehr hübsch aus. Die Kirschtomate Sweet 100 F1 ist an der Basis grün. Es gibt ferner die Cocktailtomate Clementine, deren Name ihre runde Form in Erinnerung ruft, die pikant schmeckende Tangerine oder auch die leuchtend rote Tommy Toe, eine frühe Tomate aus Australien. Kurzum, es gibt Tomaten für jeden Geschmack.

Längliche Tomaten

Die Tomate ist nicht immer rund. Es gibt Sorten, die ganz natürlich längliche Früchte produzieren, andere sind genetisch manipuliert, um den Ansprüchen des Verbrauchers gerecht um Anforderungen der Verbraucher gerecht zu werden. Zu den bekanntesten länglichen Tomaten gehören Coeur de Boeuf, die in der Hochsaison mit einer Stütze gehalten wird, die hornige Andentomate, die man fast mit Piment verwechseln könnte, Champ Martins, die eine entfernte Verwandte der Paprikaschote zu sein scheint, Jersey Devil, eine amerikanische Variante mit besonders festem Fruchtfleisch, Orma, die sich leicht schälen läßt und zu fast jeder Soße paßt, oder auch die sibirische Peasant. Um all diese und noch mehr Tomaten sehen zu können, kann man das Tomaten- und Volksfest von Saint-Denis-de-Jouhet besuchen, das alljährlich am dritten Sonntag des Monats August gehalten wird.

Grüne, schwarze und andere Tomaten

Die Tomate ist rot? Beileibe nicht immer. Sie kann auch rosa, weiß, gelb, schwarz, lila und sogar marmoriert sein, je nach Sorte und Frucht. Zu den am wenigsten nach Tomaten aussehenden, spektakulärsten Arten gehören zweifelsohne: die Cocktailtomate Yellow Pear oder “gelbe Birne”, weil sie aussieht wie eine winzige Birne, die alte Sorte Marmande, eine flache und gerippte Sorte, die gelbe Tomate Lemon Boy, eine runde Tomate von leuchtendem gelb, die einem Kürbis ähnelnde Schwarze Krim, die Ananastomate, deren Fruchtfleisch der Ananas zum Verwechseln ähnlich ist, die Banana Leg wird häufig mit Bananen verwechselt, Cherry Ghost mit atypischem rot-weißen Fleisch, Marvel Stripped, eine orange und rot gestreifte Tomate, die Rispentomate Maiglöckchen, deren Früchte Glöckchen ähneln, die von winzigen Stacheln übersäte seltene Litschi-Tomate, die Angaben nach köstlich schmeckende, russische Tomate mit ausgeprägten “Ecken”. Die Kultur dieser Tomaten erstreckt sich über zwei Zeitzonen: von April bis Ende Juli und eine Ernte, die zwischen Juli und Oktober liegt, und bei den länger reifenden Sorten von Mitte März bis Ende Juni für die gleiche Ernteperiode. Diese ungewöhnlichen Tomatensorten finden hauptsächlich in der Gastronomie Verwendung, wo sie für dekorative Zwecke genutzt werden. Es gibt aber auch einige Liebhaber, die ihren Garten mit solchen Tomaten verschönern.

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Veröffentlicht in Nutzgarten von Emily am 03 Jan 2012

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