Die Thuja - Hilfreiche Tips für Pflanzung und Pflege

Thujen gibt es in drei Größen: klein, mittel und groß. Die in Asien und Amerika beheimatete Pflanze ist seit Jahrhunderten auch in Europa bekannt. Thujen (botanischer Name: Thuja occidentalis) gehören zu den Zypressengewächsen (Cupressaceae), sie überstehen Kälteperioden problemlos und sie behalten auch bei geringster Pflege ein stets ordentliches Aussehen. Die beste Zeit zum Pflanzen ist der Spätfrühling. So erreicht die Pflanze bis zum Winter eine ansprechende Höhe.

Thujen sind relativ pflegeleicht und eignen sich bestens für die Bildung einer soliden Heckenwand. Sie sind immergrün und sorgen so für optimalen Sichtschutz. Die Thuja kann ausgesät oder als Steckling gesetzt werden. Das entsprechende Material hierfür findet man im Supermarkt und im Gartenfachhandel. Die Jungpflanze wird im August in die Erde gebracht. Wird gesät, dann geschieht dies im April. Die Pflanzmonate variieren leicht, je nach Thujen-Art. Davon gibt es übrigens fünf Vertreter, drei sind bei uns bekannt: den mit einer maximalen Wuchshöhe von 10 Metern eher kleinen Morgendländischen Lebensbaum (Thuja orientalis), den bis etwa 20 Meter hohen Abendländischen Lebensbaum Thuja occidentalis mit Verbreitungsgebiet in Kanada und eine ohne weiteres 50 Meter hoch wachsende Art aus Nordamerika, Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata oder T. gigantea), genannt. Die Morgenländische Thuja, auch „Chinesische Thuja“ genannt, wird von der botanischen Welt inzwischen unter dem Namen Platycladus orientalis in eine eigene Gattung Platycladus gestellt. Ein unbestrittener Vorteil der Thuja ist ihr immergrünes Laubwerk. In der Wintersaison färben sich ihre Nadeln dunkler.

Wie wird die Thuja gepflanzt?

Die Thuja kommt mit jeder Bodenart zurecht. Genau das ist einer der großen Pluspunkte dieser Pflanze. Im ersten Jahr der Pflanzung sind Kompostgaben aber dennoch ratsam. Die Nadeln erneuern sich im 4-Jahres-Rhythmus. Radikaler Rückschnitt kann diese Erneuerung auf 3 Jahre verkürzen. Totes Holz und Laub fördert die Entstehung von Schadpilzen. Die Thuja ist anfällig für Parasitenbefall und braucht viel Platz zum Wachsen. Je Meter wird ein Trieb bzw. ein Samenkorn gepflanzt. Vor dem Setzen der Pflanze muß das Erdreich gründlich gereinigt werden. Bereits bei der Anpflanzung sollte man sich im klaren darüber sein, daß der Baum eine Mindesthöhe von 10 Meter erreicht. Die Erde um Thuja-Gehölz muß nicht besonders zusammengesetzt sein, die Thuja ist diesbezüglich anspruchslos. Lediglich zu steiniger Boden wird ihr Wachstum behindern. Seine Vielseitigkeit macht diesen Baum so beliebt. Man kann ihn in Gruppen pflanzen, um eine dekorative und dichte Hecke zu erhalten, er eignet sich aber auch perfekt für die Einzelpflanzung. Vor allem auf größeren Grundstücken macht sich die Thuja gut als Gartenwegsbegrenzung. Kleinwüchsige Thujen passen auf Terrassen, doch muß ihr Behältnis groß genug sein, damit sich die Wurzeln richtig entwickeln können. Ein häufiger Rückschnitt ist alles andere als empfehlenswert und schadet ihrem Aussehen, das doch eines ihrer Hauptmerkmale ist.

Thujen pflegen

Insekten sind wegen des weichen Holzes der Thuja ihre Hauptfeinde. Pilzbefall ist ihr überaus abträglich. Daher sind in regelmäßigen Abständen Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Für den Gehölzschnitt gibt es zwei Möglichkeiten: Ein Formschnitt alle 6 Monate. Besonders schöne Effekte bringt die Kegelform. Eine andere Option ist ein Säuberungsschnitt im unteren Pflanzenbereich. Diese Arbeit wird mehrmals im Jahr vorgenommen. Diese zweite Option wird dann gewählt, wenn der Nadelbesatz im unteren Pflanzenbereich zu dicht ist und der Baum dadurch ein unschönes Aussehen annimmt. Dies liegt daran, daß die äußeren Triebe schneller wachsen als jene im Zentrum der Pflanze. Somit wird sie nach wie vor grün aussehen, allerdings mit dunklen Schattierungen, da die Pflanze innen nicht gleich schnell wächst wie außen. Will man ein klares und harmonisches Bild erzielen, müssen die inneren Zweige also ausgelichtet werden. Die Wassermenge für eine Thuja ist von der Jahreszeit abhängig. Im Sommer ist häufiges Wässern ratsam, da die Thuja feuchten Boden benötigt. Zu viel Wasser droht sie jedoch zu ersticken. Ganz davon abgesehen, daß eine zu feuchte Umgebung die Ausbreitung von Insekten begünstigt. Ob der Baum mit Wasser gesättigt ist, läßt sich leicht an einer unregelmäßigen Färbung der Nadeln erkennen. Ist ein Zweig gleichzeitig gelb und grün, dann ist dies ein Zeichen für Wassersättigung. Die Wassergaben müssen gesenkt werden, bis die Pflanze ihre normale Gestalt zurückerlangt hat.

 

 

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Veröffentlicht in Hecken von Emily am 20 Dec 2012

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