Teekräuter

Teekräuter haben eine uralte Tradition, viele sind seit Jahrtausenden bekannt. Es existieren mannigfaltige, wirklich außergewöhnliche Kräuter – und Aromapflanzen, die jeder auf einer kleineren oder größeren Fläche, selbst in einem winzigen Winkel seines Gartens anbauen kann. Sie sind im Allgemeinen einfach zu halten und von großem Nutzen. Sie haben nämlich die Eigenschaft kleinere Übel, unter denen wir leiden zu behandeln, ohne daß gleich ein Arzt aufgesucht werden muß.

Bereits unsere Vorfahren kannten Teekräuter. Zu Zeiten, als die moderne Medizin noch einen Luxus darstellte, wurden Teekräuter und ihre Blätter, ihre Blüten, ihr Stamm, ihre Wurzeln, mitunter auch ihre Früchte, für ihre therapeutischen Eigenschaften geschätzt. Es gibt eine lange Liste von Pflanzen, die heute als Heil- oder Teekräuter anerkannt sind.

Heilpflanzen und ihre Eigenschaften

Als Desinfektionsmittel bietet die Natur Pflanzen wie Wermut, Knoblauch, Preiselbeere, Basilikum, Schwarze Johannisbeere, Ysop, Lavendel, Pfefferminze, Pfefferkraut, Salbei und Thymian. Blähungen werden mit Engelwurz behandelt, mit Basilikum, chinesischem Sternanis, römischer Kamille, Koriander, Fenchel, Wacholder, Oregano, Pfefferkraut. Gegen Sodbrennen und Gallenreflux helfen Wermut, Gemeiner Odermennig, Artischocke, Boldo, Wacholder, gelber Enzian, Löwenzahn, Lindenblütenblätter.

Odermennig, Erdbeerpflanze und Brombeerstrauch gelten als besonders wirksam, um Durchfall zu stoppen. Herz- und Gefäßbeschwerden lassen sich mit Hagedorn, rotem Wein, Mäusedorn, Steinklee, Kastanienbaum lindern. Odermennig, Preiselbeere, Frauenmantel, Nelkenwurz, Bärentraube, Himbeerstrauch, Brennessel, Efeu, Schwarzdorn, Fingerkraut, der gemeine Brombeerstrauch, Pfefferkraut, Thymian und Eisenkraut wirken adstringierend. In der Dermatologie finden vor allem Pflanzen wie Borretsch, Schöllkraut, Johanniskraut, Brennessel, Schachtelhalm, Ehrenpreis, Klette und Hauswurz Verwendung.

Von Parasiten befreit man mit Wermut, Minze, Farn. Atembeschwerden werden auf natürliche Weise mit Eukalyptus, Ysop, Lavendel, Majoran, Thymian, Lungenkraut, Wegerich oder Waldmalve gelindert. Bei Übergewicht wird Endivie oder Quecke empfohlen, ebenso Blasentang, Schachtelhalm und grüner Tee. Diabetikern helfen Zimt und Olive. Diese Liste ist alles andere als erschöpfend, denn für jedes Gesundheitsproblem gibt es wenigstens eine Pflanze und auch besonders vitaminreiche Pflanzen wie Kiwis, frische Kohlblätter, beruhigende Gewächse wie Hagedorn, Klatschmohn, Hopfen, Bitterorangenbaum, Passionsblume und Baldrian dürfen bei einer Aufzählung nicht vergessen werden.

Teekräuteranbau im Garten

Die meisten der oben vorgestellten Pflanzen können im Garten angebaut werden. Alles hängt von der verfügbaren Oberfläche und vom eigenen Ehrgeiz ab. Eine Heilpflanze anbauen ist recht einfach. Man kann die Sträucher in einem Topf gedeihen lassen, auf der Terrasse oder dem Balkon. Nur regelmäßig gießen muß man. Wer genug Raum hat, kann zig Arten anbauen. Sinnvoll ist es, anspruchslose Pflanzen zu wählen, die bei verschiedenen Krankheiten helfen. Minze beispielsweise befreit von Parasiten, ist gleichzeitig Anästhetikum, Desinfektionsmittel, gallenreinigend, hilft aber auch bei Blähungen, Verstopfung und Krampfbeschwerden. Vielseitig kultivierbare Teekräuter in einem Garten sind auch Basilikum, Ysop, Pfefferkraut, Farn, Baldrian, Ginkgo, Ringelblume, Eukalyptus, Kamille, Fenchel, Zitronengras, Eisenkraut, Linde, Thymian…

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Veröffentlicht in Teekräuter von Emily am 25 Jul 2011

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