Praktische Tips für Geranienkulturen

Geranie und Pelargonie, welchem Gärtner sind diese Pflanzen kein Begriff? Die zu der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) gehörende Geranie ist eine der beliebtesten Zierpflanzen überhaupt. Hierzulande im Blumenladen häufig als Geranien anzutreffende Topfblumen heißen eigentlich richtig Pelargonien. Geranium und Pelargonium gehören der gleichen botanischen Familie an, den Storchschnabelgewächsen, bezeichnen in Wirklichkeit aber zwei Pflanzengruppen. Da sie einander in ihrem Aussehen ähneln, werden sie auch häufig verwechselt. Die “echte” Geranie, der Storchschnabel, ist eine mehrjährige Pflanze, eine Staude. Trotzdem beide Pflanzengattungen zu den Geraniaceae gehören, stellen sie doch sehr unterschiedliche Ansprüche an ihre Haltung.

Storchschnabel wie Pelargonie sind im Prinzip mehrjährige Pflanzen, die alljährlich von Mai bis Ende September blühen, wenn die ersten Bodenfröste nahen. Während die Echte Geranie eine winterharte und niedrige Temperaturen aushaltende Pflanze ist, sind Pelargonien weitaus empfindlicher. Ihre Heimat ist Südafrika, kalte und harte Winter schätzen sie also überhaupt nicht. Die Staudengeranien geben in der Regel weiße, rosa oder rote Blüten, Pelargonien dagegen sind blattduftende Spezies, die die verschiedensten Duftnoten über Rose, Zitrone und sogar Pfefferminze aufweisen. Dies ist auch der Hauptgrund dafür, daß Pelargonien landläufig unter der Bezeichnung Duftgeranie bekannt sind. Echte Geranien und Pelargonien verlangen keine übertriebene Pflege, auch sind beide relativ resistent gegen Krankheiten. Ein Minimum an Pflege und Aufmerksamkeit ist aber eine Selbstverständlichkeit, denn gänzlich ohne Pflege geben sie kaum die schönen Blumen, die wir so sehr genießen. Wenn aber alle Voraussetzungen für ihre Pflege erfüllt sind, blühen beide Arten reichlich und verschönern Terrassen, Balkone und Gärten mit ihren harmonischen Farben.

Wie werden Geranien gepflanzt?

Echte Geranien sind Pflanzen, die perfekt in den Garten passen, da sie kalte Temperaturen problemlos ertragen. Zum Pflanzen sollte vorzugsweise ein kühler, trockener und wind- und sonnengeschützter Ort gewählt werden. In der Tat schätzen die mehrjährigen Geranien weder direkte Sonne noch zu feuchten Boden. Pflanzen Sie sie daher in einen nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden, auf dem sie sich richtig entwickeln können. Für schöne und kontrastreiche Randbepflanzungen werden die verschiedenen Geranienpflanzen in Gruppen gesetzt. Für Innenbereiche sollten besser Pelargonien angeschafft werden, die eine ideale Bepflanzung für Balkone und Terrassen sind. Diese Zierblumen wachsen übrigens weit besser, wenn sie in kleinen Töpfen ohne zu viel Platz gehalten werden. Auch Pelargonien mögen feuchte Böden nicht, sollten daher in Töpfe mit Loch gepflanzt werden. Auf den Topfboden wird eine Schicht Kies gestreut, damit das Gießwasser leichter abfließen kann. Geranien und Pelargonien sollten im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden, denn sie blühen im Sommer. Zwar fühlen sie sich auf zu schwerem Boden nicht wohl, möchten aber dennoch durch regelmäßige Düngergaben mit Nährstoffen versorgt werden. Wer Geranien vermehren möchte, muß bis zum Frühjahr oder Sommer abwarten. Stecklinge werden nur an völlig gesunden Stengeln genommen. Man entfernt die größten Blätter und pflanzt den Trieb in einen kleineren Topf, der gegossen und an einem warmen Ort aufgestellt wird. Geranien sind leicht zu vermehren, bereits nach kurzer Zeit dürften Sie sehen, wie das Pflänzchen austreibt. Wenn auch Geranien weder zu viel Sonne noch zu hohe Feuchtigkeit lieben, so muß doch ein gewisses Mittelmaß gefunden werden, damit sie richtig wachsen. Achten Sie also auf die richtige Dosis Sonne und Wasser, damit Storchenschnabel und Pelargonien alljährlich kräftige Blätter und prächtige Blüten bilden können.

Pflege von Geranien

Die eingepflanzte Geranie nicht überwässern. Damit wird nur erreicht, daß sich Blätter ausbilden, Blüten jedoch ausbleiben. Um Staunässe zu verhindern, werden Geranien möglichst früh am Morgen gegossen. Die Blumenerde wird so vom Sonnenlicht getrocknet. Geranienpflege ist unkompliziert: Um sich an kräftigen Pflanzen erfreuen zu können, werden in der Hauptsache verwelkte Blätter und beschädigte Blüten regelmäßig entfernt. Im Gegensatz zu Pelargonien halten Storchenschnabel niedrige Temperaturen sehr gut aus. In Klimazonen, in denen die kalte Jahreszeit besonders rüde ist, können sie dennoch mitsamt Wurzelballen aus der Erde genommen und so leicht in Töpfe gesetzt werden, damit sie kältegeschützt überwintern. Pelargonien werden bereits ab Herbst, vor den ersten Nachtfrösten, in ihr Winterlager gebracht und durch Rückschnitt auf die winterliche Ruhepause vorbereitet. Im Frühjahr, wenn sie wieder ins Freie gebracht werden, kann man sie noch einmal vorsichtig zurückschneiden. Zur Überwinterung werden Geranien trocken und hell gelagert, ferner ist auf genügend Luftzufuhr zu achten. In den kommenden Monaten brauchen sie nur selten gegossen werden. Zu häufiges Gießen würde nur schaden. Lassen Sie die Pflanzen in ihrem Winterquartier, bis keine Nachtfröste mehr auftreten. Im Frühjahr werden die Töpfe zur Begrünung von Terrassen und Balkonen erneut ins Freie gestellt oder gepflanzt. Die Gießwassermenge wird vorsichtig gesteigert und in regelmäßigen Abständen mit Volldünger versetzt. Die erwachenden Geranien und Pelargonien werden dann recht schnell Ihren Garten oder Balkon mit ihren hellen Farben und ihrer Frische verschönern.

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Veröffentlicht in Blumenratgeber von Emily am 20 Sep 2012

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