Sommerflieder - Kultur, Pflege und Toxizität

Sommerflieder gehören zu den extrem wuchsfreudigen Zierpflanzen. Ihrem Flor und der Farbpalette ihrer Blüten haben sie es zu verdanken, daß sie so beliebte Gartenpflanzen sind. Sommerflieder verströmt ein intensiv süßes Aroma, das Schmetterlinge anzieht, daher auch der Beiname “Schmetterlingsflieder”. Mit diesem sehr schlichten und genügsamen Zierstrauch hat man es einfach, denn er ist wirklich pflegeleicht.

Der äußerst wuchsfreudige Sommerflieder (Buddleja), auch Schmetterlingsflieder, wurde im 19. Jahrhundert von China nach Europa eingeführt. Dieser dominante Zierstrauch besiedelt inzwischen diverse offene Flächen, man findet ihn vielfach auf Parkplätzen und entlang von Bahn- und Autobahntrassen. Nachstehend einige Tips für die korrekte Pflege von Sommerflieder

Sommerflieder: Allgemeines, Gefahren und Risiken

Insgesamt gehören etwa 100 Arten zu den Sommerfliedern, die man natürlich wachsend in Asien, Südamerika und im südlichen Afrika findet. Sommerflieder ist sommergrün und erreicht als adulter Strauch bis zu 6 Meter Wuchshöhe. Die Blütenrispen sind je nach Art unterschiedlich gefärbt: weiß, gelb, blau, rosa, rot. Sommerflieder (Buddleja) sind eine geringfügig giftige Pflanzengattung in der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Mit seinen leuchtenden Blüten und seinem süßlichen Geruch lockt er im Garten Schmetterlinge an. Buddleja ist keine einheimische Pflanze, hat sich aber den klimatischen Bedingungen des europäischen Festlands sehr gut angepaßt. Die Pflanze ist robust, widerstandsfähig, resistent gegen Krankheiten und Unkrautvernichtungsmittel. Buddleja-Samen können sich mehrere Jahre lang im Boden halten, bis die Bedingungen für ihr Erwachen gegeben sind. Aufgrund seiner Wuchsfreudigkeit und Dominanz gehört Sommerflieder zu den invasiven Pflanzen, die dem Ökosystem mehr schaden denn nutzen. Folglich sollte der Gärtner stets ein Auge auf ihn gerichtet haben, wenn er nicht will, daß sein Strauch aus dem Garten herauswächst.

Sommerflieder pflanzen

Buddleja vermehren sich problemlos durch Samen wie durch Stecklinge. Sie werden im August genommen und am besten in Töpfen vorgezogen. Sommerflieder läßt sich problemlos durch halb verholzte Stecklinge vermehren. Die zur Vermehrung bestimmten Pflanzenteile vor dem Eintopfen in Bewurzelungshormon tauchen, um ihre Chancen Wurzeln zu schlagen zu maximieren. Ein Sand-Gartenerde-Gemisch bildet ein ideales Substrat. Die Wurzelbildung erfolgt schnell, schon im Herbst kann das Pflänzchen ins Freiland gesetzt werden. Vermehrung durch Aussaat im Herbst ist ebenfalls möglich. Die Pflanze ist wirklich robust, ihre Samen überdauern den Winter und keimen im Frühling. Wer möchte, kann auch im Gartenhandel Jungpflanzen im Topf finden. Buddleja stellen keine besonderen Bodenansprüche, sie gedeihen auf leichtem Boden, ob steinig oder kalkhaltig. Bodenverbesserung ist überflüssig. Sommerflieder ist überaus schlicht und genügsam, zu nährstoffreicher Boden würde vermutlich nur den Wuchs des Ast- und Blattwerks fördern und zu Lasten der Blütenbildung gehen. Wer meint, dennoch düngen zu müssen, sollte dies in geringen Mengen und mit nicht stickstoffhaltigem Dünger tun.

Was braucht der Sommerflieder?

Buddleja fürchten Hitze nicht. Sie sind in der Naturhecke ideal, passen aber auch gut zu anderen Pflanzen wie Desmodium oder Hibiskus. Mit ihnen kann man lebende Hecken kreieren und natürlichen Sichtschutz schaffen. Seine Anziehungskraft auf Schmetterlinge und Bestäuberinsekten machen ihn zu einem nützlichen Helfer vor dem Nutzgarten. Aufpassen muß man allerdings auf die Raupen einiger Schmetterlingsarten, denen das Gemüse schmecken könnte. Sommerflieder ist robust und widerstandsfähig und braucht nicht bzw. nur wenig gegossen werden. Er fürchtet weder Schädlinge noch schwere Krankheiten. Blütezeit ist in der Regel von Juni bis September, man kann aber auch eine zweite Blüte im August/September hervorrufen. Die zwergwüchsige Art Buddleia nanhoensis ‘Nanho blue’ eignet sich für die Kultur im Topf und kann sich den Haltungsbedingungen auf Terrassen anpassen. Umgetopft werden sollte im Herbst, um der Pflanze die Möglichkeit zu geben sich weiterzuentwickeln.

Wie sieht der richtige Sommerflieder-Schnitt aus?

Zwar bedürfen Buddleja keiner besonderen Pflegemaßnahme, doch kann ihnen ein Pflegeschnitt nur gut tun. Sommerflieder neigt nämlich dazu, mit zunehmendem Alter von unten her zu verkahlen und bildet dann unschönen Besenwuchs. Nicht zurückgeschnittener Sommerflieder lebt weniger lang (unter zehn Jahre) und blüht in unregelmäßigen Abständen. Zwei verschiedene Schnitte sind nötig: ein Verjüngungsschnitt und ein Sommerschnitt. Der Verjüngungs- oder Winterschnitt wird zwischen November und März vorgenommen. Bei ihm werden alle Äste zurückgeschnitten. Vorjahreszweige werden 5 cm ins alte Holz gekürzt, man kann aber auch den gesamten Strauch radikal auf 20 cm vom Boden entfernt zurückschneiden. Am mehrere Jahre alten Flieder wird alles alte Holz entfernt, so daß nur die jungen Triebe am Strauch verbleiben. Der Verjüngungsschnitt gibt dem Hauptstamm neue Energie, von ihm hängt es ab, ob der Strauch großzügig blüht oder nicht. Der Sommerschnitt dient der Blütenbildung. Er kann auf zweierlei Weise ausgeführt werden. Man kann im Mai/Juni, also vor Beginn der Blüte, alle Jungtriebe um die Hälfte einkürzen. Dies bewirkt eine spätere und sich bis in den Oktober hineinziehende Blüte. Oder aber man wird erst dann aktiv, wenn die Blüte bereits begonnen hat. Hochsaison ist im Juni und Juli, dann können systematisch alle verwelkten Rispen entfernt werden. So bewirkt man eine zweite Blüteperiode, die von August bis September stattfindet.

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Veröffentlicht in Ziersträucher von Emily am 04 Jul 2012

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