Setzlinge auf Abstand halten, damit sich alle Pflanzen korrekt entwickeln können

Egal für welche Methode man sich entscheidet, in den meisten Fällen wird der vor allem unerfahrene Gärtner zu viel Saatgut ausbringen. Während des Keimungsprozesses stellt man oft fest, daß die aus der Erde schauenden Keimlinge dicht an dicht stehen und nicht genügend Platz für die korrekte Entwicklung ihrer Blätter haben. Bleibt man untätig, werden sie sich schon bald derart in ihrer Entwicklung behindern, daß Sie sie sich gegenseitig ersticken. Die Lösung lautet: ausdünnen bzw. verziehen.

Saatgut verziehen

Sie haben aus Versehen zu viele Samenkörner gestreut? Die Kulturfläche ist dichtbesetzt und die Setzlinge können nun nicht mehr richtig wachsen? Das Verziehen der Sämlinge wird dann zu einer unumgänglichen Etappe der Kultur, und ist auf gar keinen Fall nur erfahrenen Gärtnern vorbehalten. Einige wenige Grundkenntnisse und Konzepte des Gartenhandwerks genügen.

Saatgut ausdünnen – warum?

Jungpflanzen brauchen Luft und Licht, um einen guten Start für ihre Entwicklung zu erhalten. Wer über qualitativ wie quantitativ zufriedenstellende Ernten verfügen möchte, darf sein Pflanzgut nicht zu dicht aneinander setzen. Die im Boden vorhandenen Nährstoffe würden nicht für alle Pflanzen ausreichen. Genau deshalb sollte man einen – je nach Art verschieden großen – Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen einhalten. Ab ungefähr 5 cm Wuchshöhe können sich die jungen Pflänzchen berühren, dann wird der Platz für sie knapp. Überschüssige Keimlinge müssen dann aus dem Erdreich entfernt werden. Nach dem Aufgang der Sämlinge wird nicht nur ein Ausdünnen erforderlich, vielmehr muß auch Unkraut regelmäßig beseitigt werden, das das Pflanzgut zu ersticken droht.

Etappen beim Verziehen von Saatgut

Nur Setzlinge im Freiland müssen ausgedünnt werden. Bei Anzucht im Anzuchttopf oder in Anzuchtkisten steht das Saatgut von Anfang an in angemessenem Abstand zueinander und wird später pikiert. Erstmals ausgedünnt wird in der Regel drei bis vier Wochen nach der Aussaat. Dabei werden alle überflüssigen Sämlinge, vornehmlich die schwächsten, vorsichtig ausgezupft. Aufpassen, daß die Erde nicht zu sehr bewegt wird, um die verbleibenden Pflänzchen nicht zu destabilisieren.

Die in der Erde verbleibenden Pflanzen benötigen einen Abstand von ungefähr 10 bis 20 cm zueinander, damit sie sich weiterhin korrekt entwickeln und dem Gärtner später reiche Ernten bescheren können. Es genügt das richtige Werkzeug, wie etwa eine Hacke, die sich vor allem auf einer großen Fläche als überaus nützlich erweisen wird. Nach dem Ausdünnen die Kultur fein beregnen. Diese Etappe ist wichtig, damit sich das Erdreich wieder senken und erneut um die verbleibenden Pflanzen schließen kann. Die Kultur erhält neue Kraft, kann besser wachsen und bringt schönere Ernten.

Keine ähnlichen Beiträge.

Veröffentlicht in Saatgut von Emily am 17 Aug 2011

Einen Kommentar schreiben :

Name *:

Text *:

* : Pflichtfeld