Quitten richtig pflanzen und pflegen

Die Quitte ist ein in Asien beheimateter, niedrig wachsender Obstbaum. Seine Früchte, ebenfalls Quitten genannt, haben nur wenig Saft und schmecken im rohen Zustand arg bitter. Quitten eignen sich hervorragend für die Zubereitung von Gelees, Konfitüren oder Sirup. Auch als Heilpflanze finde die Quitte Verwendung, kann man hier und da lesen. Sicher ist eines: Die Quitte ist ein robuster und anspruchsloser Baum. Er liebt Sonne und fühlt sich in jedem Hausgarten heimisch.

Die Quitte (Cydonia oblonga) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Man kann ihr vor allem in Klimazonen begegnen, wo die Winde weniger salzhaltig sind. Aus diesem Grund wird sie vor allem in der Provence angebaut.

Quitten: Wie wird gepflanzt?

In der Regel wächst die Quitte auf allen Bodentypen, sofern sie nicht austrocknen. Allerdings mag sie besonders kalkreichen (8 %) und gut durchlässigen, nur leicht alkalischen und stets kühlen Boden. Auch möchte sie windgeschützt stehen. Die Vorbereitung des Bodens ist sehr wichtig und erfolgt vor der Pflanzung der Quittenbäume. In der Tat  muß der Boden zuerst gereinigt und gejätet werden. Diese Vorarbeit ist wichtig, damit der Baum normale Fruchtbildung zeigt und seine bitter schmeckenden Früchte ihr volles Aroma ausbilden können. Die richtige Bodenvorbereitung ist also wichtig. Die Anpflanzung geschieht wie folgt: Fuß- oder halbstämmige Pflanzen in korrektem Abstand zueinander aufstellen. Der Abstand ist abhängig von der geplanten Verwendung der Quitten. Sollen sie für die Nutzung ihrer Früchte aufgestellt werden, ist ein Pflanzabstand von mindestens 7 Metern zu beachten. Damit können die Wurzeln, die sich in der Regel ausbreiten, aus dem Boden jene Nährstoffe ziehen, die sie für die Fruchtbildung benötigen. Sollen die Bäume dagegen reinen Zierzwecken dienen, ist ein Abstand von höchstens 3 Metern richtig. So werden die Quitten harmonisch wachsen. Die Rinde kann übrigens ebenfalls genutzt werden, sie ist äußerst dekorativ.

Pflege der Quitte: Wie macht man’s richtig?

Zum Zeitpunkt der Anpflanzung wird der Boden mit organischem Dünger angereichert. Jedes Jahr im Frühling wird das Erdreich gedüngt, im Herbst wird Dung oder Kompost untergearbeitet. Zwischen August und September den Boden gut wässern. Dies ist für die Fruchtbildung wichtig. Vor dem Spritzen die Wachstumsphasen genau beobachten: das Aufplatzen der Knospen, den Laubabwurf im Herbst, die Öffnung der Blüten, die Fruchtbildung. In jeder Phase mit den richtigen Produkten arbeiten, um mikroskopische Pilze zu vernichten und damit den Baum vor verschiedenen Schadbildern zu schützen. Die Sklerotienkrankheit führt zur Zerstörung der Blüten und trocknet die Früchte aus. Blattbräune führt dazu, daß der Baum seine Blätter vor der Reife abwirft. Ein Rückschnitt des Quittenbaumes ist nicht erforderlich, er bringt dem Baum jedoch neue Luft, da überflüssiges Laub und unglücklich wachsende Triebe entfernt werden.

Quittenernte

Quitten werden in der Regel im Herbst, deutlich vor ihrer Reife, geerntet. Geerntet werden kann, wenn die Früchte 7-12 cm lang und 6-9 cm breit sind. Die gepflückten Früchte halten sich 2 Monate an einem kühlen, dunklen Ort. Man kann die Früchte aber auch am Baum reifen lassen und erst dann abernten. Alles hängt in der Tat davon ab, was mit der Frucht weiter geschehen soll: Sie können im Rohzustand verzehrt werden oder zu Kompott, Sirup oder Geleefrüchten verarbeitet werden.

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Veröffentlicht in Obstbäume von Emily am 25 Oct 2012

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