Nützliche Tips für den erfolgreichen Anbau von Lauch

Porree, auch Lauch genannt, ist ein Gemüse, das man das ganze Jahr hindurch antrifft. Diese Pflanze ist winterhart und beständig gegen starke Kälte und Frost. Abgesehen davon, daß Lauch in zahlreichen Speisen wie Aufläufe, Pasteten, Suppen und Salaten verwendet wird, kann der Ackerlauch aufgrund seiner Inhaltsstoffe als Gewürz- oder Heilpflanze genutzt werden, wobei ihm desinfizierende und verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben wird. Daneben besitzt Lauch auch krebsreduzierende Wirkstoffe. Für seine Vielseitigkeit ist Lauch bei Hobbygärtnern eine beliebte Gemüsepflanze.

Porree anbauen

Lauch (Allium ampeloprasum Lauch-Gruppe, Syn. Allium porrum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Lauch (Allium) und die Kulturform des wildwachsenden Ackerlauchs. Die Pflanze ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, inzwischen gibt es aber eine große Sortenvielfalt. Bavaria, Herbstriesen, Blaugrüner Winter Alaska, Carentan, Elefant, Blaugrüner Herbst… Lauch wächst als krautige Pflanze mit Wuchshöhen von bis zu 180 cm. Am unteren Ende weist die stangenartig wachsende Pflanze eine Knollenbildung auf. Die zweizeilig angeordneten Laubblätter haben einen V-förmigen Querschnitt, ihre Blattscheiden formen einen Pseudostamm um den eigentlichen Stengel. Die langen Blätter sind mehr oder weniger grün gefärbt und haben lange, weiße Schäfte.

Wie Lauch angebaut wird

Anstatt direkt mit dem Anbau von Lauch zu beginnen, sollte die Kulturfläche vor der Bepflanzung mit reichlich Kompost und organischen Dünger vorbereitet werden. Der Porree ist ein Starkzehrer und muß mit Nährstoffen versorgt werden. Dementsprechend sollte der Boden reich an Humus, tief und frisch sein. Regelmäßige Versorgung des Bodens mit Dünger ist unumgänglich, damit Lauch über alle Nährstoffe verfügen kann, die er für sein Wachstum braucht. Man muß nicht lange nach speziellem Dünger suchen, aus Rasenschnitt hergestellte Pflanzenjauche genügt voll und ganz. Dennoch muß man wissen, daß frischer Dung sich negativ auf die Kultur der Lauchs auswirkt, von seiner Verwendung ist also abzusehen.

Hat man den geeigneten Standort gefunden oder den Boden entsprechend vorbereitet, wird er ein letztes Mal umgegraben, zu große Erdschollen werden aufgebrochen. Ziel ist ein möglichst feinkrümeliger Boden. Die Saat in Reihen alle 8-10 cm in eine 1 cm tiefe Saatfurche legen, gut anfeuchten, mit Erde bedecken, mit dem Rücken des Rechens andrücken und nochmals kräftig wässern. Den Boden gleichmäßig feucht halten, bis die Saat zur Keimung gelangt und die Sämlinge sichtbar werden. Von der Aussaat bis zur Keimung vergehen etwa zwei Wochen. Um pikiert werden zu können, müssen die Pflänzchen erst noch wachsen. Sie sollten ungefähr die Dicke eines Bleistifts haben. Das Pflanzgut wird aber nicht direkt versetzt. Zuvor werden die Blätter um 5 cm zurückgeschnitten, die Wurzeln werden einen Zentimeter gekürzt. Auf jeden Fall muß vermieden werden, die Pflanzen brutal aus dem Boden zu ziehen. Am besten arbeitet man mit einem Pflanzer, um die Pflanzen aus der Erde zu holen. Sie bleiben 24 bis 48 Stunden an Ort und Stelle auf dem Boden liegen, um sicher zu gehen, daß sich keine Würmer gebildet haben. Danach können die Blätter und Wurzeln wie vor beschrieben gekürzt und die Pflanzen mit dem Pflanzer pikiert werden. Der neue Standort, auf den sie versetzt werden, muß zuvor vorbereitet worden sein. Die Erde muß ebenso nährstoffreich sein wie es bei der Saatkulturfläche der Fall war.

Für die Pflanzung in Reihen 15 cm tiefe Löcher in 10 cm Abstand vorsehen. Weitere Pflanzreihen stehen in einem Abstand von 30 cm zueinander. Lauch zwischendurch immer wieder ausdünnen und, wenn er zu eng steht, gegebenenfalls umsetzen. Bei permakulturellen Pflanzungen ist darauf zu achten, daß die Erde unter der dicken Strohschicht gleichmäßig feucht ist. Zu trockenes Erdreich begünstigt die Bildung von Würmern. Bevor sich Frost über die Kulturen legt, sollte man die Kulturfläche mit welkem Laub oder Stroh abdecken. Das Wachstum von Porree liegt bei fünf bis sieben Monaten.

Einmal gesäter Porree muß bis zu der vollständigen Reife und Ernte der Pflanzen versorgt werden. So muß Porree in regelmäßigen Abständen gewässert werden. Eine Kopfdüngung mit Stickstoff ist unerläßlich. Dazu eignet sich als organischer Dünger besonders Brennesseljauche. Da Porreepflanzen Starkzehrer sind und für ihr Wachstum viel Stickstoff benötigen, sollte die Düngung mit Stickstoff in zwei Phasen erfolgen. Vier Wochen nach dem Auspflanzen unmittelbar vor dem Pikieren und dann noch einmal acht Wochen später, etwa wenn der Boden gehackt wird. Je 10 m² Pflanzfläche rechnet man 300 bis 400 Gramm Stickstoffdünger.

Pflanzkalender für Porree

Ein guter Gärtner wird versuchen, möglichst viel von seiner Ernte zu haben. Darum beginnt er die Kultur im Januar mit der Aussaat und pflanzt bis in den Juni hinein. Die Pflanzung im Anzuchtkasten oder an einem geschützten und eigens hierfür vorgesehenen Ort kann aber auch über diese Monate hinaus stattfinden. Tatsächlich kann man Porree ohne weiteres noch Mitte August pflanzen. Folgende Zeiträume sollte man der Pflanzung und Erstellung seines eigenen Pflanzkalenders berücksichtigen. Im Schnitt vergehen von der Aussaat bis zur Keimung 2 Wochen. Es verstreichen 3 Monate, bevor man sich an das Pikieren machen kann. Die Ernte kann 5-6 Monate nach der Aussaat beginnen. Folgende Beispiele verdeutlichen die Porreesaison: Aussaat Mitte August ermöglicht, den Porree gegen November zu pikieren und zwischen April und Juni zu ernten. Klassische Aussaat im April bedeutet Pikieren im Juli. Damit kann die Ernte im Winter beginnen. Für eine frühe Kultur im Februar muß im Mai pikiert werden, dann kann die Ernte im August beginnen. Zusammenfassend sollte man sich merken: Um im Winter ernten zu können, wird im April und Mai gesät, Ernte im August bedeutet Aussaat im März und April, Ernte im Sommer eine frühe Aussaat im Februar oder März. Schließlich und endlich sollte eine Fruchtfolge im Vier-Jahres-Rhythmus eingeplant werden.

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Veröffentlicht in Wintergemüse von Emily am 10 Aug 2011

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