Pflaumenbäume - Pflanzung und Pflege

Die Pflaume ist ein pflegeleichter Obstbaum aus den gemäßigten Klimazonen. Die gleichnamige Frucht ist äußerst vielfältig und wird weltweit zur Herstellung von Süßwaren, Konserven und Spirituosen verwendet. Zu den Pflaumen gehören auch Mirabellen, die Agen-Pflaume und die Damaszener Pflaume oder Zwetschge. Größte Feinde der Pflaume sind Insekten und Pilze. Man kann sich aber vor ihnen schützen.

Forschungsbemühungen haben viele neue Pflaumensorten hervorgebracht, darunter die Japanische Pflaume, deren Anpflanzung auch in höher liegenden Landschaften Marokkos gute Resultate zeigt. Die intensive Suche nach neuen Pflaumenvarietäten zeigt, wie beliebt die saftigen und vitaminreichen Früchte dieses Obstgehölzes sind. Wer selber Pflaumen ziehen möchte, sollte die nachfolgenden Tips aufmerksam lesen.

Der Pflaumenbaum – Porträt

Die Pflaume, wissenschaftlich Prunus domestica, gehört zu der Familie der Rosengewächse. Der sommergrüne Baum wird in sonniger Lage 5 bis 6 Meter hoch. Die Blüten der Pflaume sind weiß, ihre Früchte je nach Sorte gelb bis grün. Die Pflaume liebt nährstoffreichen Boden mit neutralem ph-Wert. Beste Ergebnisse bringt gut wasserdurchlässiger Boden, der aus Lehm, Schluff und feinem Sand besteht. Mirabellen sind kleinfruchtige Pflaumen von oranger bis gelber Farbe und recht süßem Fruchtfleisch. Zwetschgen oder Zwetschen sind eher eiförmige bis längliche Pflaumen von blauer, violetter oder auch gelber Farbe. Ihr Fruchtfleisch kann süß oder säuerlich sein. Bei Reneclauden schließlich handelt es sich um großfruchtige Pflaumen mit grünlichem Fruchtfleisch unter rosa bis violett gefärbter Haut. Diese Pflaumensorte ist besonders lecker, aromatisch und süß. Es gibt übrigens auch selbstbefruchtende Sorten, die sowohl männliche als auch weibliche Befruchtungsorgane besitzen. Dazu gehört die kugelförmige Angeleno, die besonders große Früchte produziert. Die Fruchtbildung am Pflaumenbaum vollzieht sich rasch, man sollte ihn aber stets durch einen kompatiblen Pollenspender befruchten lassen.

Pflaumenbäume setzen – Pflanzkalender

Jungpflanzen kommen in Pflanzlöcher von 20 bis 30 cm Tiefe. Die Wurzelenden werden gekappt, die Hauptwurzel wird nach den dominierenden Winden ausgerichtet. Die ideale Pflanzzeit ist im Herbst oder im Frühling, auf jeden Fall aber in einer frostfreien Saison. Für ein ästhetisches und gepflegtes Erscheinungsbild werden die Bäume in 6 bis 7 Meter Abstand zueinander quadratisch, rechteckig oder versetzt angeordnet. Die Blüte findet im März-April statt, geerntet werden kann von Juli bis September. Pflaumen sind reich an Mineralsalzen, Kalzium und Vitamin B.

Pflaumenbäume – Pflege und Pflanzenschutz

In den ersten Wochen nach der Pflanzung wird die Pflaume in der frostfreien Saison tagsüber regelmäßig gewässert. Der Gehölzschnitt gehört zu den unerläßlichen Pflegemaßnahmen. Der Erziehungsschnitt im ersten Jahr nach der Pflanzung bestimmt die Form des Baums. Der Schnitt hat zum Ziel, 4 nach außen gerichtete Hauptzweige zu erhalten. Ideal für den Gehölzschnitt ist der ausklingende Sommer oder beginnende Herbst. Pflaumen sind anfällig für Krankheiten, der Gehölzschnitt beschränkt sich daher auf das strikte Minimum, um Verletzungen am Baum zu vermeiden. Zum Schutz offener Schnittwunden vor Pilzbefall wird nach dem Baumschnitt ein Versiegelungsharz aufgetragen. Nach der Ernte besteht die Baumpflege in der Entfernung von beschädigten Zweigen und totem Holz, im Abernten verbleibender Früchte und Einsammeln von Fallobst und Laub um den Baum herum. Größte Feinde der Pflaume sind Blattläuse, die den Baum in seinem Wachstum stören. Im Frühjahr sammeln sie sich auf jungen Trieben, deren Blätter sich verformen. Zur Bekämpfung der Schädlinge wird Insektenvernichtungsmittel eingesetzt. Andere Schadbilder sind durch Pilze hervorgerufene Erkrankungen, darunter Rost, die Kräuselkrankheit oder Fruchtfäule. Zu ihrer Beseitigung gibt es Fungizide.

Tips für eine erfolgreiche Pflaumenkultur

Bodenverbesserung durch Dung im Herbst und Einbringung von Düngemitteln im Frühjahr ermöglichen üppige Fruchtbildung und reichen Ertrag. Die Mischung verschiedener Sorten stimuliert die Bestäubung und gewährleistet optimale Fruchtbildung. Soll nur ein einziger Baum gepflanzt werden, sollte man sich für eine selbstfruchtbare Sorte entscheiden, z. B. die Mirabelle ‘Nancy’ oder ‘Prune d’Ente‘. Mulchen schützt die Wurzeln vor Kälte, verhindert zu schnelles Nachwachsen von Unkraut und verringert besonders bei heißem Wetter die Verdunstung.

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Veröffentlicht in Obstbäume von Emily am 20 Dec 2012

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