Pfirsiche pflanzen, pflegen und schneiden

Der Pfirsich ist ein Baum, der 5 Meter hoch werden kann. Sein Wachstum erfordert besondere Aufmerksamkeit vor allem im ersten Jahr seiner Pflanzung. Neben dem Gehölzschnitt und der Einbringung von Dünger zwecks Bodenverbesserung erfordert die Pfirsichhaltung den Rückgriff auf chemische Hilfsmittel wie z. B. Pestizide, um Schädlinge und Krankheiten fernzuhalten. Ein richtig gepflegter Baum produzierte üppige Pfirsichernten und schmackhafte Früchte.

Beginnen wir mit der Geschichte und Beschreibung des Pfirsichs. Sein Herkunftsland ist China, der lateinische Name Prunus persica deutet aber auf persischen Ursprung hin. Der Pfirsich gehört zu der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), seine gleichnamigen Früchte zählen zum Steinobst. Aprikosen- wie Pfirsichbäume erreichen Wuchshöhen von 2 bis 5 Meter. Die Blätter des Pfirsichs sind lanzettlich, 10 bis 15 cm lang, spitz bis lang zugespitzt und an ihren Enden leicht gekrümmt. Pfirsichbäume können 25 bis 40 Jahre alt werden. Es sind verschiedene Arten bekannt. Die Sorte “Red Wing” ist mittelgroß und rot gefärbt, und wird gegen Ende Juli geerntet. Ihre weissfleischigen Früchte sind schmackhaft und saftig. Die Sorte “Peento Jalousia” produziert gelb-rote, große Früchte mit gelbem Fruchtfleisch. Dieser im August erntefähige Pfirsich ist besonders aromatisch und saftig. Die Sorte “Sanguine Vineuse” schließlich bringt äußerst aromatische Früchte mit rot durchsetztem, weißen Fruchtfleisch.

Pfirsiche richtig pflanzen

Bevor man sich mit den Pflanztechniken beschäftigt, sollte man sich unbedingt erst einmal mit der Bodenqualität und anderen wachstumsfördernden Faktoren befassen. Steinobst liebt gemäßigtes bis warmes Klima und viel Sonne. Besondere Ansprüche an den Boden bestehen nicht, sofern er nur tiefgründig, locker und gut wasserdurchlässig ist. Zu feuchte Erde und kalte Winde scheuen Pfirsiche dagegen. Hochwertige Pflanzerde garantiert den späteren Früchten optimale Qualität, daher steht an erster Stelle die Bodenverbesserung. Für eine Jungpflanze wird ein Pflanzloch von 50 bis 60 cm Tiefe und 80 bis 100 cm Breite ausgehoben. Dieses Loch wird zur Hälfte mit einem Gemisch bestehend aus 150 g (zwei Handvoll) gerösteter Hornspäne, Pflanzerde und verrottetem Dung gefüllt. Dann die als Wurzelware gelieferte Pflanze vorsichtig auf das Gemisch setzen. Pflanzen, die nicht binnen 8 Tagen nach ihrer Anschaffung in die Erde gebracht werden, sind schattig in einer Einschlaggrube zu lagern. Vor der Pflanzung werden die Wurzeln zurückgeschnitten. Der frisch gesetzte Baum wird direkt gründlich gewässert. Pfirsiche werden zwischen Oktober und April gepflanzt, die erste Ernte ist zwei Jahre danach zwischen Juli (oder Ende Juni) und September möglich.

Pfirsichbaumpflege

Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist Gießen besonders wichtig: Das Bäumchen muß richtig anwachsen können, ist vor längerer Trockenheit zu schützen und hat während der Fruchtbildung einen höheren Flüssigkeitsbedarf, um saftige Früchte hervorzubringen. Die Versorgung mit Dünger ermöglicht der Pflanze optimale Ertragsmengen und sollte in regelmäßigen Abständen einmal wöchentlich eingeplant werden. Um den Baum vor Kälte und Frost zu schützen, sollte der Baum gemulcht werden. Dies bringt ihm organische Nährstoffe und hemmt Unkrautwuchs. Es gibt Spezialdünger für Obstgehölze, die im Frühjahr eingesetzt werden und die Bodenfruchtbarkeit verbessern.

Der Pfirsich trägt nur einmal pro Jahr Früchte. Mit dem Gehölzschnitt soll eine intensive Verzweigung erreicht werden, die wiederum bei der Ernte für viele Früchte sorgt. Für den Pfirsichbaumschnitt sollte man idealerweise das Ende der Wintersaison abwarten. Der Gehölzschnitt wird in der Regel ausgeführt, bevor die neue Vegetationsperiode startet. Er hat zum Ziel, den Baum durch eine schöne Verästelung zu intensiver Früchteproduktion anzuregen. In den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung wird der Pfirsichbaum in Form geschnitten. Die folgenden Jahre dienen der Auslichtung und Säuberung der Pflanze von totem Holz, schief wachsenden und beschädigten Zweigen. Es darf nicht vergessen werden, Schnittwunden mit Baumwachs zu versiegeln.

Um Krankheiten und Schädlingen des Pfirsichs vorbeugen, sie rechtzeitig und effizient gegen sie vorgehen zu können, muß man wissen, welche Feinde er hat. Im Frühjahr können die jungen Triebe von Blattläusen befallen werden. Es gibt entsprechende Mittel, um ihrer schnell Herr zu werden. Neben Blattläusen sind häufige Parasiten und Schadbilder die Kräuselkrankheit, Fruchtfäule, Rußtau und Schildläuse. Die Chemie hilft bei ihrer Bekämpfung.

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Veröffentlicht in Obstbäume von Emily am 20 Sep 2012

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