Paprika anbauen und reich ernten

Die Gattung Paprika (Capsicum), auch als Chili, Peperoni oder Pfefferoni bezeichnet, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die am weitesten verbreitete Art, zu der auch fast alle in Europa erhältlichen Paprika, Peperoni und Chilis gehören, ist die Paprikaschote Capsicum annuum. Die Pflanzen sehen im Garten überaus hübsch aus, ihre vitaminreichen Früchte gibt es in vielfältigen Varianten. Es gibt heutzutage kaum eine lokale Küche, in der Paprika nicht in irgendeiner Form eingesetzt wird. Paprika kultivieren ist absolut nicht schwierig, die Pflanze paßt sich im Gemüsegarten gut an. Es liegt am Gärtner, den Pflanzkalender zu beachten und seine Pflanzen ordentlich zu versorgen, damit sie ihm eine üppige Ernte bescheren.

Die Paprikaschote (Capsicum annuum) gehört zu der gleichen Gattung wie Pepperoni und Chili. Sie unterscheidet sich von ihnen dadurch, daß sie mild im Geschmack ist. Die meist mehrjährigen krautigen Pflanzen erreichen Wuchshöhen um 150 cm, die Früchte sind sehr formen- und farbenreich. Reife Früchte können rot, orange, gelb, braun oder auch weiß sein. Grüne, violette oder schwarze Früchte sind immer unreif, einige Sorten reifen über mehrere Farbstadien, z. B. von grün nach gelb zu rot. In der Regel trägt Paprika nur einmal pro Jahr Früchte. Paprika eignet sich als Zierpflanze für den Außenbereich und wird in diversen Speisen als Gemüse verarbeitet, dient häufig aber auch zum Würzen. In der Küche wird Paprika sehr gerne verwendet, weil es sich um eine bedeutende Vitaminquelle handelt. Neben den Vitaminen A und C liefert Paprika noch andere Nährstoffe, ihr wird ferner eine Wirkung als Antioxidans zugeschrieben. Milde Paprika können auf verschiedene Arten zubereitet werden: gekocht, in Salaten, gefüllt oder gegrillt. Scharfe Paprika werden sowohl als Gemüse als auch als Gewürz genutzt, die wohl bekannteste Form hierfür ist das Paprikapulver.

Die Pflanzung von Paprika im Detail

Der Anbau von Paprika erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst werden die Samen unter Glas oder Folie gesät. Sobald die Pflanzen eine Größe von ca. 10 cm erreicht haben, werden sie verpflanzt und können ins Freiland gesetzt werden. Hierbei müssen die jungen Pflänzchen mit genügend Kalk und vor allem Dünger versorgt werden. Am besten wachsen Paprika an einem vollsonnigen Standort. Daher wählt man eine Stelle, an dem organische Substanzen in großen Mengen vorhanden sind, und der Boden sich leicht bearbeiten läßt. Paprika ist zwar hygrophil, d.h. er liebt Feuchtigkeit, doch muß das Bodenwasser leicht abfließen können.

Paprika – Pflege und Versorgung

Wässern ist ein wichtiger Aspekt der Kultur von Paprika. Die Pflanzen möchten regelmäßig und möglichst frühmorgens gegossen werden. Denn mit der tagsüber durch Sonnenwärme und Verdunstung verlorengehenden Feuchtigkeit kann es zu Schadbildern an der Pflanze kommen, die sich für sie als fatal erweisen könnten. Dennoch muß mit dem Wässern der Pflanze jeweils solange gewartet werden, bis die Erde oberflächlich angetrocknet ist. Nur am Ansatz gießen, die Blätter dagegen nicht benetzen, sie vertragen keine direkte Nässe. Die Höhe einer Pflanze sollte nicht mehr als 50 cm betragen. Ist die Pflanze grösser, sollte man seine Gartenschere zur Hand nehmen und die Spitze kappen.

Paprika – Pflanzkalender

Der Pflanzkalender ist für alle Paprikapflanzen unabhängig von der Sorte so ziemlich der gleiche. Aussaat, Pflanzung und Ernte geschehen etwa zur gleichen Zeit, ob es sich nun um milden oder um scharfen Paprika handelt, um große Paprikaschoten oder um kleine Peperoni. Das Wachstum von Paprika erstreckt sich über einen Zeitraum von ungefähr 6 Wochen. Gesät werden kann mit dem beginnenden Frühling, also ab März oder April. Die Pflanze wächst zwischen März und Juni, somit kann die Ernte je nach gewünschter Größe und Farbe in den Monaten August bis Oktober stattfinden.

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Veröffentlicht in Sommergemüse von Emily am 26 Apr 2012

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