Eine Mulchdecke mit natürlichen Materialien

Im Obstgarten, im Gemüsegarten oder auch einfach nur in Blumenkästen: Die Mulchdecke ist iller eine wirkungsvolle und natürliche Methode des Schutzes von Pflanzen und der Bodenanreicherung. Mulch wirkt bei Temperaturschwankungen wie eine Barriere, hält Feuchtigkeit im Boden zurück und hemmt den Wuchs von unerwünschten Beikräutern. Holzspäne, Kiefernrinde, Rasenschnitt… Mulchmaterial ist mannigfaltig.

Das Mulchen ist eine Technik im Gartenbau, bei der die Bodenoberfläche mit einer Schicht organischen Materials abgedeckt wird. Die Verwendung von biologisch abbaubaren Abfallstoffen macht das Mulchen zu einer Alternative für die Verwendung von umweltbelastenden, chemischen Produkten, Die Mulchdecke nährt und schützt den Boden. Mulch ist bei allen Gartenarbeiten hilfreich. Mulchen kann man im Garten, in Parks, beim Obst- und Gemüsebau, zwischen Gemüsepflanzen, Blumen, Sträuchern, Bäumen und in Blumentöpfen.

Welche Materialien eignen sich für das Mulchen?

Um eine Mulchdecke zu realisieren, kann man biologisch abbaubare Abfälle verwenden. Es kann sich um Gartenabfälle handeln, um Pflanzenreste, Rasenschnitt und Kompostreste. Man kann ebenfalls mit Gehölzschnitt, Rindenabfall und Blattwerk arbeiten.

Wer gebrauchsfertigen Mulch vorzieht, findet im Fachhandel Pflanzenmaterial diversen Ursprungs, so z. B. Kakaoschoten oder Flachsschäben. Neben pflanzlichem Mulchmaterial gibt es auch mineralischen Mulch, Sand, Kies, Steine oder Blähton. Sie sind außerdem dekorative Elemente.

Ferner gibt auch künstliches Mulchmaterial. Dazu gehören Vliese aus gewebten Fasern und schwarze Gartenbaufolie. Industriell hergestellte Mulchvliese sind Folien, die auf dem Boden ausgelegt werden. Man kann sie heutzutage in jedem gut sortierten Gartengeschäft finden. Am sinnvollsten bleiben allerdings pflanzliche Mulchdecken, denn sie fördern die Entwicklung von Mikroorganismen, welche den Boden mit Nährstoffen anreichern helfen.

Nützliche Tips zum Mulchen

Ab Ende April kann gemulcht werden. Der Boden sollte angewärmt, gejätet und feucht sein. Ist der Garten schnell von Unkraut überwuchert, kann man im Vorfeld, um den Februarmonat herum, eine erste Präventivbehandlung erwägen.

Bodendeckende und schnell wachsende Pflanzen können als Mulch dienen, wenn Sie mit Hauptkultur gesät werden. Im privaten Gemüsebau und in kleinen Hausgärten wird organischer Mulch händisch um die einzelnen Pflanzen herum verteilt. Mulchmaterial wie Stroh und Heu lassen sich leichter verwenden, wenn es vorab zerkleinert wird. Der Boden sollte im Durchschnitt 10 bis 15 Zentimeter dick, auf jeden Fall aber dicht genug abgedeckt werden, um das Eindringen von Licht zu verhindern. Feuchter, frischer Mulch kann verschiedenen Kleintieren, Räubern wie Nacktschnecken und Schnecken, Unterschlupf bieten! Sie sind schädlich für Pflanzen. Damit sie nicht ihrerseits den Garten verwüsten, ist besondere Vorsicht angebracht. Tannennadeln eignen sich nicht als Mulch, da sie schnell verrotten. Leichte Substanzen wie Laub werden am besten mit Humus gemischt, damit die Mulchdecke nicht vom Wind verweht wird.

Welche Vorteile bringt Mulchen?

Eine Mulchdecke sorgt dafür, daß Wasser langsamer verdunstet. Somit kann man seine Pflanzen sparsamer gießen. Die Mulchdecke nimmt das Wasser auf und hält die Feuchtigkeit im Boden zurück. Organischer Mulch trägt durch die Zersetzung seiner Substanzen zur Verbesserung der Bodenstruktur bei und erhöht damit dessen Fruchtbarkeit.

Indem Mulch die Temperatur reguliert, organisches Material in hoher Konzentration bietet und die Bodenfeuchte garantiert, wird das unterirdische Leben von Mikroorganismen begünstigt, welche unerläßlich sind, um Nährstoffe im Boden freizusetzen. Eine Mulchdecke verbessert das Pflanzenwachstum und schützt die Pflanzen vor Angriffen von Parasiten. Gemüse und Obst bleibt durch eine Mulchdecke sauberer, denn es steht nicht mehr in direktem Kontakt mit dem Boden. 8 bis 10 Zentimeter dicke Mulchschichten sind schlußendlich eine äußerst effiziente Temperaturbarriere.

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Veröffentlicht in Gartenpflege von Emily am 14 Jun 2011

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