Zuckermais - Pflanzung, Pflege und Gartentips

Zuckermais – nicht zu verwechseln mit Kulturmais, der vor allem für Getreidekulturen angebaut wird – verlangt viel Arbeit und Fürsorge. Der Gärtner wird für seine Kultur den Pflanzkalender auf das Genaueste einhalten müssen. Um eine schöne Ernte und mindestens vier Ähren je Pflanze zu erhalten, muß er die Pflanztechniken und Pflanzenpflege sorgfältig in die Praxis umsetzen. Abgesehen von dem Maiszünsler hat Mais kaum mit Schädlingen und Krankheiten zu kämpfen.

Zuckermais kultivieren

Mais ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Die in langen Ähren wachsende Pflanze trägt an ihren Enden Kolben, an deren Achsen sich mehr oder weniger süße Körnern von gelber, weißer oder, je nach Art, auch hellrosa Farbe bilden. Zuckermais oder Gemüsemais enthält viele Vitamine und Eiweiß, sein Energiewert ist wirklich beachtlich. Mais ist nicht nur das größte, sondern auch das ertragsreichste Getreide. Damit ist klar, das Zuckermais vielen Völkern als Grundnahrungsmittel und Futterpflanze dient. Schon die Geschichte der Verbreitung der Maispflanzen erzählt von den verschiedensten Maisarten, allein in Mittelamerika soll es mehr als 300 Arten geben. Die Sorte F1 Schaman’s blue besitzt blaßlila Körner, F1 Epidor Kolben von über 15 cm Länge, daneben gibt es noch besonders kleine Sorten mit Kolben, sog. Baby-Mais von nicht mehr als 7 cm Länge. Süßmais wird normalerweise nach den Eisheiligen, also im Mai gepflanzt, und kann dann im August geerntet werden.

Zuckermais kultivieren

Um Zuckermais pflanzen zu können, muß zuvor der Boden korrekt umgegraben werden. Diese Arbeit geht der Aussaat mehrere Wochen voraus. Zur Bodenverbesserung braucht man Kompost, etwa 4 kg/m². Wer möchte, kann anstelle von Kompost auch Dünger für Gemüsegärten in den Boden einarbeiten. Im Mai, ungefähr zehn Tage nach dem letzten Frost, jeweils zwei Maiskörner in ein Pflanzloch von 2 cm Tiefe legen. Der Pflanzabstand muß mindestens 40 cm betragen. Die Saat ordentlich mit Erde abdecken und gut andrücken. Die Kultur in den ersten zwei Wochen regelmäßig mit Gießwasser berieseln. Diese Zeit brauchen die Pflanzen zum Keimen. Süßmais wird idealerweise ab Mai bis Mitte Juni gesät. Um anstelle einer einzigen, großen Ernte mehrere zeitlich versetzte Ernten zu erhalten, kann man Mais alle auch drei Wochen säen. Mais kann bereits im März gesät werden, die Saat muß dann aber mit einer Plane geschützt werden oder wird im Frühbeet kultiviert. Die Assoziation von Maiskulturen mit Bohnen ist überaus sinnvoll und empfohlen.

Zuckermais pflegen

Etwa 4 Wochen nach der Pflanzung können die jungen Maispflanzen bereits 10 cm Wuchshöhe erreicht haben. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, um die schwächsten Pflanzen auszureißen und nur die kräftigsten im Boden zu belassen. Nach 6 Wochen sollte die Erde um die jungen Pflanzen herum aufgebrochen werden, da sie inzwischen zu hart und kompakt geworden ist. Die Maiskultur die ganze Zeit hindurch großzügig wässern, Mais ist nämlich eine besonders durstige Pflanze. Zu der effizienten Pflege von Mais gehört auch die Versorgung mit Flüssigdünger.

Zuckermais: Gartentips

Die männliche Maisrispe bildet eine riesige Menge an Pollen aus, schätzungsweise bis zu 50 Millionen Pollenkörner, die dann vom Wind verweht werden. Um also unangenehme Überraschungen durch Falschbestäubung zu vermeiden, sollte die Pflanzung mindestens 100 m von anderen Maiskulturen entfernt stehen. So erhält man auch schön zarten und süßen Mais. Durch Ausdünnung der Pflanzen, also Entfernung der schwächsten Elemente jeder Gruppe, kann das Sonnenlicht besser in das Feld einfallen, was die Entwicklung der in der Erde verbleibenden Ähren begünstigt. Wer so vorgeht, wird bereits im Juli ernten können und muß nicht bis August oder September abwarten. Die Maispflanzen bringen schöne, kräftige Ähren, wenn sie während ihrer Kultur kontinuierlich gewässert werden. Drei Monate nach der Aussaat kann das erste Maisgemüse geerntet werden. Das geht schnell und ist wirklich einfach, man braucht nur den Kolben zur Seite drücken und mit der Hand abbrechen oder einer Gartenschere abschneiden. Die Pflanzen selber werden nach der Ernte kurz über dem Boden abgeschnitten und können auf den Kompost gegeben werden, wenn sie gesund sind. Man kann sie auch verbrennen und mit der Asche seine Obstbäume düngen.

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Veröffentlicht in Sommergemüse von Emily am 10 Aug 2011

2 Kommentare

Kommentar : Tobias (Gast)

Danke.......jetzt ist es schon zu spät...die ganze Arbeit beginnt ja schon zehn Wochen vor dem setzen...mit Kompost und Mist etc. aber für das nächste Mal.....du hast doch gesagt, dass es kein Zuckermais sei....was ist es nun? Liebe Grüsse Mami

Kommentar : afghani (Gast)

Hmmm...Mais ist eine F4-Pflanze und braucht eigentlich recht wenig Wasser. Und der Abstand zu anderen Maiskulturen ist doch eigentlich nur wichtig, wenn man eigenes Saatgut ernten will, oder?

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