Die Magnolie - Eine Pflanze, die selbst Dinosaurier überlebt hat

Die Blüten der Magnolie ähneln denen von Tulpen. Ihr Farbenspektrum reicht von weiß über gelb und rosa bis hin zu purpur. Man unterscheidet mehrere Dutzend Magnolienarten. Es gibt strauchige Magnolien, die nicht höher als 2 Meter werden, und Bäume mit einer Wuchshöhe von 30 Metern. Manche Arten sind laubabwerfend, sie verlieren im Winter ihre Blätter, andere haben ein immergrünes Laubkleid.

Magnolien pflanzen und pflegen

Die Magnolie ist eine Blühpflanze, die bereits zur Zeit der Dinosaurier existierte. Sie hat Naturkatastrophen und Klimaveränderungen überlebt und sich immer wieder angepaßt. Ihre Beständigkeit läßt sich unter anderem damit erklären, daß die heute bekannten Magnolienarten keine besonderen Krankheiten oder Parasiten kennen.

Herrliche Magnolien

In einem Garten kann die Magnolie als Solitärpflanze oder in Vierer- bis Fünfer-Grüppchen gepflanzt werden. Auch im Strauchbeet neben Johannisbeeren oder dem Japanischen Quittenbaum zum Beispiel findet sie ihren Platz. Die Magnolien gefallen sich an sonnigen oder zumindest nur wenig schattigen Standorten. Sie ziehen neutrale Böden vor, saures oder kalkhaltiges Erdreich mögen sie nicht. Allenfalls tolerieren sie geringfügig sauren Boden. Magnolien sollten im April gepflanzt werden. Ist dies nicht möglich, wartet man besser bis September. Ein Pflanzloch vorbereiten, hierfür die Erde gründlich umgraben. Für bessere Dränage einige Schichten Kies einfüllen. Das Loch zur Hälfte mit einer Mischung bestehend aus Gartenerde, Kompost oder Dünger füllen. Reichlich angießen, dann das Pflänzchen einsetzen.

Handelt es sich um eine Containerpflanze, muß sie gut gewässert werden, bevor sie in die Erde gesetzt werden kann. Bei Ballenware ist es wichtig, daß das die Wurzeln zusammenhaltende Netz oder Ballentuch nicht entfernt wird, es sorgt dafür, daß die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Den Stock flachgründig einsetzen, der Stamm darf nicht eingegraben werden. Bei Kontakt der Rinde mit dem feuchten Erdreich droht die Magnolie zu verfaulen. Das Pflanzloch mit Erde verschließen, der zuvor höchstens 20 % Heideerde beigemischt wurde. Danach großzügig angießen.

Während der ersten Monate reichlich wässern. In Regionen, in denen die Temperaturen im Sommer leicht in die Höhe klettern, wird eine Streu aus Lein oder Kiefernrinde um die Pflanze vorgesehen, die das Gießwasser soweit wie möglich zurückhalten soll. In strengen Wintern sollte eine Mulchdecke angelegt werden. Für jedes Pflänzchen eine Pflanzstütze vorsehen, um Bewegungen zu vermeiden, die die Wurzeln beschädigen könnten. Da die Pflanzen flachgründig, direkt unter der Bodenoberfläche wachsen, sollten in unmittelbarer Nähe keine Sträucher stehen. Pflanzenschnitt ist nicht zwingend, ein leichter Rückschnitt der Zweige reicht vollkommen. Magnolien sind äußerst robust und trotzen Krankheiten und Parasiten. Die Vermehrung durch Ableger ermöglicht die vegetative Vermehrung der Pflanze. Für die Kultur in Behältnis stets die Zusammensetzung des Substrats beachten. Wassergaben sind häufiger nötig als bei Pflanzen, die direkt im Freiland stehen.

Magnolienarten

Nicht alle Magnolienarten sind gleichermaßen beliebt. Wer das Glück hat einen großen Garten zu besitzen, für den ist Magnolia grandiflora völlig richtig. Bei dieser Art handelt es sich um einen großen Baum (30 m) mit immergrünem Laub. Er hat die Besonderheit, Lehmböden und sogar leicht alkalisches Erdreich zu tolerieren. Leider ist sein Wachstum extrem langsam. Die Magnolia grandiflora blüht zwischen Mai und August und produziert wirklich außergewöhnliche Blüten, die weiß bis cremefarben getönt sind.

Wer nicht über große Flächen verfügt, sollte sich besser für den maximal 3 Meter hohen Strauch Magnolia stellata entscheiden. Auch sein Wachstum ist langsam, und im Winter verliert er seine Blätter. Wegen ihrer vorzeitigen Frühlingsblüte muß diese Art an einem windgeschützten Ort aufgestellt werden. Die weißen Blüten setzen einen dezenten Duft frei. Es gibt auch Arten mit farbenfrohen Blüten. Dazu gehören die rubinrote Magnolia vulcan und die gelb-grüne Magnolia acuminata. Besonders auffällig ist Magnolia macrophylla, mit Blüten, die auf der einen Seite grün, auf der anderen Seite silber oder blau schillern.

Keine ähnlichen Beiträge.

Veröffentlicht in Frühlingsblumen von Emily am 07 May 2012

1 Kommentar

Kommentar : Kupfer (Gast)

Unsere Magnolie ist ca. 30 Jahre alt und ein sehr grosser Busch geworden. Wann können wir sie zurückschneiden?

Einen Kommentar schreiben :

Name *:

Text *:

* : Pflichtfeld