Lavendel - Duft der Provence auf dem Balkon

Mit seinem aromatischen Duft gehört Lavendel zu den beliebtesten Pflanzen in unseren Gärten. Die rosa, flieder, blau oder weiß strahlenden, ährenförmigen Blüten lassen ihn besonders attraktiv wirken. Lavendel ist pflegeleicht und auf Balkonen, Terrassen und im Garten überaus dekorativ. Es gibt etwa 25 Sorten, sie alle kommen aus sonnigen, trockenen Regionen. Lavendel ist eine bienenfreundliche Pflanze, sie liefert uns herrlich süß schmeckenden Honig.

Lavendel (Lavandula angustifolia, Syn. Lavandula officinalis, Lavandula vera) blüht von März bis September. In diesen Monaten verströmt er in seiner Umgebung sein typisches Lavendelaroma. Seine ährigen Blüten kann man trocknen und so seinen Duft mehrere Monate lang erhalten. Die Provence auf dem eigenen Balkon: Eine Blütenkomposition, zu der Lavendel im Steintopf auf jeden Fall dazu gehört. Zwergwüchsige Arten eignen sich für diesen Zweck am besten. Im Wohnbereich ist Lavendel permanente Vier-Jahreszeiten-Dekoration, denn die getrockneten Blütenähren verströmen ihr streßlösendes Aroma dauerhaft. Lavendel in Assoziation mit Rosen oder krautigen Pflanzen ermöglicht harmonische Kompositionen. So setzt man im Garten Kontraste zwischen den klaren Linien von Lavendel und dem originellen Aussehen von Gräsern. Für einen geruhsam ausschauenden Garten sorgt Lavendel in blau, weiß und rosa in Assoziation mit Rosen. Dynamischer wirkt blauer Lavendel mit gelben und lila Blumen gepaart mit der Studentenblume.

Lavendel – Steckbrief

Lavendel gehören zu der Pflanzenfamilie der Lippenblütler. Sie sind im Mittelmeerraum beheimatet, auf den Kanarischen Inseln, in Südostasien, Indien und Nordafrika. Bekannteste Vertreter ihrer Art sind der Echte Lavendel, mit botanischem Namen Lavandula angustifolia (officinalis) und zart lila oder weißen Blüten, und der Schopflavendel oder Lavandula stoechas. Es gibt auch kompaktere Sorten, darunter Lavandula intermedia ‘Dutch’ und Lavandula angustifolia ‘Dwarf Blue’. Lavendel ist äußerst vielseitig: Man findet ihn am Wegrand, in Stauden, in Hecken, als Schnittblume, in Duftmischungen… Die Pflanze wird auch für die Herstellung von Parfüms und Seifen verwendet. Lavendel wirkt bekanntermaßen als beruhigend und desinfizierend.

Lavendel pflanzen

Um richtig gedeihen zu können, muß Lavendel auf kalkreichen, steinigen und trockenen Boden gepflanzt werden. Zwecks Vermehrung kann im Frühjahr gesät werden, Stecklingsvermehrung ist um Juli herum möglich. Hierfür werden 5 Zentimeter lange Zweige von der Pflanze genommen und in ein Mini-Gewächshaus gepflanzt. Lavendel kann im Topf auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten kultiviert werden. Hierfür braucht man einen ungefähr 30 cm großen Pflanzbehälter mit Abflußloch, damit sich beim Gießen kein Stauwasser bildet. Der Topf wird mit Gartenerde gefüllt, der Sand beigemischt wird, um ihr Gewicht zu verringern. Für Freilandpflanzung braucht man lockere und gut wasserdurchlässige Erde, zu viel Wasser verträgt die Pflanze absolut nicht. Das Gelände muß sonnig liegen und empfänglich für Wärme sein. Je Quadratmeter werden maximal 5 Lavendelpflanzen gesetzt. Der Pflanzabstand sollte 40 bis 50 cm betragen. Ideale Pflanzsaison ist der Frühjahr, wenn nicht mehr mit Frost zu rechnen ist. In besonders warmen Gegenden kann man diese Operation bis in den Herbst hinein ausführen. Es ist ratsam, den Boden, der die Pflanzen aufnehmen soll, organisch zu verbessern. Ist der Boden lehmig und schwer wird vorab grober Sand untergearbeitet.

Lavendelpflanzen pflegen

Lavendel ist keine durstige Pflanze. Wenn der Boden trocken ist, wird er nach der ersten Pflanzung n regelmäßigen Abständen gewässert, um der Pflanze ihre Akklimatierung zu vereinfachen. Eine Bodenverbesserung ist nicht erforderlich, wenn das Erdreich bereits von guter Qualität ist. Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehört der Lavendel-Rückschnitt. Die Pflanze sollte eine möglichst runde Form erhalten. Der Schnitt wird nach der Blüte durchgeführt und besteht darin, Jungtreibe um 75 % ihrer Länge zu reduzieren. Damit wird bezweckt, daß die Pflanze schön buschig wächst. Der Schnitt betrifft wirklich nur die jungen Triebe, altes Holz trägt keine Knospen mehr.

Hilfreiche Tips

Für die Pflanzung in Topf wird ein Material gewählt, dessen Volumen dem Zweifachen des Wurzelballens entspricht. Die Pflanzung bestimmter Arten, wie Lavandula stoechas, erfolgt mit Heideerde, um die Umgebung anzusäuern. Bei der Pflanzung werden zu lange Wurzeln eingekürzt, um zu vermeiden, daß die Pflanze durch zu kompakt wachsendes Wurzelwerk erstickt. Der Schnitt erfolgt vorzugsweise, wenn der große Winterfrost vorüber ist. Pflanzen, die nicht zurückgeschnitten sind, halten einem besonders harten Winter besser stand.

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Veröffentlicht in Sommerblumen von Emily am 11 Jul 2011

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