Gemüse auf natürliche Weise vor Parasiten schützen

Leider haben unsere Pflanzen viele Feinde. Um nur einige zu nennen: Bakterien, Viren, Pilze, mitunter sogar die klimatischen Bedingungen. Ähnlich wie Menschen können Pflanzen leiden und sogar sterben. Daher ist es grundsätzlich ratsam, zuerst vorbeugend aktiv zu werden (“vorbeugen ist besser als heilen”), aber parallel stets alle nötigen Mittel bereit zu halten, sollte es zum Ausbruch einer Krankheit kommen.

Ein guter Gärtner läßt niemals den Kopf hängen, egal wie groß das Problem sein mag. Wir möchten allen mit den nachfolgend aufgeführten Formen der Behandlung von Gemüse (oder Obst) helfen und im weiteren auf Methoden verweisen, um effizient und präventiv zu handeln. Selbstverständlich sind alle unsere Lösungen 100 % natürlich.

Behandlung von Schadbildern

Sobald sich an Zucchini, Bohnen, Rhabarber, Rüben… die ersten Symptome von Falschem oder Echtem Mehltau oder Rost (welkende Blätter, braune, grüne oder graue Flecken) bemerkbar machen, muß man handeln. Ansonsten riskiert man, seine gesamte Kultur zerstört zu sehen. Die erste Lösung ist Schwefel oder Kupfer, der auf die befallenen Pflanzen gespritzt wird. Es handelt sich bei ihnen um die einzigen biologischen Fungizide. Als Pilzvernichtungsmittel sind sie, wie der Name sagt, vor allem zur Bekämpfung von Pilzen gedacht. Man kann Schwefel mit Lithotham (Algenkalk) zu gleichen Teilen mischen und frühmorgens auf die Pflanzen streuen. Pflanzen, die sich so behandeln lassen, sind Kohl, Tomaten, Auberginen, Spinat und Kartoffeln. Daneben kann man auch mir Bordeauxbrühe arbeiten, die man in fast jedem Geschäft findet. Es genügt, die auf der Verpackung angegebene Dosis mit Wasser zu vermischen und auf die Pflanzen zu spritzen. Schachtelhalmsud ist eine weitere Lösung. Hier das Rezept: 200 g frischen Schachtelhalm (oder 50 zermahlene Blätter) in 1 Liter Wasser 24 Stunden lang gären lassen. Den Sud filtern und auf die Pflanzen spritzen. Bei besonders schwerem Befall bleibt leider nichts anderes, als die erkrankten Pflanzen auszureißen und zu verbrennen, damit nicht die gesamte Kultur zerstört wird.

Vorbeugende Maßnahmen

Vorbeugen ist besser als heilen: Diese Weisheit gilt in der Medizin ebenso wie im Gartenbau. Richtige Bodenpflege ist das A und O, wenn man Pflanzen anbauen möchte. Um einen fruchtbaren Boden zu erhalten, auf dem kräftige und gesunde Pflanzen wachsen können, muß man sein Bestes geben. Allerdings ist zu viel Stickstoff zu vermeiden, denn er begünstigt die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten. Zur wirksamen Bekämpfung von Bakterien muß man das Gelände vor jedweder Pflanzung umfassend behandeln. Es ist auf stets frischen Boden zu achten, hierzu verhilft Mulchen. Die Mulchdecke verhindert Unkrautwuchs. Zu hohe Bodenfeuchte ist der größte Feind von Pflanzen und schafft ein ideales Milieu für die Entstehung einer Vielzahl von Krankheiten. Beim Gießen der Pflanzen stets nur den unteren Pflanzenteil naß werden lassen. Mit dergleichen einfachen Gesten verhindert man, daß sich auf den Blättern, die von Pilzen zuerst befallen werden, Feuchtigkeit sammelt. Bei einigen Arten können alle bodennahen Blätter abgeschnitten werden, was eine mögliche Kontaminierung weitestmöglich verhindert. Zu demselben Zweck wird ein Mindestabstand zwischen Pflanzen eingehalten. Es werden laufend neue Gemüsesorten gezüchtet, die immer widerstandsfähiger gegen Krankheiten werden. Solchen Sorten kann man den Vorzug geben. Bei den Tomaten ist dies etwa die Sorte “Maestra”, bei Kartoffeln die “Belle de Fontenay”… Schlußendlich ist Mischkultur mehr als sinnvoll, nicht nur um den Boden zu schonen, sondern auch, um zu vermeiden, daß sich Krankheiten von einer Ernte auf die nächste übertragen. Einige Pflanzen wie Knoblauch und die Ringelblume halten Insekten fern, während ihre Blüten Bestäuberinsekten anlocken, die zu üppigen Ernten verhelfen.

Ähnliche Beiträge:

  1. Gurken ziehen
  2. Erdbeeren, ein Muß im Garten
  3. Gartenerdbeeren
  4. Tomaten, Salat, Zwiebeln
  5. Mischkultur im Gemüsegarten

Veröffentlicht in Nutzgarten von Emily am 05 Jul 2012

Einen Kommentar schreiben :

Name *:

Text *:

* : Pflichtfeld