Pflanzung und Pflege der Kokospalme

Schon immer steht die Kokospalme als Symbol für Urlaub in der Sonne. Diese Pflanze läßt in uns Erinnerungen an Urlaubsentspannung und vergangene Sommeridyllen wach werden. Seine eigene Kokospalme ziehen ist eine gute Idee, um ständig ihre stimmungsvolle Atmosphäre genießen zu können. Eine Kokospalme im eigenen Heim ist von höchster Zierde und schmückt das Hausinnere auf Dauer. Ihre nahrhaften Früchte liefern regelmäßig Milch, die auch dem anspruchsvollsten Gaumen gerecht wird.

Die Kokospalme, wissenschaftlich Cocos nucifera, ist eine in Malaysia beheimatete Pflanze. Über die Meere getrieben hat ihre extrem harte Frucht, die Kokosnuß, alle Strände unseres Planeten erreicht. Die Kokospalme gehört zur Familie der Palmengewächse. Sie besitzt keinen Stamm im üblichen Sinne, sondern über einen Solitärstamm ohne Dickenwachstum. Ihre Blätter werden in der Regel als Wedel bezeichnet. Alle Pflanzenteile werden durch den Menschen genutzt. Die Kokosnuß enthält einen Saft, der extrem nahrhaft und erfrischend ist. Das Fruchtfleisch der Kokosnuß heißt Kopra. Es dient als Ausgangsstoff für die Herstellung verschiedener Konsumgüter, darunter Haushaltsseifen, Kosmetika oder Speiseöle. Das Fruchtfleisch ist das Ergebnis progressiver Evolution der Kokosmilch. Der Stamm der Palme wird von vielen Kulturen für den Bau von Behausungen und Hütten genutzt. Die Kokospalme ist derart nützlich, daß sie in Tahiti als Lebensbaum gilt: Sie schützt und ernährt die Bevölkerung.

Optimale Bedingungen für die Pflanzung einer Kokospalme

Die Kokospalme ist die charakteristische Vegetation von exotischen Stränden. Dies hat mehrere Ursachen. Diese Pflanze hält sich nur unter hohen Temperaturen. Für eine Kokospalme in vollkommener Gesundheit braucht es zwischen 25° C und 30° C. Zwar hält sie auch relativ niedrigen Temperaturen stand, ein zu strenger Winter dagegen schadet ihr auf Dauer. Die Kokospalme nimmt bei Temperaturen unter 10° C Schaden. Ihre allgemeinen Eigenschaften lassen sie hauptsächlich auf sandigen Böden wachsen. Unter optimalen Bedingungen kann die Kokospalme eine durchschnittliche Wuchshöhe von 30 Metern erreichen. Ihre Baumkrone wächst dann auf einen Schopf mit bis zu 6 Meter langen Blättern an. Die gefiederten Blätter bzw. Wedel sind derart entwickelt, daß sie das für das Überleben der Palme nötige Sonnenlicht sammeln. Der Wasserbedarf ist das ganze Jahr hindurch beachtlich.

Wie wird eine Kokospalme gepflanzt?

Idealerweise werden Kokospalme in Meeresnähe gepflanzt. Perfekt ist eine Höhenlage zwischen 0 und 200 m über dem Meeresspiegel. Dann kann die Pflanze von der Gischt des Meeres und sandigem Boden profitieren. Möglich ist eine Kübelpflanzung unter der Voraussetzung, daß das Substrat bis zu 80 % aus Sand besteht, dem eine kleine Menge Blumenerde beigesetzt wird. In diesem Fall  muß die Pflanze regelmäßig dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Es gibt 2 Möglichkeiten, zu seiner eigenen Kokospalme zu kommen. Eine Methode besteht darin, den Samen einer Kokosnuß in warmen Sand zu setzen. Die Kokosnuß wird zu drei Viertel ihres Durchmessers eingegraben. Bevor es zur Keimung kommt, dauert es zwei bis drei Monate. Die zweite Methode ist die Ablegervermehrung. Dabei werden Steckling adulter Kokospalmen neu eingepflanzt. Der Steckling  muß sichtbare Wurzelfasern tragen, mindestens zwei Wedel und eine gesunde Endknospe. Zuerst  muß der Steckling in einem Gemisch aus feuchtem Sand und Torf vorgezogen werden. Nach 3 Monaten ist der Steckling kräftig genug und wird mit Dünger, Sandstein und ein wenig Erde erneut umgesetzt. Die junge Kokospalme sollte hinter andere Pflanzen gesetzt werden, die sie vor Windstößen und Sonnenbrand schützen. Bis zu seinem siebten Jahr wächst die Kokospalme stetig. Ab dann produziert sie bis zu ihrem 70. Jahr jährlich 60 Nüsse.

Wie hält man die Kokospalme?

Die Kokospalme braucht jährlich 1,5 m³ Wasser. Mit Ausnahme der Wintersaison wird sie stets großzügig gewässert. Im Sommer versorgt man sie für ein schönes Wachstum mit Spezialdünger für Grünpflanzen. Kälte verträgt die Kokospalme überhaupt nicht. Im Winter bezieht sie ein geschütztes Winterquartier. Eine weitere Möglichkeit zur Vermeidung von zu niedrigen Temperaturen ist die Haltung im Gewächshaus, dann ist aber auf feuchte Luft zu achten. Wie andere Pflanzen auch gedeiht die Kokospalme besser, wenn abgestorbene Blätter regelmäßig entfernt werden. Für eine stets schön grüne Pflanze werden die gesunden Wedel mit Leitungswasser gereinigt. Die regelmäßige Pflege schließt eine Inspizierung der Pflanze auf Befall mit Schmierläusen oder Spinnmilben ein, die sich auf ihrem Stamm einnisten. Bei Befall wird sofort für Abhilfe gesorgt.

Ähnliche Beiträge:

  1. Echte Akazie (Acacia)
  2. Die Kultur von Palmen
  3. Kakteen und Sukkulenten
  4. Pfirsichbäume pflanzen
  5. Zyperngras (Cyperus)

Veröffentlicht in Exotische Bäume von Emily am 27 Sep 2012

Einen Kommentar schreiben :

Name *:

Text *:

* : Pflichtfeld