Kirschlorbeer, eine ideale Heckenpflanze

Im Mittelmeerraum und in Kleinasien wird die Lorbeerkirsche seit dem 16. Jahrhundert kultiviert, mit unserem europäischen Klima kommt dieses Laubgehölz aber auch ohne weiteres zurecht. Wie man den Strauch auch nennen mag, Lorbeerkirsche oder Kirschlorbeer findet man im Süden wie im Norden, im Hochland wie an der Küste. Überall bringt dieses Gewächs dem Gartenbesitzer Freude. In einer Hecke oder als Teil einer Beetes – stets findet Kirschlorbeer seinen Platz im Garten, und das bei geringsten Pflegemaßnahmen.

Die Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus) ist eine Strauchart aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und somit mit den Pflaumen, Pfirsichen oder auch Kirschen verwandt. Sie wird auch mitunter als Kirschlorbeer bezeichnet.

Allgemeines zur Lorbeerkirsche

Prunus laurocerasus gehört zu den häufigsten Heckenpflanzen. Der Strauch gilt als wirksamer Lärmschutz, seine Form und Größe machen ihn zu einem idealen Trennelement. Die Lorbeerkirsche erreicht Wuchshöhen von 5 bis 6 Meter. Die 15 bis 18 cm langen Blätter sind immergrün und von ovaler Form. Die im Frühjahr sprießenden, weißen Blüten geben dem Strauch seine ganze Ästhetik. Lorbeerkirsche wächst unter verschiedenem Klima, zieht aber ganz eindeutig sonnige Gebiete vor. Seine kirschähnlichen Früchte können eine Gefahr für Mensch und Tier darstellen: Sie sind ungenießbar. Die Lorbeerkirsche zeigt ein rasches Wachstum, was ein klarer Vorteil für Heckenpflanzen ist. Die Lorbeerkirsche macht sich ideal als Grundstücksbegrenzung, entlang Wegen, Gartenpfaden und Blumenbeeten. Will man sich an einer schönen Lorbeerkirsche erfreuen,  muß man aber einige Pflegetips beachten.

Pflegehinweise

Man kann beileibe nicht behaupten, Prunus laurocerasus wäre eine launische Pflanze. In der Tat  muß der Boden nicht besonders nährstoffreich sein, damit sie gedeihen kann. Es handelt sich aber um ein sonnenliebendes Gewächs, immerhin ist ihr natürlicher Lebensraum in Südeuropa zu suchen. Die Auspflanzung wird im Herbst vorgenommen und wird durch die Zugabe von Mutterboden abgeschlossen. Mit dem nahenden Frühling kann man den Strauch mit etwa verrottetem Kompost versorgen. Im Winter ist dann der Gehölzschnitt angesagt. Diese Operation übrigens sollte nicht eingespart werden, da durch den Schnitt die Verzweigung gefördert wird. Der nächste Schnittermin ist dann der Juni oder September. Ein Schnitt zweimal pro Jahr ist eine gute Frequenz, damit sich das Laub verdichten kann. Besser als eine Heckenschere eignet sich für den Schnitt der Lorbeerkirsche eine Gartenschere. Die Heckenschere könnte die Blätter beschädigen. Soll eine Hecke angelegt werden, beachtet man einen Abstand von 80 bis 100 cm zwischen den einzelnen Pflanzen. Nicht zurück geschnittener und als Solitärpflanze gehaltener Prunus laurocerasus kann 15 Meter hoch werden.

Der Strauch kann Temperaturen bis -15° C aushalten und ist damit ohne Zweifel das robusteste Gehölz mit immergrünem Blätterkleid überhaupt. Kälte kann er also leicht überstehen. Nicht so steht es bei Befall durch Blattläuse. Ihre Kolonien sind zügig zu bekämpfen, am besten durch Aufspritzen von Seifenwasserlösung. Auch ein Wasser-Olivenöl-Gemisch kann auf die Blätter gespritzt werden und bietet Pflanze Nährstoff. Raupen gehören ebenfalls zu den Feinden der Lorbeerkirsche. Sie halten der beschriebenen Heilprozedur auf keinen Fall stand. Bei Kontaminierung durch die Schrotschußkrankheit werden alle befallenen Pflanzenteile weggeschnitten. Die befallenen Triebe müssen unbedingt sicher entsorgt, z. B. verbrannt werden. Richtige Pflege bezieht das die Pflanze umgebende Erdreich mit ein. Qualität ist das A und O. Die Erde oberflächlich bearbeiten und mit Sand, Humus oder Stroh verbessern. Die Pflege von Prunus laurocerasus ist also nicht wirklich nervenaufreibend. Schon dank einigen wenigen Maßnahmen kann man stolz auf schöne Pflanzen sein.

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Veröffentlicht in Bäume und Sträucher von Emily am 06 Jun 2012

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