Die Kasuarine - Pflanzung, Pflege und Gartentips

Mit der Kasuarine wird es exotisch im Garten. Kasuarinenbäume (Casuarina) sind eine Pflanzengattung in der botanischen Familie der Kasuarinengewächse (Casuarinaceae). Die Schachtelhalmblättrige Kasuarine (Casuarina equisetifolia) zum Beispiel ist ein Baum, der 15 bis 20 Meter senkrecht in die Höhe wächst. Diese Kasuarine, auch Kängurubaum genannt, zeichnet sich durch ihr hartes Holz aus. Sie wird in Tropengebieten vor allem in Wassernähe angebaut. In Malaysia, auf den pazifischen Inseln, in Australien und den Antillen wird der Baum wegen der Resistenz und Qualität seines Holzes gern im Schiffbau verwendet.

Die Kasuarine gehört zu den zahlreich vorhandenen Zierbäumen. Ihre nadelförmigen Blätter und hübschen Blüten mit stechender Oberfläche verleihen ihr ein edles Aussehen. Es genügen ein paar farbige Lämpchen, um sie in einen echten Weihnachtsbaum zu verwandeln. Hierbei handelt es sich übrigens um eine geläufige Praxis in der Karibik. Die weiblichen Blüten der Kasuarine stehen an kurzen Blütenstielen, die männlichen Blütenstände dagegen sind verlängerte Ähren. Wie bei vielen anderen Pflanzen auch erfolgt die Bestäubung durch den Wind.

Kasuarinen pflanzen

Die Vermehrung von Kasuarinen erfolgt ab Frühjahr durch Aussaat. Die ideale Temperatur für die Erhaltung gesunder Setzlinge liegt um 25° C. In ein Glas, das gut dräniert sein muß, damit der Samen intakt bleibt, feucht-nasses Substrat geben. Den Samen hineinlegen und mit etwas Erde bedecken. Wenige Wochen später zeigen sich die ersten Triebe. Auch die Vermehrung durch Stecklinge ist eine Möglichkeit, pflanzfertige Kasuarinen-Pflänzchen zu erhalten. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen wachsen Kasuarinen auch auf nährstoffarmem und sogar sandigem Boden mit hohem Salzgehalt. Allerdings  muß das Erdreich frei von Unkraut sein. Bevor der Baum in die Erde gebracht wird,  muß diese großzügig gewässert werden. Die Jungpflanze wird dann etwa 10 cm tief in eingepflanzt. Will man den Baum säen, zieht man den Samen in einem Glas vor und setzt ihn dann später in vorbereitetes Erdreich.

Die Kasuarine richtig halten

Wegen ihrer Robustheit und ausgezeichneten Widerstandsfähigkeit denken manche Menschen, die Kasuarinen bräuchten keine Pflege. Dies ist nur zum Teil richtig. Man  muß insbesondere in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung darauf achten, daß der Baum regelmäßig mit Wasser versorgt ist. Düngergaben sind nicht erforderlich, weil die Wurzeln des Baumes mit der Stickstoffe bindenden Frankia-Bakterie in einer Symbiose stehen. Frankia ist in der Tat in der Lage, den Stickstoff der Luft aufzufangen und verwandelt ihn in die für das Überleben des Baums nötigen Nährstoffe. Diese interessante Fähigkeit ist Gegenstand verschiedener Forschungsprojekte, damit in Zukunft auch andere Pflanzen davon profitieren können.

Die Kasuarine: Gartentips

Die Kasuarine wächst in natürlichem Zustand am Meer. Sie hält auch starken Winden problemlos stand und ist somit ein perfekter Windschutz. Die Kasuarine eignet sich als Pionierbaum zur Aufforstung von spärlich bewachsenen oder z. B. durch Waldbrand zerstörte Gebiete. Wegen seiner beeindruckenden Wuchshöhe muß bei der Pflanzung des Kängurubaums ein Abstand von mindestens 10 m zu Gebäuden eingehalten werden. Die Kasuarine ist eine Lieblingsspeise der Raupen von Agrotis und Wurzelbohrern, beides Nachtfalter. Sie ernähren sich von dem Baum, indem sie sich in den Stamm bohren. Mit Hilfe von organischen Insektiziden und Bioziden wird man ihrer aber rasch Herr.

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Veröffentlicht in Exotische Bäume von Emily am 10 Jun 2011

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