Wie bewässert man Kartoffelpflanzen richtig?

Im Gegensatz zu anderen Pflanzen erfordern Kartoffeln besondere Sorgfalt. Man braucht schon einiges Grundwissen, wenn man sie korrekt gießen möchte. Dies ist vor allem während trockener Perioden wichtig. Gewässert wird erst nach dem Feldaufgang und nur so viel, wie die jungen Kartoffelpflanzen wirklich benötigen. Bei dem Anbau von Kartoffeln sind weitere Parameter insbesondere hinsichtlich dem Bodentyp und der Versorgung mit Licht zu betrachten.

Trockenheit schadet den Kartoffelpflanzen. In trockener Umgebung schließt die Pflanze ihre Stomata verfrüht. In der Folge sind ihre Photosynthesefunktion und damit auch die Produktion beeinträchtigt. Der Ernteertrag fällt geringer aus. Trockenes Klima begünstigt auch die Verbreitung von Parasiten und häufigen Krankheiten der Kartoffel, darunter gewöhnlicher Kartoffelschorf, Pulverschorf, Rhizoctonia. Um seine Kartoffelpflanzen richtig zu bewässern muß man erst einmal wissen, wie sich die Kartoffel eigentlich entwickelt und welchen Wasserbedarf sie hat.

Wann werden Kartoffeln am besten gegossen?

Die Entwicklung einer Kartoffelpflanze beginnt mit dem Feldaufgang. In dieser Zeit braucht die Pflanze nur wenig Wasser. Am besten werden sie unmittelbar nach Winterende angebaut, wenn der Boden noch etwas Feuchtigkeit zeigt. Somit braucht man während des Feldaufgangs nicht viel gießen. Danach durchläuft die Pflanze die Phase der Knollenbildung. Vor allem bei anhaltender Trockenheit muß in dieser Phase ordentlich gegossen werden. Dies tut man am besten abends, wenn das Wasser weniger schnell verdunstet. Um wachsen und sich vor Krankheiten wirksam schützen zu können, braucht die Kartoffelpflanze Wasser. Nach der Knollenbildung kommt das Knollenwachstum. In dieser Zeit verbraucht die Kartoffel besonders viel Wasser. Eine regelmäßig mit Wasser versorgte Kartoffelpflanze zeigt weniger Risse, Verformungen und andere, ihre Qualität beeinträchtigenden Schäden. Gießen Sie die Kartoffeln bis kurz vor der Ernte.

Kartoffelpflanzen wässern, aber wie?

Um Kartoffeln richtig zu gießen, muß man verschiedenen Faktoren Rechnung tragen. Dazu gehören die Bodenbeschaffenheit, der eigentliche Wasserbedarf der Pflanze, ihre Umgebungstemperatur und Lichtverhältnisse und die Windgeschwindigkeit und -richtung. Für den Fall, daß die Pflanze in einem für ihre Entwicklung ungünstigen Umfeld steht, muß unbedingt gewässert werden. In der Regel braucht eine junge Pflanze 1 mm Wasser je Zentimeter Boden, damit sie kräftige Wurzeln ausbilden kann. Auf Lehmboden hält die Kartoffel 2-3 mm Wasser/cm Boden zurück, auf Sandboden gerade mal 0,5 mm Wasser/cm Boden. Im letzteren Fall braucht die Kartoffelpflanze folglich 0,5 mm Wasser/cm Boden.

Die nötige Wassermenge hängt auch vom Klima ab. Ein Beispiel: An warmen Sommertagen braucht die Kartoffelpflanzung im Durchschnitt 60 m³/ha/Tag bzw. 1,5 l/Pflanze/Tag. Die Hauptbewässerungsperiode liegt zumeist um Juni oder Juli herum. Am besten wird auf Wurzelhöhe gegossen. Die Blätter sollten verschont bleiben, über sie erreichen die meisten Schadbilder die Pflanze.

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Veröffentlicht in Gartenarbeit von Emily am 17 Aug 2012

2 Kommentare

Kommentar : Bohac Franz (Gast)

Ich möchte gerne wissen da ich warscheindlich,einen Fehler gemacht habe , habe neuen garten bekommen wo viele Bäume waren wurden alle Gerodet,nun ich baute kartofeln an, dort wo es am Leichtesten ging,da ich glaube das es ein Kompost ist,irrtum es waren nur Nadeln verrodet,die Entauschung kam jetzt : fast kein erdäpfel,nun versuche ich nochmals mit erde die neuen Heurigen anzubauen,da ich eine alte frau kenne die baut immer 3x an und hat das ganze jahr kartofeln Bitte geben Sie mir Antwort DANKE

    Kommentar : admin

    Beim Kartoffelanbau ist einiges zu beachten: Kartoffeln lieben lockeren Boden, zu schwerer Boden muß aufgelockert werden. Anstelle von Kompost eignet sich Stallmist sehr gut, der ordentlich unter den Boden gearbeitet wird. Fruchtfolge ist bei der Kartoffel auch ein wichtiges Wort, d. h. die Kartoffeln dürfen nicht immer an der gleichen Stelle gepflanzt werden. Und schließlich ganz wichtig : häufeln, häufeln, häufeln, damit aus Kartöffelchen Kartoffeln werden. Viel Glück mit der Ernte in der nächsten Kartoffelsaison!

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