Kardamom kultivieren - Ideen für eine reiche Produktion

Kardamom ist ein aus Asien stammendes Gewürz, aber nicht nur dort als solches beliebt. Kardamom wächst in dem heißen und feuchten Klima der Tropen, wo man die Pflanze in einem schattigen Milieu findet. Für den Liebhaber dieses Küchengewürzes und Pflanzenfreund ist der Anbau von Kardamom relativ leicht: er wird aus Samen oder durch die Pflanzung von Rhizomen gewonnen. Einige Ceylon-Arten produzieren 40 Jahre und länger enorm viel Früchte, daher das Interesse an seinem Anbau.

Kardamom gehört wie Curcuma und Ingwer zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Genau genommen bezeichnet Kardamom zwei Pflanzenarten: den Schwarzen Kardamom (Amomum subulatum) und den Grünen Kardamom (Elettaria cardamomum). Der erfolgreiche Anbau von Kardamom setzt Höhenlagen von 900 bis 1300 Metern, gleichmäßig hohe Luftfeuchtigkeit, vor allem aber Schatten voraus. Kardamom mag humusreichen und leicht sumpfigen Boden, auf der eine dichte Pflanzendecke liegt. Lehmiger Boden macht ihm hingegen auch nichts aus.

Eigenschaften von Kardamom

Kardamom ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 3 Metern, knolligem, stark bewurzelten, horizontal wachsenden Rhizom und gut 20 Blattstielen. Der Blütenschaftstand trägt rispenartige Blüten, die sich vertikal ausbreiten. Die Früchte erkennt man leicht an grau-grünlichen ovoiden Kapseln, in denen unregelmäßig eckige, dunkelbraune Samen sitzen. Kardamom wird zum Aromatisieren von Kaffee genutzt, dient aber auch als Gewürz für Essigkonserven und Marinaden. Kardamom bezeichnet mehrere Sorten, der aus Indien stammende Grüne Kardamom ist aber der wertvollste. Schwarzer Kardamom, dessen herbes Aroma an Kampfer erinnert, wird vor allem zum Würzen von deftigeren Speisen verwendet. Malabar-Kardamom verdankt seinen Namen den Kardamombergen, wo er in großen Mengen wächst. Der aus Indochina stammende Kardamom ist besonders aromatisch. Er gilt als besonders stimulierend und verdauungsfördernd und blähungstreibend, weswegen er gern als traditionelles Heilmittel eingesetzt wird.

Kardamom und seine Anbautechniken

Der Anbau von Kardamom erfordert eine gewisse Vorbereitung. Die Pflanzfläche wird ausgelichtet, aber nur soweit, daß noch genügend Schatten herrscht. Kardamom ist nämlich vor Sonne zu schützen, um richtig wachsen zu können. Als nächstes werden viereckige Pflanzlöcher von 40 cm Seitenlänge gegraben. Zwischen den einzelnen Pflanzen ist ein Abstand von 2 Metern einzuhalten. Die Pflanzen werden in die Gruben eingesetzt und mit einer Schicht Mutterboden und Mulch abgedeckt. Die traditionelle Pflanzweise besteht im flachgründigen Eingraben von Rhizomstückchen, also durch vegetative Vermehrung oder Rhizomstücke. Erneuert werden die Pflanzen erst nach rund 20 Jahren. Es gibt Sorten, die sogar nach 60 Jahren noch ertragreich sind. Geerntet wird Kardamom mit der bloßen Hand: Kurz vor der Reife werden die Fruchtkapseln einzeln gepflückt. Zur Pflege der Kardamompflanzen genügt es, einmal pro Woche zu jäten. Im Zwei-Wochen-Rhythmus wird um jeden Pflanzenfuß gemulcht, damit die Feuchtigkeit besser in der Erde hält. Die Ernteerträge hängen von vielen Faktoren ab, darunter die Sorte, die Anbaugegend und die Pflanzenpflege. Der Ernteertrag liegt bei 200 kg bis 1200 kg. Kardamom ist unanfällig gegen Krankheiten, so daß dieser Aspekt keine Schwierigkeiten bereitet.

Einige hilfreiche Tips für eine reiche Kardamom-Ernte

Regelmäßiges Jäten kann die Produktion steigern. Am vorteilhaftesten ist die vegetative Vermehrung, da sie bereits 3 Jahre nach der Pflanzung eine erste Produktion ermöglicht. Aus Samen gezogene Pflanzen produzieren erst nach 5 Jahren erste Früchte. Die Ernte der Kapselfrüchte erfolgt kurz vor ihrer Reife, bevor sie sich öffnen und verloren gehen. Um bei der Ernte die Pflanzen und ihre Blüten nicht zu beschädigen, was nachfolgende Ernten gefährden würde, wird mit möglichst viel Sorgfalt gearbeitet. Die geernteten Kapselfrüchte werden an der Sonne oder in speziellen Trocknern getrocknet und zwecks besseren Aussehens mit Stärke behandelt und gebleicht. Um die Echtheit der Samen zu garantieren und sie vor Altern und damit Aromaverlust zu schützen, gelangen die Früchte als komplette Schoten in den Handel.

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Veröffentlicht in Gewürzkräuter von Emily am 10 Aug 2011

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