Gemüse vor Kälte schützen - warum und wie?

Um knackiges Gemüse in üppiger Menge zu erhalten, muß es in den verschiedenen Phasen seiner Entwicklung von optimalen Bedingungen profitieren können: Wasser, Nährstoffe und Licht müssen in ausreichender Menge und genau dann vorhanden sein, wenn die Pflanze sie nötig hat. Eine wichtige Rolle spielen noch andere Elemente im Zusammenhang mit dem Umfeld, in dem sie stehen. Gemüse kann empfindlich auf das Klima reagieren und muß dementsprechenden Schutz durch den Gärtner erfahren.

Es ist unleugbar, daß Gemüse wie andere Pflanzen auch unter Kälte leiden können. Um ihr zu widerstehen und sie überdauern zu können, braucht es entsprechenden Schutz.

Gemüse vor Kälte schützen – warum?

Luft, Sonne, Wasser und Erde sind für Gemüsepflanzen vitale Elemente. Verändert sich eines dieser Elemente zu sehr oder zu schnell nach oben oder nach unten hin, dann kann das für die Pflanzen fatal sein. Sämtliche Teile einer Pflanze sind dieser dienlich, damit sie von ihrem Umfeld profitieren kann, und sind somit alle unverzichtbar. Die Blätter zum Beispiel fangen für die Photosynthese erforderliches Sonnenlicht und Kohlendioxid. Die Wurzeln für ihren Teil dienen dazu, im Boden enthaltene Nährstoffe und Feuchtigkeit aufzunehmen. Stiele und Zweige wiederum sind das Bindeglied zwischen den Blättern und Wurzeln. Die meisten Pflanzen, darunter zahlreiche Gemüsepflanzen, reagieren besonders empfindlich auf Kälte. Diese greift die verschiedenen Pflanzenteile an, denen trotz ihrer natürlichen Abwehrkräfte externe Hilfe nur zugute kommt.

Je nach Pflanzenart hat der Winter die Verlangsamung oder vorübergehende Einstellung des Wachstums zur Folge. Empfindliche, ungeeignete oder zu junge Pflanzen können sogar zerstört werden. Eine Gemüsepflanze vor Kälte schützen bedeutet, ihre oberirdischen Teile verteidigen. Diese nämlich können durch zu starke Temperaturschwankungen buchstäblich verbrannt werden oder faulen. Aber auch Schutz ihrer unterirdischen Teile bzw. des Bodens, auf dem die Pflanze steht, gehört dazu. Auch der Boden “leidet” unter den Klimaangriffen (sich verändernde Luftfeuchtigkeit, gestörte biologische Aktivität). Im Kontext mit dem Schutz von Gemüsepflanzen vor Kälte darf man keinen Aspekt außen vor lassen. Man muß stets als Ziel vor Augen haben, sein Gemüse und den Boden zu schützen.

Gemüse vor Kälte schützen – wie?

Bevor man konkret von Schutz spricht, sollte man sich zuerst mit Prävention befassen. Der beste Weg zum Schutz einer Pflanze vor Kälte besteht darin, darauf zu achten, daß keine Phase ihrer Entwicklung mit der kalten Jahreszeit zusammenfällt (es sei denn, sie suchen die Kälte). Zu diesem Zweck hält man sich am besten an den Pflanzkalender. Selbst ohne ihn aber genügt es in der Regel, die Dauer des Lebenszyklus einer Pflanze zu kennen, um ihre Aussaat, Umsetzen usw. planen zu können. Auch wenn die schlechten Tage unvermeidlich sind, sind Gemüsepflanzen somit besser gewappnet, weil sie zu diesem Zeitpunkt ein fortgeschrittenes Stadium des Wachstums erreicht haben. Dies kann ihre Resistenz noch erhöhen und Schutz ebenso so sehr erleichtern.

Wie bereits erwähnt, betrifft der Schutz die Gemüsepflanze als solche, aber auch den Boden, auf dem sie wächst. Schutz besteht aus einfachen, aber wirksamen Handlungen: Um die Blätter nicht zu verbrennen, werden die Pflanzen so wenig wie möglich gegossen, Eis und Schnee auf den ihnen wird möglichst umgehend abgeschüttelt. Daneben kann man den Boden und die Pflanzen durch eine Decke schützen, indem man mit bodendeckenden Pflanzen oder mit Pflanzenmulch (verschiedene Gartenabfälle) arbeitet, umgräbt und die Pflanzenstiele mit Erde zudeckt (dadurch wird der Boden belüftet und Kompost untergegraben). Auch die oberirdischen Teile kann man durch pflanzlichen Mulch schützen.

Ein Gewächshaus kann ideal sein, es gibt aber auch weitaus einfachere und kostengünstigere Lösungen. Zum Beispiel die Kunststoffverwendung in der Landwirtschaft: Das Gemüse wird mit Plastikfolie abgedeckt, die perforiert ist, damit die Pflanzen nicht ersticken. Wintervlies oder Folientunnel erfüllen den gleichen Zweck. Der Vorteil solchen Materials ist, daß es umsetzbar und wiederverwendbar ist. Am Angebot mangelt es nicht. Bei der Benutzung darf man aber nicht vergessen, den Pflanzen von Zeit zu Zeit im wahrsten Sinne des Wortes Luft zu verschaffen. Besonders bei sonnigem Wetter muß die Folie von den Pflanzen abgenommen werden.

In bezug auf frühes Gemüse, dessen Aussaat in der Wintersaison erfolgt, muß man besonders aufmerksam sein. Keimendes und noch im Sämlingszustand befindliches Gemüse durchläuft eine Phase, in der es extrem empfindlich ist und besonders stark auf Temperaturen reagiert. Die Aussaat kann in Innenbereichen unter Verwendung von Kisten oder Kübeln erfolgen, die von Zeit zu Zeit ans Freie gestellt werden, damit sie vom Tageslicht profitieren können. Bei der Aussaat im Freien werden sie unter Glas oder Tunnel gesät.

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Veröffentlicht in Gartenarbeit von Emily am 28 Jul 2011

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