Jasmin - Ein Erlebnis für Augen und Nase

Jasmin ist ein Klettergehölz, obwohl seine rutenförmigen Zweige eher kriechend wachsen. Er ist eine beliebte Zierpflanze und exzellenter Aromastoff für Jasmintee. Jasmin wächst als sommergrüner Strauch und fällt durch seine dekorativen und einzigartig duftenden Blüten auf. Das aus ihm gewonnene ätherische Öl wird unter anderem zur Parfümherstellung verwendet.

Jasmin verströmt sinnlich betörenden Duft und verwandelt seine Umgebung in ein Meer aus Blumen. Der Strauch, dessen häufigster Vertreter der Gewöhnliche Jasmin bzw. Jasminum officinalis ist, gehört zu der Pflanzenfamilie der Ölbaumgewächse. Zwar ist diese Pflanze ursprünglich in Indien beheimatet, manche Arten wachsen aber auch in Asien und Ägypten sowie in Mittelmeer- und Tropengebieten. Es sind über 200 Arten bekannt, Winterjasmin mit gelben Blüten und Sommerjasmin mit weißen Blüten. Mit Ausnahme der Art Jasminum azoricum (Madeira-Jasmin) ist Jasmin ist bis etwa -10° C winterhart. Madeira-Jasmin, aufgrund seiner Herkunft auch Azoren-Jasmin genannt, stirbt bei Temperaturen ab -5° C ab, er sollte besser im Kübel gehalten werden. Jasmin blüht einmal jährlich, nämlich im Sommer. Die Blüte hält aber bis in die ersten Herbsttage hinein.

Jasmin – Sorten

Am geläufigsten ist der Echte oder Gewöhnliche Jasmin, Jasminum officinalis. Er wird auch Weißer Jasmin genannt. Je nach Verwendungszweck wird diese Zier- und Schmuckpflanze in verschiedene Kategorien eingestuft. Zu den schönsten Schmuckvarianten gehört der im Winter blühende Jasminum nudiflorum. Die Arten J. officinalis und J. odoratissinum finden hauptsächlich in der Parfümherstellung Verwendung, J. polyanthum riecht weit intensiver, weswegen er hauptsächlich im Freien gepflanzt wird, J. sambac ist leicht und süßlich im Geruch und für den Innenbereich bestimmt, J. grandiflorum bzw. Königsjasmin ist eine weniger robuste Unterart des Echten Jasmins. Jasmintee, duftend und mild im Geschmack, entsteht durch die Beimischung von Jasminblüten zu hochwertigem, meistens grünem Tee. Man findet ihn im Supermarkt und in Gewürzläden.

Jasmin pflanzen

Jasminpflänzchen erhält man aus Samen, Setzlingen oder Ablegern. Für die Auspflanzung seiner Sämlinge braucht man gut vorbereiteten Boden und ungefähr zwei Meter Platz je Stock. Jasmin wird auf feuchten, aber relativ durchlässigen und schwach alkalischen Boden gepflanzt. Die meisten Jasminarten brauchen zuvor mit Garten- und Pflanzerde und grobem Sand zu gleichen Teilen vorbereitetes Erdreich. Jasminum sambac wird am besten im Kübel und im Gewächshaus bei einer Temperatur von etwa 10° C gehalten. Jasmin kann auf der Veranda stehen oder in einem kühl temperierten Raum, in den möglichst viel Tageslicht hinein gelangt. Der Dünger für diese Jasminvarietät besteht aus drei Teilen Blumenerde, zwei Teilen verrottetem Kompost, Flußsand und Gartenerde und zu einem Teil Perlit. Im Winter wird großzügig gegossen, doch darf sich das Wasser nicht stauen. Die Vermehrung durch Stecklinge oder Ableger erfolgt außerhalb Frostperioden, Im Herbst oder Frühjahr. Winterjasmin hält sich auch auf Kalkboden. Er kann im April durch Ableger vermehrt werden, die sechs Monate lang in der Erde bleiben und im Herbst pikiert werden. Zum ausklingenden Sommer ist es möglich, die Vermehrung mit Stecklingen durchzuführen. Diese pflanzt man am besten im August oder September in Erde mit hohem Sandanteil.

Tips für die Pflege von Jasmin

Damit die Pflanze gut belüftet werden kann, wird alles trockene Laub entfernt. Auch die blütentragenden Zweige werden nach der Saison weggeschnitten. Damit Jasmin neu verzweigen kann, müssen ältere Zweige weg. Weiß blühender Jasmin ist eine Zierde für Pergolen. Als kriechende Pflanze paßt er gut auf die Veranda, kann an Lauben und Fassaden entlang wachsen. Jasmin für mehr optische Wirkung bodennah aufstellen oder pflanzen. Dies gilt insbesondere für den gelb blühenden Winterjasmin. Für eine harmonische Komposition kann Jasmin mit Kletterpflanzen vergleichbarer Wuchskraft wie Clematis assoziiert werden.

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Veröffentlicht in Sommerblumen von Emily am 25 Jan 2013

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