Immergrüne Sträucher - Haltung und Pflege

Immergrüne Sträucher werden oft als Zierpflanzen verwendet. Schön sehen sie als Randbepflanzung und in Hecken aus. Aus französischen Gärten sind sie nicht wegzudenken. Die Pflanzen sind relativ leicht zu halten und erfordern nur wenig Pflege, wenn man einmal vom regelmäßigen Schnitt absieht, dem Garanten ihrer schönen Formen und Gesundheit. Immergrüne Sträucher blühen im Frühjahr, erstrahlen dann durch farbenfrohe und wohlriechende Blüten.

Immergrüne Sträucher

Immergrüne Sträucher, deren bekanntester Vertreter unstreitig Buchs ist, gehören zu den Stauden aus der Familie der Buchsbaumgewächse. In der Hauptsache findet man solche Sträucher im Mittelmeerraum, sie sind auf dem gesamten europäischen Festland verbreitet. Es gibt verschiedene Arten von Immergrünen Sträuchern, am häufigsten wird aber Gemeiner Buchs (Buxus Sempervirens) angepflanzt. Es gibt zahlreiche Sorten, jene mit panaschierten Blättern wie Argentea, Aureovariegata oder Argenteovariegata sind ideal für Hecken. Säulenförmig wachsende Sträucher („Pyramidalis“) eignen sich bestens für Topiari. Rotundifolia-Arten mit ihren ausladenden Blättern und ihrem rapiden Wuchs sind als Solitärgehölz extrem beliebt.

Blattformen

Immergrüne Sträucher sind so beliebt, weil ihr Laub in verschiedenen Farbnuancen glänzt. Es gibt verschiedene Laubarten. Sträucher mit goldfarbig glänzendem, immergrünem Laub, tragen gelb panaschierte, dunkelgrüne Blätter. Sie sind besonders geeignet, um düstere Ecken aufzuhellen und bringen Licht in Schattenzonen. Wer solche Sträucher pflanzen möchte, setzt sie am besten hinter kleinere Pflanzen. Silbrig panaschierte immergrüne Sträucher können blau, grau, silbrig schimmern und sind oft cremefarben panaschiert. Sie zieren viele Gärten, sie wirken beruhigend auf den Betrachter. Die silbern glänzenden Varianten findet man häufig an kalten Orten, wo die Sonne nicht hin gelangt. Dort erhalten ihre Farben noch mehr Wirkung. Cremepanaschierte und hell gefärbte Arten sieht man ebenfalls häufig in dunkleren Winkeln des Gartens, häufig sollen sie zu intensive Farben dämpfen. Rosa panaschierte Sträucher sind eher selten, zumeist ist ihr Laub dreifarbig mit einem Schuß rosa. Dazu gehören seltene Sträucher wie Stranvaesia davidiana Palette oder auch Leucothoe Walteri, umgangssprachlich Rainbow genannt.

Die Kultur von immergrünen Sträuchern

Immergrüne Sträucher sind Stauden, die sich zum Wachsen Zeit lassen, aber besonders langlebig sind. Im adulten Stadium erreichen sie problemlos 4 bis 5 Meter Wuchshöhe, einige wenige seltenere Arten können sogar bis zu 10 Meter hoch werden. Um immergrüne Sträucher zu kultivieren, braucht es kalkhaltigen und gut durchlässigen Boden. Der richtige Standort ist relativ dunkel und windgeschützt. Ein zu sonniger Standort führt dazu, daß die Blätter rasch gelb werden, also ihre hübschen Farben einbüßen. Idealerweise werden immergrüne Sträucher im Frühjahr oder im Herbst gepflanzt, zu sonnig, können die Blätter des Strauches bald gelb und verlieren ihre schönen Farben. Idealerweise haben Sie immergrüne Sträucher im Frühling oder Herbst gepflanzt, will man sie in eine Hecke stellen, dann ist ein Abstand von ungefähr 30 cm zwischen den einzelnen Pflanzen einzuplanen.

Vermehrung ist insbesondere bei Kultivaren durch Stecklinge möglich. Vermehrt wird vorzugsweise im September, aber ausschließlich an mindestens zweijährigen Sträuchern. Stecklinge in 10 cm Abstand zueinander setzen und von Zeit zu Zeit pikieren, um den Wurzeln ein schnelleres Wachstum zu ermöglichen. Arten wie Buxus Balearica, die zu den eher robusten Arten gehört, werden im Warmbeet angezogen. Die Vermehrung durch Absenker oder Pfropfung ist möglich. Wichtig ist stets, die Stecklinge wiederholt in einem Sand-Torf-Gemisch im Frühbeet zu pikieren. Sobald sie 30 cm hoch sind, können die jungen Pflänzchen in Erde gesetzt werden.

Beliebt und vielseitig

Wenn der Sommer vorüber ist, können immergrüne Sträucher zurückgeschnitten werden und so einen neuen Aspekt erhalten. Bei Freunden der Topiari-Kunst sind immergrüne Sträucher außerordentlich beliebt. Sie machen es sich zu einem Hobby, diesen Gehölzen ein klassisches oder raffiniertes Aussehen zu verleihen. So können immergrüne Sträucher ganz nach Belieben geometrische Formen annehmen – Kugeln, Kegel, Pyramiden, Würfel und sogar Treppen sind möglich. Mit Zwergvarianten lassen sich Wege und Beetränder verzieren. Immergrüne Sträucher erfordern keinerlei jährlichen Schnitt, dies ist aber reine Geschmackssache. Das Holz von immergrünen Sträuchern ist besonders hart und wird poliert gern in der Kunsttischlerei als Werkstoff wie zur Realisierung von Skulpturen genutzt.

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Veröffentlicht in Bäume und Sträucher von Emily am 10 Jun 2011

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