Heidekräuter im Garten pflanzen

Heidepflanzen und Heidekraut sind eine ausgezeichnete Wahl für die Verschönerung von Gärten. Sie sorgen für Abwechslungsreichtum und tauchen den Ort in eine ganz besondere Atmosphäre. Mit Erica bringt man edlen Glanz, Ruhe und klassische Schlichtheit in die Gartenlandschaft. Wer sich dafür entscheidet Erica zu pflanzen, sollte sich vorab näher mit dem Thema beschäftigen. In der Tat verlangt diese sortenreiche Pflanzengattung genauere Betrachtung, man muß ihre Entwicklungsstadien und Pflegeerfordernisse kennen. Nachstehende Informationen können einem dabei sehr hilfreich sein.

Heidepflanzen im Garten

Heidekräuter (Erica) werden in der Regel für die Gestaltung von Gartenanlagen verwendet. Arten der Gattung findet man fast überall in Europa, Sibirien, Südafrika und im Mittelmeerraum. Die Gattung der Heidekrautgewächse (Ericaceae) ist extrem artenreich, die kleinsten Vertreter ihrer Familie erreichen gerade einmal 20 cm, die größten bis zu 6 Meter. Auch die Blütenfarben sind je nach Art unterschiedlich, zumeist aber weiß, rosa, purpur und violett. Heidekräuter an sich sind überaus einfach zu kultivieren und alles andere als anspruchsvoll. Am ehesten gefallen sie sich nämlich auf sauren, kalkfreien und sandigen, kurzum – mineralstoffarmen Böden. Heidekräuter wachsen teils derart langsam, daß nicht wenige Blumenliebhaber sie am besten im Topf halten.

Heidekräuter für den Garten im Überblick

Ein weiterer Vertreter des Tribus der Ericaceae neben dem Heidekraut Erica ist die Gattung Calluna, volkstümlich Besenheiden genannt. Zusammen bilden sie rund 800 Arten, die sich durch die Vielfalt ihrer Farben, ihrer Blütenstände, ihrer Blätter, ihrer Wuchshöhe und ihrer Blüteperiode unterscheiden. Die Gattung “Erica” ist eine der beliebtesten Heidepflanzen im Garten. Die Gattung zählt diverse Arten, von der gut ein Dutzend weithin bekannt sind. Die Baumheide (‘Erica arborea) ist eine baumartig wachsende Pflanzenart, die bis zu 6 Meter hoch wachsen kann. Die Schneeheide oder Winterheide (Erica carnea) ist eine besonders anspruchslose Art, die auf fast jedem Boden wächst, kalkarm ebenso wie kalkreich. Die kältebeständige Pflanze blüht im Winter, von Dezember bis Mai, trägt dann rote und rosa Blütenstände. Die Graue Heide (Erica cinerea) gefällt sich am besten auf saurem Erdreich. Ihren glockenförmigen Blütenständen verdankt sie ihren zweiten Namen, Graue Glockenheide. An ihrer Blüte kann man sich von Juni bis Oktober erfreuen. Wenn man von Calluna spricht, denkt man zumeist und in erster Linie an die Besenheide (Calluna vulgaris), die auch Sommerheide genannt wird, und an die Irische Heide (Daboecia). Die Blütezeit der Sommerheide erstreckt sich von den Monaten Juni bis November. Es handelt sich um eine sehr anpassungsfähige Pflanze, die ohne weiteres mit mageren Böden zurechtkommt, resistent gegen Krankheiten und Temperaturveränderungen ist. Die Sommer- oder Besenheide wächst bis zu 50 cm hoch. Ihre füllige Blütenpracht und Anpassungsfähigkeit an jedes Gelände, wie schroffe Abhänge und felsigen Untergrund, machen sie zu einer der beliebtesten Gartenpflanzen.

Wie werden Heidekräuter richtig gepflanzt?

Heidekräuter werden nicht durch Stecklinge vermehrt, sondern durch Teilung der Mutterpflanze. Sie gedeihen im Topf ebenso wie im Freiland. Ihre Ansprüche an den Boden sind gering, dieser muß nicht nährstoffreich sein, ganz im Gegenteil – je magerer der Untergrund, desto schöner und harmonischer wächst die Heidepflanze. In der Tat ziehen die meisten Heidepflanzen sauren, kalkfreien Boden vor, der also Wasser nicht permanent zurückhält. Heidepflanzen werden idealerweise im Herbst oder Frühjahr gepflanzt, dabei ist darauf zu achten, daß der Wurzelballen nicht zu tief in die Erde gesetzt wird. Zuvor wird am besten ein wenig Torf in das Pflanzloch gegeben. Bei zu großer Ballentrockenheit sollte man die Pflanze sich vor der Pflanzung zuerst gründlich mit Wasser vollsaugen lassen. Die Erde um die frisch gesetzte Pflanze gut andrücken, dann angießen.

Heidekräuter pflanzen und pflegen

Um zu verhindern, daß die Heidekräuter zu hoch wachsen, werden sie sie bereits im frühen Alter verschnitten. Der ideale Zeitpunkt für den Rückschnitt ist alljährlich unmittelbar nach der Blüte. Ihre Harmonie und ihren Glanz behalten sie, wenn dabei alles Vertrocknete und alle herabhängenden Pflanzenteile entfernt werden. Sinn und Zweck des Verschnitts ist eine kompakte Wuchsform zu erhalten. Das verwendete Schneidewerkzeug, Gartenscheren und Zweihandscheren, muß dem Anwendungsbereich entsprechen und sauber und scharf sein. Zu alte Pflanzen werden geteilt und dienen der Vermehrung, um neue Heidepflanzen zu erhalten. Größere Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Parasiten erhalten Heidepflanzen, wenn sie mit Dünger oder anderen entsprechenden Substanzen versorgt werden bzw. wenn der Boden mit Nährstoffen versorgt wird. Eine solche Düngung sollte grundsätzlich nur im Frühjahr erfolgen, auf keinen Fall aber nach dem Johannistag, damit das Überleben der Pflanzen nicht gefährdet ist. Sie brauchen eine gewisse Regenerationszeit, um auch im nächsten Jahr noch ausreichend kräftige Triebe entwickeln zu können. Nicht alle Heidepflanzen sind winterhart. Manche Sorten benötigen einen Winterschutz, eine schützende Isolierschicht, wie z.B. klein geschnittene Nadelbaumzweige. Diese sind aber unbedingt wieder zu entfernen, sobald der Winter vorüber ist.

Prächtige Heidepflanzen

Heidepflanzen im Garten sehen im blühenden Zustand einfach großartig aus und bilden, flächig gepflanzt, einen herrlichen und überaus robusten Pflanzenteppich. Durch Kombination verschiedener Heidearten zu einem bunten Blütenmeer in rosa, rot und weiß erhält man das ganze Jahr über anhaltende Farbenpracht. Die dicken, nadelartig wachsenden Blattspreiten der Erica und die schuppenförmigen Blätter der Calluna lassen die Heidelandschaft einzigartig aussehen und tauchen sie in eine ganz besondere Stimmung. Heidepflanzen sind vielseitige Dekoration und eignen sich ganz hervorragend als Bodendecker. Im Garten sind Erica und Calluna prachtvolle Begleitstauden in Beeten und Steingärten.

Ähnliche Beiträge:

  1. Hortensie (Hydrangea)
  2. Sichtschutz mit der Ölweide
  3. Astern (Aster)
  4. Waldrebe (Clematis)
  5. Orangenblume (Choisya ternata)

Veröffentlicht in Spezial von Emily am 17 Aug 2011

Einen Kommentar schreiben :

Name *:

Text *:

* : Pflichtfeld