Heckenpflanzen, Gartenhecken, Sichtschutzhecken

Hecken sind äußerst nützliche Gehölze. Eine Hecke ist Lärmschutz und Sichtschutz, sie schützt den Garten vor Eindringlingen wie vor Wind, ist zierendes Element von Blumenbeeten, verschönert Innenhöfe und schafft Gemütlichkeit durch Abgrenzung von Lebensräumen. Hecken kann man frei wachsen lassen oder regelmäßig schneiden, ganz wie man möchte. Allerdings ist es überaus wichtig, die gewünschte Heckenart sorgfältig zu wählen.

Am schwierigsten in der Heckenkultur ist in der Tat die Wahl des Baums. Es gibt verschiedene Heckentypen, hinsichtlich Anpflanzung und Pflege sind sie aber fast alle gleich.

Heckenarten

In der Regel wird zwischen 6 Heckenarten unterschieden. In der klassischen Hecke finden sich Eibe, Buchsbaum, Hainbuche, Stechpalme, Buche, Lorbeer, Photinia, Liguster und Ölweide. Zur Koniferenhecke gehören Zedern, Leyland-Zypressen und Lawson-Zypressen. Abelie, Blut-Johannisbeere, Escallonia, Ranunkelstrauch, Rhododendron, Echte Myrte, Orangenblume gehören in die blühende Hecke. Windschutz bieten Hecken, wenn sie mit Pappeln, Silberweide, Ölweide, Tamariske oder Buche realisiert werden. Undurchdringlich wird die Hecke mit Berberitze, Poncirus, Feuerdorn, Sanddorn und Brombeere. Schließlich gibt es noch niedrig geschnittene Hecken, zu denen Lavendel, Zwergbambus und die Art Heckenmyrte Lonicera nitida gehören. Die Haltung der Hecke richtet sich nach der Pflanze. Es gibt die geschnittene Hecke, die bis 1,50 Meter hoch wird. Sie ist relativ schmal, bildet eine Art Pflanzenwand und erfordert regelmäßigen Schnitt. Die natürliche Windschutzhecke wird lediglich in der Breite geschnitten. Die freiwachsende Hecke wird nicht zurückgeschnitten. Sie bleibt in ihrer natürlichen Form und kann sich frei ausdehnen.

Wie werden Hecken gepflanzt?

Hecken werden zwischen Mitte Oktober und Ende März gesetzt, sofern es sich um Heckensorten mit sommergrünem Laub handelt. Alle anderen Heckenpflanzen können jederzeit gepflanzt werden, möglichst jedoch vor Einzug der kalten Wintertage. Und so geht’s: Es wird ein 50 cm tiefer Graben gezogen. In diesen kommen organischer und Grunddünger. Den Boden um die Pflanzenstöcke festtreten, danach großzügig wässern. Läng der Pflanzlinie Rinnen ziehen.

Der Pflanzabstand variiert je nach Heckenart: Für die klassische, blühende und freie Hecke werden die Pflanzen im Abstand von 60 bis 80 cm zueinander gesetzt. Koniferen stehen im Abstand von 80 cm zueinander. Für Windschutzhecken ist ein Abstand von 2,50 Meter vorzusehen, sofern es sich um hohe Bäume handelt, und von 80 cm, wenn es sich eher um Sträucher handelt. Bei niedrigen Hecken beträgt der Abstand 50 bis 80 cm. Buchsbaum steht 15 cm auseinander, alle anderen Sträucher 30 cm. Ist die Hecke weniger als 2 m hoch, wird ein Abstand von 50 cm zum Nachbargrundstück eingehalten. Hecken, die über 2 m hoch sind, stehen 2 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt.

Heckenpflege

Hecken sollte man im ersten Jahr nach der Anpflanzung 2-3-mal pro Woche wässern. Über 1 Meter hohe junge Hecken können an beiden Enden mit Draht gehalten werden, damit sich nicht im Wind hin und her schwingen. Im ersten Jahr der Anpflanzung ist Unkraut um die Pflanzenstöcke sorgfältig zu entfernen. Ferner werden die Pflanzen gemulcht. Der erste Pflanzenschnitt ist bereits zum Zeitpunkt der Anpflanzung fällig, um die Hecke zu verdichten und zu stärken. Wann geschnitten wird, hängt ganz von der Pflanze ab. Klassische und undurchdringliche Hecken werden zwischen April und Mai oder zwischen September und Oktober geschnitten, Nadelbäume zwischen März und Ende August oder Anfang September. Blühende Hecken und Windschutzhecken sind im September und Oktober an der Reihe, niedrig wachsende Hecken im Mai und September, freie Hecken schließlich zwischen September und Oktober. Hecken sind übrigens gegen mögliche Parasiten zu schützen. Die Behandlung kann präventiv erfolgen oder bei Befall.

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Veröffentlicht in Bäume und Sträucher von Emily am 14 Jul 2011

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