Der Haselnußbaum - Pflanzung und Pflege

Die Gemeine Hasel (Corylus avellana) oder kurz Hasel ist ein kleiner Baum oder Strauch aus der botanischen Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Dieses Gehölz produziert einmal pro Jahr schmackhafte Schalenfrüchte, die Fruchtkerne sind dabei von einer verholzten Fruchtwand umschlossen. Im Garten zeichnet sich die Hasel durch eleganten Wuchs und besondere Attraktivität aus. Die den ganzen Winter hindurch bis in den zeitigen Frühling hinein andauernde Blüte bietet ein prachtvolles Dekor. In der Regel wird die Hasel für ihre schmackhaften, hellbraunen Früchte kultiviert.

Der kurzstämmige Haselnußbaum ist leicht gepflanzt und gepflegt. Er ist anspruchslos und paßt sich ideal in schattige Gartenanlagen ein. Die Hasel ist ein in Kleinasien und Europa beheimateter, sommergrüner Strauch. Die kleinsten Arten zeigen im adulten Stadium eine Höhe von ungefähr fünf Metern.

Welche Haselnußarten gibt es?

In Europa ist vor allem die Gemeine Hasel “Corylus Avellanna” bekannt. Einzelne Arten besitzen übrigens äußerst interessante Eigenschaften, was ihren Anbau anbelangt. Bevor man einen Baum oder Strauch setzt, sollte man sich folglich erkundigen, mit welchem Ertrag man rechnen kann. Wem eher an der Qualität der Früchte als einem schönen Aussehen liegt, sollte nicht zögern und sich für eine der Arten ”Corylus Avellanna Nottingham”, “Corylus Avellanna Kentish Cob” oder “Corylus maxima Purpurea” entscheiden. Alle drei sind für den ausgeprägten Geschmack ihrer Nüsse bekannt. Um bereits in den ersten Jahren des Baums üppige Fruchtbildung zu erzielen, sollte man zwei verschiedene, aber gleichzeitig blühende Sorten pflanzen. So können sich die Bäume gegenseitig bestäuben. Will man die Haselnuß dagegen vor allem für ihr Aussehen pflanzen, sollte man sich besser für seltenere und originellere Sorten entscheiden, darunter “Avellanna Corylus contorta”, “Corylus Avellanna Aurea” und “Pendula Corylus Avellanna”. Soll der Baum wegen seines dominanten Aussehens einen bestimmten Winkel des Gartens ausfüllen, kann man “Corylus chinensis” oder “Corylus colurna” empfehlen. Beide zeichnen sich durch beeindruckende Größe und majestätischen Wuchs aus.

Wie wird die Hasel gepflanzt?

Damit die Wurzeln richtig anwachsen, wird der Baum ab Herbst in die Erde gesetzt. Bei Frost wird selbstverständlich nicht gepflanzt. Die Gemeine Hasel stellt kaum Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Sie wächst auf fast jedem Boden, Hauptsache er ist nicht zu schwer und zu feucht. Bei der definitiven Standortwahl sollte man sich also stets danach richten, wo das Erdreich locker und gut wasserdurchlässig ist. Leicht schattige Standorte gelingen dem Haselnußbaum oder -strauch in der Regel am besten. Vor dem Einsetzen der Pflanze werden die Wurzeln zuerst einige Minuten in Flüssigdünger oder Halbflüssigdünger getaucht. Dies hilft ihnen sich schneller an die neue Umgebung anzupassen sich besser zu entwickeln. Die Hasel in ein hinreichend tiefes Loch legen, mit Erde auffüllen, gut andrücken und großzügig gießen.

Wie wird die Hasel gepflegt?

In den ersten Jahren seines Daseins will der Strauch oder Baum regelmäßig und großzügig gewässert werden. Sobald das adulte Stadium erreicht ist, wird die Wasserversorgung gesenkt. Vor allem in der Wachstumsphase ist es wichtig, bei besonders großer Sommerhitze großzügiger zu wässern. In dieser Phase sind ferner organische Düngergaben sinnvoll, damit der noch junge Baum bereits ab den ersten sonnigen Tagen richtig versorgt ist. Nach der Blüte werden schwächere und beschädigte Zweige entfernt, damit der wachsende Baum gedeihen und möglichst viele Früchte produzieren kann. Die Hasel ist bekannt für ihre einfache Haltung und hohe Widerstandskraft gegen Angriffe von Pilzen wie Schadinsekten. Dennoch kann auch sie Opfer von Insektenbefall werden. Will man den Baum bei bester Gesundheit halten,  muß man sich des Problems umgehend annehmen und handeln.

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Veröffentlicht in Hecken von Emily am 10 Jun 2011

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