Wie werden grüne Bohnen richtig angebaut?

Die Gartenbohne, auch Grüne Bohne oder Fisole genannt, ist eine kalorienarme, dafür aber vitamin- und mineralstoffreiche Gemüsepflanze. Der Anbau ist denkbar einfach, Stangenbohnen sind ideale Anfängerpflanzen. Es braucht nicht viel mehr als ein windgeschütztes Plätzchen im Garten oder sogar auf dem Balkon und Bodentemperaturen ab etwa 10° C. Damit Bohnenpflanzen wachsen und gedeihen können, muß vor der Pflanzung der Boden ordentlich mit dem Spaten umgegraben werden, seine Struktur muß so locker wie möglich sein. Im Herbst oder Winter vor der Kultur wird der Boden mit Kompost verbessert.

Gartenbohnen, eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae), stammen ursprünglich aus den südamerikanischen Anden, wo sie bereits vor 8.000 Jahren angebaut wurden. Grüne Bohnen sind leicht verdaulich und reich an Mineralstoffen, darunter Calcium und Magnesium. Als Gemüse und Salat begleiten sie diverse Speisen und werden roh ebenso wie gegart verarbeitet. Die Grünen Bohnen sind eine Variante der klassischen Gartenbohne. Gartenbohnen kann man nach ihrer Farbe unterscheiden: Neben den Grünen Bohnen gibt es noch die Gelben Butterbohnen. Daneben gibt es tausende verschiedene Sorten: Feuerbohnen, Filetbohnen, Wachsbohnen, Prinzeßbohnen, Flageoletbohnen, Kidneybohnen, Wachtelbohnen… Grüne Bohnen senken den Blutzuckerspiegel, sind somit auch für Diabetiker geeignet. Sie sind blutdrucksenkend, harntreibend und juckreizlindernd.

Gartenbohnen im Pflanzkalender

Gesät wird, sobald die Erde hinreichend von der Sonne aufgewärmt ist, also ab etwa Mitte April bis Ende Juli. Die Samenkörner werden in 3 bis 4 cm tiefe Rillen in Abständen von 10 bis 15 cm zueinander gelegt und mit Erde abgedeckt. Die Erde leicht andrücken. Bis zum Saataufgang wird der Boden gleichmäßig feucht gehalten. Sobald die Pflänzchen ungefähr 20 cm hoch sind, werden sie gehäufelt. Dabei wird etwas Erde zu den Pflanzen herangezogen, um kleine Dämme zu bilden. Damit man sicher ist, schön zarte und weiche Bohnen zu erhalten, werden sie geerntet, wenn sie noch im Wachstum stehen. Bohnen, die zu lange an der Pflanze verbleiben und ihre maximale Größe erreichen, sind in der Regel faserig.

Richtige Pflanzenpflege für reiche Ernten

Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehört die Wasserversorgung der Bohnenpflanzen. Sie steht 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat an. Dabei wird die Kultur zuerst mit einem feinen Sprühstrahl befeuchtet, gefolgt von Wassergaben am Fuße der Pflanzen. Dies ist wichtig, um seine Bohnen vor dem Ausbruch von Krankheiten zu schützen. Einige Sorten benötigen Pflanzstützen und eine Mulchdecke, welche die Feuchtigkeit im Boden zurückhält und somit die Verdunstung in Grenzen hält. Gemulcht werden muß auch für den Fall eines unvorhersehbaren Abfalls der Temperaturen.

Nützliche Tips, die zu reicher Bohnenernte verhelfen

Das Vorquellen der Bohnensamen in kaltem, noch besser lauwarmem Wasser zehn Stunden vor der Aussaat weicht die Samenhülle an und läßt das Korn so schneller keimen. Einen Reihenabstand von ungefähr 50 cm einhalten. Dies mindert den Konkurrenzdruck zwischen den einzelnen Pflanzen und hilft dem Gärtner, sich beim Gießen zwischen den Reihen bewegen zu können. Den Saatplan einhalten. Übermäßige Nässe oder Kälte können für die Keimung der Saat fatal sein. Wiederholte Aussaat in der Saatsaison bedeutet Mehrfachernten bis in den Herbst hinein. Beim Ziehen der Pflanzrillen mit der Kreuzhacke die Erde zur Seite schieben und danach mit ihr die Samenkörner abdecken. Schöne, gerade Reihen erhält man, wenn man ein Seil spannt, das hüben und drüben der Pflanzfläche durch Holzstöcke gehalten wird. Anfänger werden sich mit dem Anbau von Buschbohnen am leichtesten tun. Sie müssen nämlich anders als Stangenbohnen nicht hochgebunden werden. Grüne Bohnen sind erntefähig, wenn sie sich zwischen den Fingern leicht zerbrechen lassen. Um die Bohnen bei der Ernte nicht zu beschädigen, mit einer den Stiel halten und mit der anderen die Bohne von der Pflanze abziehen. Bohnen sind anfällig für Befall mit roten Spinnen, Läusen und Schnecken. Gegen Schnecken hilft eine Mulchdecke aus Stroh, man kann aber auch Kaffeesatz um die Pflanzen streuen. Gute Nachbarn auf der Pflanzfläche für Grüne Bohnen sind Mais und Kürbis. Mais, der besonders hoch wächst, dient den Bohnen als Pflanzenstütze. Für Kürbisse sind die Bohnenpflanzen Schattenspender.

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Veröffentlicht in Grüngemüse von Emily am 02 Jun 2012

1 Kommentar

Kommentar : Canaris Joachim (Gast)

Hallo Unbekannte/r, ich habe da eine kuriose Frage! Meine Mutter ist 80 Jahre alt und liebt ihren Garten über alles. Beim Heranziehen von Buschbohnen und bei der späteren Ernte behauptet sie mit aller Entschiedenheit und ohne Unterlass das die Ernte, also da Abtrennen der Bohnen vom Stiel nicht in praller Sonne, bzw. bei starker Sonneneinwirkung geschehen soll. Sie meint, das das die Qualität und sogar den Geschmack beeinträchtigen könnte. Ist das ein Gartenwitz, oder ist da was wahres drann? Für eine Antwort meinen Dank

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