Bodenauflockerung für besseres Pflanzenwachstum

Hacken oder Jäten sind Aktivitäten, bei denen die obere Erdschicht des Gartenbodens aufgebrochen wird. So wird der Boden besser belüftet und Wasser gelangt besser zu den Wurzeln. Daneben wird durch diese Maßnahme Unkrautwuchs bekämpft. Aus dieser simplen und effizienten Aktivität ergeben sich für alle Kulturpflanzen zahlreiche Vorteile.

Ob ein Garten blüht, hängt von diversen Faktoren im Zusammenhang mit der geleisteten Pflege ab. Die Bodenbearbeitung ist eine der wichtigsten Arbeiten im Garten. Sie muß regelmäßig ausgeübt werden, um eine bessere Belüftung des Bodens zu erwirken, Unkraut zu entfernen, welches das gesunde Wachstum der Kulturpflanzen beeinflussen könnte, und Regen- wie Gießwasser zu ermöglichen, leichter in den Boden einzudringen. Es ist aber nicht immer klar, was Hacken des Bodens eigentlich bedeutet.

Den Boden hacken – was bedeutet das?

Hacken oder Jäten ist eine manuelle Tätigkeit, bei der durch ablaufendes Gießwasser und Regenwasser im Lauf der Zeit hart gewordenes Erdreich oberflächlich aufgekratzt wird. Durch eine Hin-und-Her-Bewegung wird der Boden zwei bis drei Zentimeter tief aufgebrochen, damit er bröckelt. Es ist wichtig, daß diese Arbeit flachgründig erfolgt, wenn sie gelungen sein und keine Schäden an den Wurzeln von Kulturpflanzen verursachen soll. Wächst Unkraut mit tieferliegenden Wurzeln, arbeitet man besser mit anderem Werkzeug, z. B. einem Unkrautstecher, um die unerwünschten Pflanzen leichter ausreißen zu können. Da das Hacken unter anderem bezweckt, Wasser besser zu den Pflanzenwurzeln vordringen zu lassen, sollte die frisch zerkrümelte Erde nicht betreten werden, um sie nicht erneut zu kompaktieren. Dadurch nämlich würde die Erde zu schnell antrocknen. Auch deswegen sollte man den Boden am besten rückwärtsgehend bearbeiten. Zum Hacken des Nutzgartens benutzt man Gartengerät, dessen Breite dem Weg oder der Rabatte angepaßt ist. Eine kleine Gartenhacke mit drei Zähnen ist perfekt für diese Arbeit.

Die Vorteile des Hackens

Ein regelmäßig gehackter Boden tut allen Kulturpflanzen gut, ob sie auf dem Balkon oder der Terrasse, im Garten oder im Gewächshaus gezogen werden. Das Hacken hat unverzichtbare Vorteile. Allein der Gedanke an einen gelungenen Garten sollte den Anwender motivieren und zur Tat schreiten lassen. In einem einzigen Arbeitsgang verschafft man seinen Pflanzen die Möglichkeit, größtmöglichen Nutzen aus dem zur Verfügung stehenden Wasser zu ziehen, das in dem bearbeiteten Boden nämlich leichter zu ihren Wurzeln vordringen kann. Außerdem sieht sich der Boden besser belüftet, es wird weniger Feuchtigkeit nach oben befördert. Durch das Hacken oder Jäten von Land werden die Larven von Parasiten zerstört, unerwünschte Pflanzen entfernt bzw. deren Nachwachsen in Grenzen gehalten. Damit der Boden die Feuchtigkeit besser halten kann und unerwünschtes Unkraut nicht zu schnell nachwächst, sollte man gehackten Boden mulchen. Kurzum: Wer seinen Gartenboden hackt, gibt seinen Pflanzen neue Energie.

Gartenboden hacken – wann?

Klar ist, daß ein gehackter Boden unerläßlich ist für tadelloses Pflanzenwachstum. Damit das Unterfangen gelingt, müssen einige Grundregeln eingehalten werden. Es wird vermieden, in praller Sonne zu arbeiten. Der Boden würde zu schnell austrocknen, Sinn und Zwecks der Bodenbearbeitung wären hinüber. Am besten läßt sich der Boden bearbeiten, wenn er feucht ist. Der ideale Zeitpunkt zum Jäten ist ein lauer Sommer- oder Frühlingstag 24 oder 48 Stunden nach einem Regenguß. Das Erdreich sollte dann noch nicht ausgetrocknet sein. Hacken wird noch effizienter und bringt echte Wasserersparnis, wenn es zwei- oder dreimal die Woche erledigt wird. Denn wie sagt man so schön: “Einmal hacken ist besser als zweimal gießen”.

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Veröffentlicht in Gartenarbeit von Emily am 08 Jun 2012

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