Überlegungen bei der Anschaffung von Gartengerät

Wenn ein Garten gut gepflegt, schön, harmonisch und erholsam ist… dann kommt das ganze Verdienst dem Gärtner zu, seinen Mühen sowie sorgfältig gewähltem Werkzeug und Material. Er hat den Boden vorbereitet, umgegraben, gesät und seine Pflanzen gepflegt. Werkzeug und Gerätschaften kauft er nach den Kriterien Benutzerkomfort und Vielseitigkeit, um sich die Arbeit einfacher zu machen.

Spaten, Rechen, Scheren, Zerstäuber… dieses und anderes Werkzeug muß jeder Gärtner zu seiner Verfügung haben. Um möglichst effizient arbeiten zu können, müssen die Gerätschaften dem Gärtner in erster Linie gefallen, in zweiter Linie müssen sie ihm ermöglichen, seine Arbeit rasch und richtig ausführen zu können.

Vor der Wahl von Gartenwerkzeug festlegen, was getan werden soll

Grob gesagt besteht die Arbeit eines Gärtners darin, Boden und Pflanzen vorzubereiten und deren Pflege durchzuführen. Deswegen muß er graben, säen, auspflanzen, umsetzen, schneiden (mähen, schneiden, auslichten…), gießen und jäten. Sein Arbeitswerkzeug muß sich um all diese Aktivitäten drehen und wird individuell ausgesucht , denn es gibt für jede Tätigkeit spezielles Werkzeug: die  runde Schaufel zum Graben, die eckige Schaufel zum Schaufeln… Schließlich braucht der Gärtner vielleicht spezielles Werkzeug für ganz bestimmte Arbeiten: eine Astschere, Säge oder Motorsäge zum Schneiden von Ästen, eine Hippe für bestimmte Schneidearbeiten, die mit einer Schere oder der Heckenschere abgeschlossen werden.

In der Hauptsache muß Werkzeug erlauben, die vom Gärtner geleistete Arbeitsmenge zu steigern und ihre Qualität zu verbessern. Nehmen wir zum Beispiel den Rasen: je nach seiner Größe und seiner Beschaffenheit, seiner Qualität, hat der Gärtner die Wahl zwischen herkömmlichen Rasenscheren, Rasenmähern, solche mit einfachem Messer oder mit Spiralmesser. Er kann wählen zwischen Handrasenmäher, elektrischem Rasenmäher, solche mit oder ohne Thermo-Schutzschalter, Aufsitzmähern, Vertikutierern…. Das Gerät muß dem Gärtner Zeit- und Geldkontrolle ermöglichen: ein Motorrasenmäher zum Beispiel kann die Mäharbeit beschleunigen und da der Rasenschnitt feiner ist, kann man diesen zur Kompostherstellung verwenden, was dann auch die Ausgaben für Düngemittel senkt.

Vor der definitiven Wahl des Werkzeugtyps muß man auch seine praktische und ergonomische Seite in Betracht ziehen: Man darf nicht vergessen, daß das Werkzeug die Arbeit des Gärtners vereinfachen und seine Qualität verbessern muß. Das Werkzeug muß dem Gärtner gefallen, es muß optimalen Benutzerkomfort bieten, um körperlicher Ermüdung vorzubeugen. Es muß ergonomisch sein und die Sicherheitsnormen einhalten (Klingenwerkzeug, aber auch mechanisches Werkzeug); es muß den Arbeiten des Gärtners außerdem mehr Wirksamkeit und Effizienz bringen. Seine Robustheit und Zuverlässigkeit, Polyvalenz und Anwendbarkeit, ein gut durchdachtes Gewicht sowie einfache Wartung und Pflege sind alles Punkte, die dem Werkzeug größere bessere Rentabilität bringen.

Das Angebot prüfen

Die nächste Etappe besteht im Kauf des Werkzeugs. Es gibt eine breite Palette Gartenwerkzeuge, vom einfachsten bis zum technologisch besonders ausgeklügelten. Der Gärtner verfügt über mehrere Möglichkeiten, um seinen Kauf zu tätigen: im Geschäft, von privat, per Katalog oder über das Internet. Vor dem Kauf von Gartenwerkzeug verschafft man sich am besten eine konkrete Vorstellung des Produktes: das Werkzeug muß den speziellen Bedürfnissen des Gärtners genügen. Versandgeschäfte und das Internet sind somit keine echte Option, denn selbst wenn die Produkte auf Datenblättern vorgestellt werden, kann man sie nicht wirklich beurteilen – es sei denn, der Gärtner ersetzt sein altes Werkzeug durch das exakt gleiche Modell.

Gartenwerkzeuge sind zu Produkten des täglichen Bedarfs geworden, man findet sie fast überall. Ideal ist es, sein Werkzeug direkt beim Vertriebshändler einer Marke zu beziehen. Das ist zwar gewiß teurer als im üblichen Handel, aber im Gegenzug ist man sicher hochwertige Produkte, Garantieleistungen und echten Kundendienst zu erhalten. Der Fachhandel bietet die gleichen Vorteile wie der Vertriebshändler, allerdings beschränkt er sich nicht auf eine Marke, die Auswahl ist größer. Das Verkaufspersonal kennt die angebotenen Produkte und steht einem mit fachmännischem Rat zur Seite. In Heimwerkermärkten werden Geräte gezielt angeboten, sie richten sich an eine professionelle oder halbprofessionelle Kundschaft: Produktqualität, aber weniger Kundenbetreuung als bei den zwei vorhergehenden Lösungen sind hier die Stichworte. Supermärkte schließlich bieten häufig Einsteigermodelle besonders preisgünstig an, sie sind aber zumeist von geringerer Qualität und quasi ohne Kundenbetreuung.

Vor dem endgültigen Kauf muß man ebenfalls die physische Qualität des Werkzeuges prüfen, das heißt die verwendeten Rohstoffe (geschmiedeter oder gehärteter Stahl sowie Harthölzer, z. B.  Esche, sind immer richtig), die Arbeitsweise des Gerätes (um nichts falsch zu machen, wählt man Systeme, die sich bewährt haben, und bleibt objektiv gegenüber Verkäuferwerbung), Verbindungen und Gelenke (sie gehen als erste Elemente kaputt), Verschleißteile (Klinge, Federn). Auch die produkteigenen Risiken sind zu beurteilen und eventuelle Ersparnisse (Stichwort Energie). Man sollte Geräten den Vorzug geben, denen Ersatzteile beilegen, und sie dort kaufen, wo Garantie- und Kundendienstleistungen stimmen. Was schließlich den Preis anbelangt, sollte man vor dem Kauf verschiedene Anbieter aufsuchen und die Angebote vergleichen.

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Veröffentlicht in Gartentechnik von Emily am 20 Sep 2012

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