Gartenküche

Ob in einem Eckchen des Gartens oder auf dem Balkon, der eigene Gemüsegarten ist immer von Nutzen. Und was gibt es Angenehmeres, als selbst gezogenes Obst und Gemüse zu essen? Es macht Spaß selbst Gemüse anzubauen und es ist ein Erfolgserlebnis, wenn es reif ist und einfach total gut schmeckt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Obst und Gemüse bleiben frisch, sind nährstoffreich und gesund (Vitamine, Spurenelemente…). Aber ab der Ernte läuft die Zeit: Vitamine gehen verloren. Damit die Nährstoffe bestmöglich erhalten bleiben, muß man wissen, wie man seine Produkte richtig aufbewahrt und verarbeitet.

Obst, Gemüse, Gewürzpflanzen: die Vorteile für den Hobbygärtner sind mannigfaltig. Von einem Stück Land hinter dem eigenen Haus profitieren, Spaß haben, in Bewegung bleiben und fast das ganze Jahr über sein eigenes Obst und Gemüse verzehren. Obst und Gemüse selber anbauen ist viel billiger als es im Supermarkt einzukaufen und Bewegung an der frischen Luft tut dem Organismus gut.

Frisches Obst und Gemüse sind vitaminreich

Um in den vollen Genuß der gesunden Wirkung zu gelangen, muß Obst und Gemüse frisch verzehrt werden. Ab der Ernte und Zubereitung gehen Mineralien und Vitamine verloren. Durch Einkochen wird der Verlust noch größer, bis zu 50 % des ursprünglichen Gehalts. So büßt Konservengemüse einen Großteil seiner Nährstoffe ein. Obst und Gemüse liefern Vitamine, Mineral- und Faserstoffe, verlieren sie aber auch durch falsche Aufbewahrung.

Lagerung von Obst und Gemüse

Wie bereits angesprochen, geht ein Großteil der in Obst und Gemüse vorhandenen Vitamine durch falsche Verarbeitung und Lagerung verloren. Um in den vollen Genuß aller Nährstoffe zu kommen, müßte Obst und Gemüse erntefrisch, also am Tag der Ernte, verzehrt werden. Der Vorteil des eigenen Gemüsegartens liegt also auf der Hand: täglich frisches Gemüse auf dem Speiseteller. Wer das Ernteprodukt nicht am Tag der Ernte verzehren kann, muß daran denken, es kühl zu lagern. Vitamine reagieren empfindlich auf Wärme, Luft und Licht und zersetzen sich in Wasser. Man sollte Obst und Gemüse also auf keinen Fall offen lagern, sondern dunkel und frisch, wie etwa im Gemüsefach des Kühlschranks.

Gemüse im Kühlschrank und in der Tiefkühltruhe aufbewahren

Gemüse, das in der Tiefkühltruhe oder im Kühlschrank gelagert werden soll, ist vorab kurz zu waschen. Nicht im Wasser liegenlassen, sonst gehen Vitamine verloren! Nicht in fest verschließbaren Beutel im Kühlschrank aufbewahren. Für Gemüse gibt es spezielle Frischhaltebeutel, die perforiert sind, und die Lagerdauer im Gemüsefach verlängern. Zwiebeln und Kartoffeln gehören nicht in den Kühlschrank. Bei Temperaturen unter 6° kann Gemüse mehrere Tage bis 8 Wochen aufbewahrt werden. Nach nur 3 bis 4 Tagen sind aber die meisten Vitamine bereits verloren. Längere Aufbewahrung ist im Gefrierfach möglich. Gemüse, das bei -18° eingefroren ist, hält sich in speziellen Tiefkühlbeuteln bis zu 1 Jahr, wenn es zuvor höchstens 10 Minuten unter Dampf gegart wurde. Den Gefrierprozeß am besten vertragen grüne Bohnen, Mangold, Rosenkohl und Grünkohl.

Obst und Gemüse essen und von den Vitaminen profitieren

Die Empfehlung, 5-mal am Tag Obst und Gemüse zu essen, beruht auf der Erkenntnis, daß der hohe Vitamingehalt das Beste ist, was man für seine Gesundheit tun kann. Obst und Gemüse zu essen, das seine Nährstoffe bereits verloren hat, ist folglich also relativ uninteressant. Wer Obst und Gemüse garen möchte, sollte dies mit Dampf tun, um die Vitamine so weit wie möglich zu erhalten. Im übrigen Gemüse nur kurz und nur im geschlossenen Topf aufkochen lassen. Da das Gemüsewasser die Vitamine aufnimmt, eignet es sich hervorragend für Suppen und Brühen.

Tips zum Verzehr von Obst und Gemüse

Kommen wir noch einmal auf den Rat zurück, 5-mal täglich Obst und Gemüse zu essen. Wußten Sie, daß es sich dabei nicht um fünf Stück Obst oder Gemüse handelt, sondern um 5 Portionen? Daß nicht 5 Portionen Obst plus 5 Portionen Gemüse gemeint sind, sondern 5 Portionen insgesamt? Eine Portion entspricht ungefähr einer Handvoll z.B. Erdbeeren oder grüner Bohnen, aber auch einer Banane. Wissenswert ist schließlich, daß eine Portion Frischobst oder -gemüse durch ein Glas Saft pur (Orange, Tomate…) ersetzt werden kann.

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Veröffentlicht in Gartenküche von Emily am 11 Jul 2011

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