Pflanzen im Einklang mit dem regionalen Klima anbauen

Pflanzen wachsen in Abhängigkeit ihres Standortes unter dem Einfluß von Licht, Sonne, Wasser.  Neben den üblichen Voraussetzungen für gesundes Pflanzenwachstum stellen alle Pflanzen eigene Ansprüche an das Klima, die einen mehr, die anderen weniger. Es gibt verschiedene Klimatypen. Zum Leid von Hobbygärtnern sind die eigenen Lieblingspflanzen nicht unbedingt den lokalen Klimaverhältnissen angepaßt. Deshalb ist es für jeden Gärtner wichtig zu wissen, welche Pflanze am besten zu welchem regionalen Klima paßt.

Die Klimaverhältnisse gehören zu Erfolgsfaktoren beim Anbau von Pflanzen. Selbst die widerstandsfähigsten Pflanzen können in extrem kalten oder heißen Klimazonen nur schwer überleben. Auch vertragen manche Pflanzen Trockenheit nicht gleichermaßen gut wie ständige Feuchtigkeit. Im Winter leiden viele Pflanzen. Sie werden deswegen dann in ein Winterquartier gebracht, z. B. ins Gewächshaus oder in die Garage. Manchmal müssen sie sogar sorgfältig in Wintervlies oder ähnlich wärmendes Material eingewickelt werden, damit sie richtig vor Frost geschützt sind. Handelt es sich um Topfpflanzen, ist dies nicht schwierig. Bei im Freiland stehenden Pflanzen sieht die Sache schon ganz anders aus. Auch die im Erdreich vorhandene Feuchtigkeit oder Trockenheit hängt vom Wetter ab und gehört zu den wesentlichen Faktoren für Erfolg. Kurzum: Auf Teufel komm raus Pflanzen ziehen zu wollen, die dem regional herrschenden Klima nicht angepaßt sind, erfordert viel Mühe, der Erfolg dagegen ist nicht immer gesichert. Folglich sollte man wissen, welche Pflanzen sich für die lokalen Temperaturen eignen. Nur so können sich echte Erfolgserlebnisse einstellen. Klimaklassifikationen ergeben Klimatypen, aber auch verschiedene Zonen. Jeder dieser Zonen sind bestimmte Temperaturbereiche zugeordnet. Somit wird es einfacher, die Bedeutung von Kälte oder Wärme jeder Region zu bestimmen.

Klimatypen

Es wird in Klimazonen und Klimatypen unterschieden. Die niedrigste Wintertemperatur in einer Region bestimmt die Klimazone. Diese können anhand einer von 1 bis 11 bzw. -45° C bis 11° C reichenden Temperaturskala abgelesen werden. Je nach Zone kann die Aussaat um einige Wochen vorgezogen bzw. hinausgeschoben werden. Die Klimazonen ihrerseits sind ein Anzeiger für die Temperatur. Zu den häufigsten Zonen gehören jene mit Seeklima. Für sie charakteristisch sind häufiger Regen das ganze Jahr hindurch, frische Temperaturen im Sommer und relative milde Temperaturen im Winter (um 8° bis -6° C). Dies ist der Fall für viele Regionen Europas, darunter Frankreich, Belgien oder Irland. Daneben gibt es das bekannte mediterrane Klima, ein gemäßigtes Klima mit heißem Sommer, Regen in unregelmäßigen Abständen und mitunter heftigen Unwettern. Dieses Klima ist für Westregionen typisch, also etwa das nordamerikanische Kalifornien, Australien, Afrika und der Nahe Osten. In diesen Regionen blühen Pflanzen im Frühling und im Herbst. Im Sommer dagegen befinden sich Pflanzen dort in der Vegetationsruhe. Kontinentales Klima ist von sehr heißen Sommern und kalten Wintern gekennzeichnet. Schließlich gibt es noch das Gebirgsklima, dessen Merkmale reichlicher Regen und je nach Höhenlage unterschiedliche Temperaturen sind.

Welche Pflanzen für welches Klima?

Die meisten Beerensträucher lieben Sonne und nährstoffreichen Boden. Gemäßigtes Klima, wie es im Mittelmeerraum herrscht, ist für diese Sträucher perfekt. Dies gilt hingegen nicht für den Johannisbeerstrauch. Er toleriert Kälte und rüde Temperaturen besser. Solche Pflanzen können in der Regel im Garten wie im Kübel gezogen werden, ganz anders als Obstbäume wie Orangen oder Pflaumen, die viel Platz benötigen. Liebhaber von Koniferen sollten wie diese Feuchtzonen der Gebirge und Meere lieben. Seeklima wird aufgrund seiner gemäßigten Temperaturen am besten von Blumen und kleineren Pflanzen vertragen. Es ist ideal für Azaleen, Hibiskus, Gardenien und Hortensien. Manche Blumen wie Primeln, Pfingstrosen und Kamelien für ihren Teil kommen problemlos mit Temperaturen bis -30° C aus. Das eher extreme Kontinentalklima ist ideal für die Pflanzung von Sträuchern, sofern der Gärtner richtig auf den Winter vorbereitet ist. Der Trick besteht darin, solche Sträucher zu wählen, die Kälte gut vertragen.

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Veröffentlicht in Spezial von Emily am 14 Jun 2011

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