Frühbeete, Mini-Gewächshäuser nach Gärtners Wunsch

Die Kultur von Blumen und den Anbau von Gemüse im Winter beginnen? Das Frühbeet macht’s möglich. Ein Frühbeet bietet den Pflanzen Schutz und erlaubt ihnen, sich in einem frost- und kältegeschützten Umfeld zu entwickeln. Frühbeete gibt es in verschiedenen Modellen, die sich den gärtnerischen Bedürfnissen anpassen. Ob man einen Garten besitzt oder nur ein Stückchen Terrasse, Frühbeete gibt es für jeden Gebrauch.

Ein Frühbeet muß Pflanzen schützen. Damit können Pflanzen zu einer Jahreszeit kultiviert werden, in der dies ohne eine solche Hilfe unmöglich wäre. Man kann bestimmte Arten pflanzen, ohne die Ankunft des Frühlings abzuwarten, oder eine Herbstkultur andauern lassen, ohne die nahende Kälte fürchten zu müssen. Je nachdem, welches Ergebnis man erzielen möchte, oder wie viel Platz man zur Verfügung hat, es gibt immer den richtigen Beettyp.

Anzuchtbeete

Es gibt zwei Typen von Anzuchtbeeten: Kaltbeete und Warmbeete. Kaltbeete bestehen aus einer schlichten Verschalung aus Holz mit einem Glasdach und wird auf den Boden gestellt. Ist dieses Beet richtig isoliert, können Frühlingskulturen vorbereitet und Herbstkulturen bis zu 6 Wochen länger gehalten werden. Zwecks Optimierung der Ergebnisse sollte der Glasdeckel nachts geschlossen und das Dach oder die Haube tagsüber geöffnet bzw. abgenommen werden.

Der zweite Typ ist das Warmbeet. Die Verschalung wird durch unterirdisch verlegte elektrische Widerstände oder Heizglühbirnen um das Beet herum vervollständigt. Eine solche Vorrichtung hat zum Zweck, das Mini-Gewächshaus zu beheizen und so dort das gewünschte Klima zu schaffen. Auf natürliche Weise kann Hitze mit Pferdedung erzeugt werden, der 60 cm dick ausgelegt wird. Die Hitze, die durch die Gärung dieses Düngers freigesetzt wird, bringt im Beet etwa einen Monat lang eine Temperatur von ungefähr 25 Grad. Eine andere Methode bringt für etwa zwei Monate eine Temperatur von 15 bis 18 Grad: Es handelt sich um eine Wärmeschicht bestehend aus gleichen Anteilen Pferdemist, fertigem Kompost und Stroh. Diese Zubereitung wird vorzugsweise zwischen Januar und Anfang März realisiert.

Das Flachbeet

Das Flachbeet wird vor allem benutzt, um das Wachstum von Pflanzen zu beschleunigen. Dieser Beettyp ist geschützt nach Süden auszurichten. Es hat keine extra Wärmequelle, sondern spielt seine Schutzrolle bei schlechtem Wetter. Zum Beispiel erlaubt ein solches Beet, Pflanzen im Sommer zu pikieren oder Kulturen im Hinblick auf den nahenden Herbst zu schützen. Da es unbeheizt ist, sollte es nachts mit einer speziellen Matte oder Polystyrolplatte abgedeckt werden. Es gibt drei Modelltypen: das extrem einfach aufgebaute Beet aus Polycarbonat, das Doppelbeet aus Holz und das Holzbeet mit 4 Abteilungen, das Blumen ideal vor Kälte schützt, Aussaat in Töpfen und Vollerdekulturen ermöglicht.

Minitreibhäuser

Ist nur wenig Platz vorhanden, dann können Mini-Treibhäuser dieselben Qualitäten und den gleichen Schutz wie die großen Modelle bringen. Somit kann man bereits auf dem Balkon säen, obwohl der Winter noch nicht ganz vorüber ist. Dank dem Minigewächshaus können auch in der kalten Saison Pflanzen gezogen werden. Diese Modelle sind kleinen Flächen angepaßt, Stadtbewohner können sich dank ihrer ohne weiteres dem Vergnügen der Gartenarbeit hingeben. Es gibt Minigewächshäuser aus Kiefernholz, solche mit synthetischer Verglasung und mit abnehmbarem Dach.  Minigewächshäuser aus pflegeleichtem PVC findet man vielfach zu äußerst attraktiven Preisen. Ein solcher Materialtyp erlaubt außerdem, für Vollerdekulturen direkt auf der Erde aufgestellt zu werden. Minigewächshäuser und größere Modelle sind ideal, um Pflanzenkulturen über den Winter zu bringen und im Frühjahr ins Freiland zu setzen.

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Veröffentlicht in Gartentechnik von Emily am 11 Oct 2012

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