Interessantes zu fleischfressenden Pflanzen

Pflanzen, die Insekten verdauen oder sich durch andere kleine Beutetiere ernähren, werden  Insektivoren oder auch Karnivoren genannt. Solche fleischfressenden Pflanzen selber ziehen ist nicht schwer. Die meisten Arten benötigen kaum Pflege und gedeihen ohne weiteres Zutun, Kälte scheuen sie jedoch. Ihr außergewöhnliches Aussehen ist für viele Menschen faszinierend, und garantiert werden sie in jedem Raum zu einem Blickfang. Wer selber pflanzen möchte, muß aber Einiges beachten.

Fleischfresserpflanzen sind Pflanzen, die sich von Insekten, Gastropoden oder Arachniden ernähren. Mithilfe von Bakterien und Enzymen zersetzen sie das Protein in den Körpern ihrer Opfer und versorgen sich so mit allen nötigen Nährstoffen. Karnivoren zeigen vielfältige faszinierende Formen, ihre Beute ziehen sie mit besonderen Duftstoffen und herrlich bunten Farben an.

Fleischfressende Pflanzen ziehen – Welche Sorte und wie?

Weltweit sind rund 900 fleischfressende Pflanzen bekannt. Doch nur einige wenige sind für die Kultur geeignet. Die Art Nepenthes besitzt lange Blätter in zylindrischer Form, mit der sie ihre Beute wie in einer Kanne fängt. Die Venusfliegenfalle Dionaea, wohl die bekannteste, schönste und faszinierendste ihrer Art, ist für den Novizen in der Karnivorenkultur ein ideales Objekt. Ähnlich die Drosera, die mit über 130 Arten zur größten Gattung zählt. Sie hat härchen- bzw. tentakelbesetzte Blätter mit kurzlebigen Blüten. Die elegante Pinguicula mit zahlreichen Blüten tritt in verschiedenen Klimazonen auf. Die Gattung kennt rund 50 Arten und ebenso viele Hybriden. Ihre Blätter sind gänzlich mit einem Klebstoff überzogen. Die Schlauchpflanze Sarracenia ist die pflegeleichteste, aber auch die passivste in der Anlockung von Beute. Hauptsache, sie bekommt Wasser und Licht, Entzug von Sonne macht ihr nichts aus. Im Blumenfachhandel und in Gärtnereien findet man diverse Karnivoren. Wer diese Pflanzen selber ziehen möchte, sollte einige wenige Punkte beachten, um sich die Arbeit und Pflege zu vereinfachen: Pflanzenfamilie, Gattung, Art, Kaufdatum, Herkunft, Klima und Temperaturanforderungen…

Wie werden Insektivoren gepflanzt und gehalten?

Fleischfressende Pflanzen lieben viel Licht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Eine Veranda oder ein kühler Raum ist ideal für ihre Winterruhe. Temperaturen von 5 bis 15° im Winter, bis 20° Grad im Sommer sind ideal. Am besten halten sie sich in größeren Plastiktöpfen von mindestens 40 cm Tiefe. Im Sommer wird täglich mit abgestandenem Wasser, besser noch Regenwasser oder entmineralisiertem Wasser, gegossen. In der bereits feuchten Wintersaison ist derart häufiges Gießen überflüssig. Die Blätter der Arten Nepenthes und Captosis müssen regelmäßig mit Wasser benetzt werden. Gedüngt werden brauchen sie nicht, auch sollten sie nicht „gefüttert“ werden, sie finden ihre Nahrung problemlos allein. Abgestorbene Blätter entfernen und die Pflanze ab und dann zurückschneiden. Parasiten wie Schimmelbefall gehören zu ihren größten Feinden und lassen sich mit üblichen Mitteln bekämpfen. Ungefährliche Insekten wie der Luzernefloh brauchen nicht speziell bekämpft werden, er liebt Feuchtigkeit und ernährt kleinere Pflanzen.

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Veröffentlicht in Grünpflanzen von Emily am 22 Jul 2011

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