Exotische Pflanzen, originelle Ästhetik drinnen und draußen - Tips und Tricks

Exotische Pflanzen erfreuen sich bei Hobbygärtnern wachsender Beliebtheit. Damit die Kultur von exotischen Pflanzen ein voller Erfolg wird, muß man wissen, wie sie gesät, gepflanzt und gepflegt werden. Bekanntester Exot mag die Palme sein, in Gartencentern findet man aber heutzutage ein breites Angebot aus wohlriechenden Tropenbäumen und -sträuchern, Obstgehölzen und Besonderheiten wie fleischfressende Pflanzen.

Exotische Pflanzen kommen aus tropischen Ländern mit heißen und in der Regel feuchten Klima. Sie sind überaus ästhetisch und dekorativ, schaffen einen Hauch von Exotik und Originalität. Wer die Techniken für die Vermehrung von Pflanzen kennt und beherrscht, dem bieten sich für sein eigenes Heim zahlreiche Sorten von exotischen Pflanzen.

Exotische Bäume und Sträucher ziehen

Exotische Sträucher und Bäume können in Innenbereichen gezogen werden, sie akklimatisieren sich leicht im Wohnraum und auf der Veranda. Die Kultur kann mit Sämlingen geschehen, mit Stecklingen oder durch den Kauf von Jungpflanzen. Manche Bäume erreichen 30 Meter Wuchshöhe. So kann die Birkenfeige gleichermaßen als Bonsaipflanze wie im Kübel gehalten werden. Diese Pflanze liebt Licht, darf aber nicht direkter Sonne ausgesetzt werden. Der regelmäßige Rückschnitt während ihres Wachstums ist unerläßlich, damit eine solche Feige viele Blätter trägt. Zur Vermeidung von Wurzelfäule darf erst dann gegossen werden, wenn der Wurzelballen gut angetrocknet ist. Die aus Australien zu uns gekommene, überaus dekorative Kentiapalme oder Howea erreicht in ihrem natürlichen Milieu 2 Meter Wuchshöhe. Man erkennt sie an ihren dunkelgrünen, dicht stehenden und hoch wachsenden Wedeln. Die Howea braucht Halbschatten und Wärme. Bei Temperaturen unter 13° C fängt sie zu frieren an und verliert ihre Kraft. Die Bewässerung erfolgt mit kalkfreiem Wasser. Gegossen wird sie aber erst dann, wenn der Wurzelballen seit dem letzten Gießen gut angetrocknet ist.

Exotische Obstbäume ziehen

Zitrusfrüchte gehören dank des frischen Geruchs, den sie verbreiten, wie ihrer Früchteproduktion zu den beliebtesten exotischen Pflanzen. Im Gartenhandel findet man Jungpflanzen zum Umsetzen. Damit eine Zitrone schön wächst, braucht sie im Winter kühle und im Sommer nicht zu heiße Temperaturen. Für eine schöne und lang anhaltende Blüte braucht sie nährstoffreiches Substrat. Ferner muß sie alle 2 bis 3 Jahre im Frühjahr umgetopft werden, damit Produktion aufrechterhalten wird. Beim Umtopfen werden Erde und Topf ausgewechselt sowie Wurzeln und zu lange oder schwache Pflanzenstiele gekürzt. Die Japanische Ölweide ist ein Strauch, der in Mengen kirschenähnliche Früchte von angenehm ausgeprägtem Geschmack produziert. Gesät wird 2 cm tief in sandigen Boden, nach 2 bis 8 Wochen kann man die Keimung beobachten. Die Japanische Ölweide liebt volle Sonne, möchte aber vor Wind geschützt stehen.

Noch exotischer wird es mit Duft- und Fleischfresserpflanzen

Exoten lieben Wärme. Die Kultur von Duftpflanzen im unbeheizten Gewächshaus ist nur mit einigen wenigen Arten möglich. Frostverträglich sind Oleander, Jasmin und Eisenkraut. Anders als die meisten exotischen Pflanzen brauchen fleischfressende Gewächse besondere Aufmerksamkeit. Um ihren natürlichen Lebensraum nachzubilden und aufrechtzuerhalten, braucht man ein Terrarium oder ein ausgedientes Aquarium. Die Luftfeuchtigkeit muß um die 90 % betragen, der Boden muß sauer und mit Wasser vollgesogen sein. Mit Holzstückchen, Steinen und Moos kreiert man eine ruhig anmutende Torflandschaft.

Nützliche Tips

Die meisten tropischen Pflanzen lieben Feuchtigkeit, ihre Blätter sollten öfters besprüht oder mit einem feuchten Schwamm abgerieben werden. Wie alle Zimmerpflanzen werden exotische Pflanzen alle zwei oder drei Monate mit Spezialdünger versorgt. Am besten geeignet für die Kultur von Exoten ist eine helle und gleichmäßig temperierte Veranda. Um Krankheiten an Obstpflanzen vorzubeugen, wird man diese regelmäßig auf Schildläuse oder Pilzkrankheiten kontrollieren müssen. Wer pflegeleichte Pflanzen sucht, dem wird der Drachenbaum Dracaena gefallen. Er ist bekannt dafür, sich überall leicht anzupassen und keine bzw. nur wenig Pflege zu verlangen. Es handelt sich um eine besonders resistente Pflanze, der auch dunklere und trockene Standorte nichts ausmachen.

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Veröffentlicht in Gartenpflege, Spezial von Emily am 14 Jun 2011

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