Tips für die Kultur von Estragon und Basilikum

Estragon und Basilikum, zwei für ihr exquisites Aroma und ihren einzigartigen Geschmack angebaute Aromapflanzen. Beide werden zur Würze vielfältigster Speisen verwendet. Die in Indien und Zentralasien beheimateten Kräuterpflanzen eignen sich gleichermaßen für die Topfkultur wie die Freilandkultur. Estragon und Basilikum sind beide recht kälteempfindlich und stellen bestimmte Anforderungen, die man kennen und einhalten sollte, wenn ihre Kultur gelingen soll.

Kräuter nicht nur auf der Fensterbank

Estragon (Artemisia dracunculus), umgangssprachlich auch als Drachenkraut bezeichnet, ist eine krautige Pflanze, die unter anderem Fleischgerichte aromatisiert und würzt. Von der strauchartigen Pflanze, die zu der Familie der Korbblütler gehört, sind über 300 Sorten bekannt, die sich anhand ihres Aromas und dem Duft ihrer Blätter unterscheiden lassen. Varietäten wie “sativa” oder “abrotanum” tragen duftende und schmackhafte Blätter, andere, darunter “redowski” oder “Genepi” sind als Aromat weit weniger interessant. Basilikum (Ocimum basilicum) ist ursprünglich in Indien beheimatet. Die einjährige, buschig wachsende Pflanze wird vornehmlich in der mediterranen und italienischen Küche verwandt. Die Sorten “Big Green”, “Cinnamon”, “finissimo verde” und “Nizza” zählen zweifelsohne zu den beliebtesten der rund bekannten 160 Sorten dieser zu den Lippenblütengewächsen gehörenden Gewürzpflanze. Estragon und Basilikum sind an warmes, sonniges Klima gewöhnt. Im Freiland ist ihre Pflanzung nur dort möglich, wo ihnen die winterlichen Temperaturen gut gesinnt sind. Die Kultur im Topf und Balkonkasten ist allerdings möglich. So parfümieren beide Pflanzen Balkone, Terrassen und Veranden mit ihrem zarten Duft. Auch auf der Fensterbank und in Innenbereichen sind diese winzigen Büsche eine hübsche Zierde.

Estragon und Basilikum – Pflanzung

Wer Estragon und Basilikum erfolgreich ziehen möchte, sollte sie in Schalen kaufen, da die gleichen Pflanzen im Topf in der Regel recht schnell umgesetzt werden müssen. Ab April können die Jungpflanzen in die Erde gesetzt werden. Beachten, daß der Boden reich an Nährstoffen und gut wasserdurchlässig sein muß und nicht zu feucht sein darf. Gewürzpflanzen brauchen viel Licht – dieser Faktor ist besonders wichtig, um schönes Wachstum zu fördern. Wer in einer Gegend mit mildem Klima lebt und sich für die Freilandkultur entscheidet, muß wissen, daß Estragon und Basilikum so sonnig wie möglich stehen möchten. Für Topfpflanzen ist ein Standort zu wählen, der den ganzen Tag über schön hell und sonnig ist.

Estragon und Basilikum – Richtige Pflege

Estragon und Basilikum sind pflegeleichte Pflanzen, die keine besonderen Ansprüche an ihre Haltung stellen. Wichtig ist aber regelmäßiges Gießen, damit sie ihre schöne grüne Farbe behalten. Bei nicht ausreichender Versorgung mit Wasser zeigen Estragon und Basilikum leider recht schnell gelb werdende Blätter, was nicht sehr angenehm ist. Um noch dichteres Blattwerk zu erhalten, können die Stengel der Estragonpflanze regelmäßig ausgelichtet werden. Dabei werden auch die kleinen weißen Blüten am Stielende entfernt. Im Winter brauchen Basilikum und Estragon entsprechenden Schutz, denn beide sind besonders empfindlich gegenüber Kälte und Frost.

Direkt in der Erde gehaltene Pflanzen werden in eine dicke Mulchschicht eingepackt. Topfpflanzen für ihren Teil brauchen unbedingt bis zum nächsten Frühling ein Winterquartier im Innern. Ab April werden die Pflanzen zurückgeschnitten, um das Wachstum und die Blüte neu zu starten. Sobald die schönen Tage zurück sind, kann man die Pflanzen vermehren. Dies geschieht durch Estragon-Stecklinge oder Basilikum-Samen. In beiden Fällen wird erst auf locker-luftigen und gut wasserdurchlässigen Boden gepflanzt, sobald die Pflanzen kräftig genug sind, können sie umgesetzt werden. Was Pflanzenkrankheiten anbelangt, kann man hinsichtlich Basilikum beruhigt sein. Er ist unanfällig gegen Krankheiten und Schädlinge. Estragon dagegen wird gern von Blattläusen heimgesucht. Bei Befall werden Larven von Insekten eingesetzt, die die Parasiten vertilgen. Estragon als Gewürzpflanze schließt den Einsatz von chemischen Hilfsmitteln, die den Verzehr der Blätter unmöglich machen würden, aus.

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Veröffentlicht in Gewürzkräuter von Emily am 10 Dec 2012

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