Tips für die Pflanzung und Pflege der Edelkastanie

Die Edelkastanie oder Eßkastanie ist ein Nußbaum in der botanischen Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Seit frühesten Zeiten wird der stattlich anzusehende Baum für seine schmackhaften und dekorativen Nußfrüchte angepflanzt. Der früher wie heute äußerst beliebte sommergrüne Baum kann mehrere hundert Jahre alt werden. Seine ersten Früchte trägt er in der Regel erst nach vielen Jahren. Heutzutage wird die Edelkastanie, die leicht zu pflanzen und zu halten ist, vor allem für ihr attraktives Aussehen gepflanzt.

Die Edelkastanie (lateinischer Name: Castanea sativa) ist ein imposanter Baum, der alljährlich gegen Ende Frühling, genauer zwischen Mai und Juni, blüht. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Edelkastanie ist Kleinasien, inzwischen wächst sie aber in den meisten europäischen Waldgebieten. Ihr Wuchs ist extrem langsam, erste Früchte trägt die Kastanie denn auch erst 20 Jahre und mehr nach ihrer Pflanzung. Am Ende ihres Wachstums hat die Edelkastanie häufig Höhen zwischen 15 und 30 Meter erreicht. Es gibt in der freien Natur zahlreiche Kastanienvarianten. Nicht alle aber sind gleichermaßen interessant, was ihre Widerstandsfähigkeit und Früchtebildung anbelangt. Bei der Suche nach der besten Kastanie sollte man sich Arten wie “Nouzillard”, “Marlhac” oder “Marigoule” zuwenden. Wer eine Edelkastanie als reinen Zierbaum aufstellen möchte, kann ohne Zögern die Art “Variegata” annehmen, deren Laubkleid mit herrlichen Sommer- und Herbstfarben begeistert.

Wie wird eine Edelkastanie gepflanzt?

Damit das noch junge Kastanienbäumchen gedeihen kann, sollte ein hinreichend großer Standort gewählt werden, der den Wurzeln auch nach mehreren Jahren noch genügend Raum für ihre Ausbreitung läßt. Bekommt der Baum genügend Platz, kann er ohne Probleme in die Nähe von anderen Pflanzen mit weniger ausladender Verzweigung gesetzt werden. Bei der Standortwahl sollte man sichergehen, daß der Baum stets an der gleichen Stelle bleiben kann und nicht später ausgegraben werden muß, womit man ihn in seiner Entwicklung stören würde. Gepflanzt wird im frühen Herbst oder Spätwinter, auf keinen Fall aber, wenn es besonders kalt ist. Niedrige Temperaturen gefallen dem Jungbaum überhaupt nicht. Zu schwere und undurchlässige Erde hemmt das Wachstum der Kastanie, ist folglich zu vermeiden. Besser ist lockeres Erdreich, das gegebenenfalls vor dem Einsetzen des Baums mit genügend Kompost angereichert wird. Damit die Wurzeln unter der Erde treiben können,  muß das Pflanzloch breit und tief sein. Die Edelkastanie bevorzugt windgeschützte und möglichst helle Standorte.

Wie wird eine Edelkastanie gepflegt?

Die Pflege der Kastanie bereitet in der Regel keine besonderen Schwierigkeiten. Ästung und Auslichtung sind nur dann regelmäßig notwendig, wenn man dem Baum eine besondere Form geben möchte. Welkes Laub und tote Zweige dagegen sollten zügig entfernt werden, damit Nachtrieb gefördert wird. Fallaub um den Baum ist möglichst umgehend zu entfernen, um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden. Leider ist die Edelkastanie anfällig für zahlreiche Parasiten, die ihm mehr oder weniger gefährlich werden können. Um das Risiko einer Kontaminierung und Ausbreitung des Problems zu verhindern, ist es also besonders wichtig, Krankheitsherde so früh wie möglich zu erkennen und zu bekämpfen. In den ersten Jahren seiner Existenz wird der junge Baum im Winter durch eine Mulchschicht vor den verhängnisvollen Auswirkungen von Frost geschützt. Sobald er groß genug ist, ist diese Vorsichtsmaßnahme nicht mehr nötig. Mit den Jahren wird die Edelkastanie zu einer soliden und robusten Zierde im Garten heranwachsen.

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Veröffentlicht in Großbäume von Emily am 14 Sep 2012

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