Echte Geranien - Praktische Tips für Pflanzung und Pflege

Die Geranie (Geranium) ist eine der beliebtesten Gartenpflanzen überhaupt – zu recht: Storchschnabel oder Storchenschnabel, die andere Bezeichnung für “Echte” Geranien, im Garten oder auf dem Balkon sind eine echte Zierde. Sie bieten ab dem Frühling bis zu den ersten Nachtfrösten ein herrliches Blütendekor. Ihre Haltung ist absolut nicht schwierig und für jedermann möglich, sofern man sich nur an einige wenige Grundregeln hält. Auch in bezug auf ihre Pflege ist die Geranie anspruchslos und unkompliziert und erfordert keine speziellen botanischen Kenntnisse .

Damit auch der unerfahrene Gärtner seine Pflanzung erfolgreich realisieren und im weiteren halten kann, muß er sich vorab doch ein wenig informieren. So ist es nicht unnütz zu wissen, daß man Geranien ausschließlich ab dem Frühjahr und bis in den Septembermonat findet. Es handelt sich um Stauden, d.h. ihr oberirdischer Teil stirbt im Winter ab und treibt im Frûhjahr neu aus. Echte Geranien gehören zu der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Es sind Pflanzen voller Energie, sie sind robust und widerstandsfähig, lange haltbar und erfreuen mit einer üppigen Blüte. Der unterirdische Pflanzenteil hält Temperaturen bis -20° C aus. Die Blüte der verschiedenen Arten liegt zwischen Mai und September.

Wie werden Geranien richtig gepflanzt?

Vor der Pflanzung von Geranien muß zuerst der Boden vorbereitet werden. Mehrjährige Geranien wachsen gut auf fruchtbaren Boden, dieser muß gut wasserdurchläßig, humos, gedüngt, nährstoffreich und kompakt sein. Die Zugabe von organischem Dünger ist nur dann wichtig, wenn die Erde wirklich ist verarmt. Staudengeranien stellen keine besonderen Anforderungen an den pH-Wert des Bodens (basisch, alkalisch oder neutral), dieser ist ihm recht egal. Standig nasse Füsse mag die Geranie dagegen überhaupt nicht, auch schwerer Boden und trockener Boden bei großer Hitze sind ihr abträglich. Sobald der Boden vorbereitet ist, kann der Gärtner mit der eigentlichen Bepflanzung beginnen. Pflanztöpfe kurz wäßern, damit sich das Wurzelwerk vollsaugen kann. Zwischenzeitlich Pflanzlöcher graben. Diese Löcher müssen in bestimmten Abstand zueinander liegen, damit sich die Pflanze während ihres Wachstums nicht eingeschränkt sieht. Auf einen Quadratmeter Boden kann man im Schnitt 6 Geranien pflanzen, egal zu welcher Art sie gehören. Hinweis: Je nach Art genügt ein Quadratmeter Boden, um 4 bis 9 Geranienstauden zu pflanzen. Die Pflanzen in die Löcher setzen, mit etwas Mutterboden auffüllen und die Erde leicht andrücken. Im weiteren regelmäßig wäßern. Mehrjährige Geranien müssen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt stehen. Ideal sind Standorte im Halbschatten. Geranien lieben milde und gemäßigte Temperaturen mit relativer Luftfeuchte.

Die Teilung von mehrjährigen Geranien ist alle 4-5 Jahre sinnvoll. Dieser Vorgang ermöglicht die Pflanze zu verjüngen und sorgt für ein ansehnliches allgemeines Erscheinungsbild. Geteilt wird im April, wenn sich neue Blätter bilden. Die neuen Pflanzen sofort in die Erde setzen und gießen, damit sie gut anwachsen können. Zur Teilung die Erde um die Mutterpflanze entfernen und die Wurzeln per Hand teilen. Die Blätter von der neuen Pflanze an der Basis entfernen und die Pflanze vorübergehend in Pflanztöpfe setzen. Zur Teilung Größerer Pflanzen zwei Spaten Rücken an Rücken in die Mitte der Pflanze setzen und auseinanderbiegen. Aus einer Pflanze kann man so vier bis sechs neue Pflanzen erhalten, die zum Ende des Jahres ebenso kräftig sein werden wie die Mutterpflanze.

Blumenkompositionen

Beim Anlegen eines Gartens oder der Verwirklichung einer Komposition können folgende Ideen helfen: Mehrjährige Geranien passen gut zusammen mit Akelei, Katzenminze, Allium, Narzissen, weißen Rosen, rosa Rosen und alten Rosen. Man kann sie auch in Blumenbeete setzen, wo sie zusammen mit Lavendel und Gräsern ein originelles Blütenmeer ergeben. Mehrjährige Geranien sehen schön aus unter höherem Gebüsch, und sind ein exzellenter Begleiter der Japan-Anemone, Hosta, von Farn und Heidepflanzen.

Geranienpflege

Die Pflege echter Geranien ist nicht wirklich kompliziert, es handelt sich um relativ tolerante Pflanzen, die in der Lage sind, sich diversen Kulturbedingungen anzupassen. Damit sie schön wachsen und blühen, sind dennoch bestimmte herkömmliche Massnahmen notwendig. So wird dazu geraten, die Pflanzen mit Kompost oder Erde humusreicher Erde zu nähren, sobald der Frühling naht. Vor allem Größere Pflanzen vertraagen zu starken Wind und Regen nur schlecht. Sie werden besser mit einem großmaschigen Gitter oder Pflanzstützen geschützt. Für eine anhaltende Blüte, sollte nach der ersten Blüte so viel Laub wie möglich entfernt werden. In den Tagen darauf sind die Geranien systematisch zu wâssern. Damit sie nicht wuchern, werden die Fruchtstände entfernt. Insbesondere bei den Sorten Ballerina, Cinereum, Biokovo, Cantabrigiense, Macrorrhizum et Renardii genügt es, wenn alle verwelkten Blätter und fleckige Blüten entfernt werden. Grundsätzlich werden Blüten entfernt, sobald sie verwelkt sind. Mit dem nahenden Winter werden die Blüten schwächer und lassen die Köpfe hängen, nun ist es an der Zeit, die Pflanzen kurz über dem Boden abzuschneiden, um sie bereits auf die nächste Saison vorzubereiten. Vor allem in Pflanzbehältnissen gehaltene Geranien müssen alle zwei Wochen mit Flüssigdünger für Geranien versorgt werden. Ein- bis zweimal die Woche werden die Pflanzen gegossen.

Geranien vor Krankheiten und Parasiten schützen

Schnecken, insbesondere die kleinen schwarzen Wegschnecken, sind die schlimmsten Feinde von mehrjährigen Geranien. Sie machen sich im Herbst über die ganz jungen Pflanzen her. Die Johnson’s Blue ist ganz besonders anfällig für solche Invasionen. Vor allem an der Sorte Pratense muß man auch mit Mehltau rechnen. Vorsorge ist die beste Möglichkeit des Schutzes, der Fachmann hilft sicherlich gerne bei der Anschaffung der richtigen Produkte, um der Plage Herr zu werden. Ansonsten sind echte Geranien robuste Pflanzen und werden nur selten krank.

Ähnliche Beiträge:

  1. Kleine Tomatenkunde
  2. Indisches Blumenrohr (Canna)
  3. Zitrusfrüchte kultivieren
  4. Mit Puffbohnen kommt’s dick!
  5. Mischkultur im Gemüsegarten

Veröffentlicht in Gartenstauden von Emily am 09 Jun 2011

Einen Kommentar schreiben :

Name *:

Text *:

* : Pflichtfeld