Tips für die Kultur und Pflege des Fingerhuts

Fingerhut, eine Pflanze aus der Familie der Braunwurzgewächse und Rachenblütler, ist in Europa, Afrika und Asien beheimatet. Als Alpenpflanze findet man ihn häufig in Alpen- und Steingärten. Diese besonders blühfreudige Pflanze paßt ideal in Hecken und Staudenbeete, wo sie durch die einzigartige Form ihrer sich in der Sommersaison stolz präsentierenden, langen Blütenstiele garantiert auffällt. Ist Fingerhut erst einmal in der Erde, kann man ihn sich fast selbst überlassen, er ist extrem pflegeleicht.

Digitalis kultivieren

Digitalis-Gewächse sind extrem giftige Pflanzen, es sind rund 20 verschiedene Arten bekannt, deren farbenfrohe Blüten fingerhutähnlich herabhängen – daher auch ihr Name, Fingerhut.

Digitalis-Pflanzen auswählen

Purpur, rot, weiß oder gelb blühend erstrahlt Fingerhut als zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanze den ganzen Sommer hindurch. Der bekannteste Vertreter dieser Art ist der Rote Fingerhut oder „Digitalis purpurea“, den man an purpurroten Infloreszenzen erkennt. Andere den Garten herrlich zierende Arten sind „Digitalis thaspsii“ „Digitalis lanata“, „Digitalis ambigua“. In der Blumensprache drücken die Farben ihrer Blütenblätter verschiedene Gefühle aus, Leidenschaft, Liebe… In erster Linie wird Fingerhut aber für seine originellen Blüten kultiviert. In Hecken, Staudenbeeten, Rabatten, am Wegesrand sind sie ein einzigartiger Blickfang. Höher wachsende Arten wie “Digitalis grandiflora” und „Digitalis purpurea“ bringen durch ihre Formen, Farben und Volumen subtile Nuancen in Blumenkompositionen. In Alpengärten und Steingärten gefallen Arten wie „Digitalis thaspsii“ und „Digitalis lutea“ besser. Sie sind besonders pflegeleicht und von natürlicher Robustheit.

Bedingungen für die Kultur von Digitalis-Pflanzen

Um seine Digitalis in die Erde zu bringen, wartet man am besten die Herbst- oder Frühlingssaison ab. Frischer und saurer Boden eignet sich am besten für die Kultur dieser Pflanze. Absolut ungeeignet ist dagegen kalkreiches Erdreich, es sollte unbedingt vermieden werden. Da sie kaum lichtbedürftig sind, können die jungen Pflanzen an einem leicht schattigen Ort geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung plaziert werden. Folglich ist es absolut möglich, sie in Baum- oder Strauchnähe zu setzen, wo sie von der Dosis Schatten profitieren können, die sie tagtäglich brauchen. Vor der Auspflanzung wird die Erde mit Kompost verbessert, damit er alle nötigen Nährstoffe liefern und die Pflanzen vor allem während ihres Wachstums bei voller Gesundheit behalten kann. Die frisch eingepflanzten Gewächse großzügig wässern. Vor dem nächsten Gießen muß der Boden gut abgetrocknet sein.

Die Pflege von Digitalis-Gewächsen

Digitalis sind überaus einfach zu halten, sie bereiten ihrem Besitzer keine besonderen Probleme. In Sachen Wasserbedarf kann man sich mit mehrmaligem Wässern wöchentlich begnügen. Fingerhüte tolerieren auch angetrockneten Boden ohne weiteres. Vor allem nicht zu großzügig gießen, denn diese Pflanzen mögen weder Stauwasser noch zu nasse Erde. Nach der Sommerblüte werden die letzten noch verbliebenen Blüten am besten manuell entfernt, um das weitere Wachstum der Pflanze nicht zu behindern. Fingerhüte sind Alpenpflanzen und somit an ziemlich harte klimatische Bedingungen gewöhnt, sie bedürfen folglich keiner besonderen Schutzmaßnahmen im Winter. Sobald sich der Frühling erneut ankündigt, kann man die Pflanzen leicht einkürzen. Dadurch wird ihr Wachstum angekurbelt, die Blüte wird um so prächtiger ausfallen. Nun muß das Erdreich regelmäßig mit Dünger versorgt werden, wenn man erstklassige Ergebnisse erzielen möchte. Will man Digitalis vermehren, um neue Hecken oder Staudenbeete anzulegen, kann man dies ohne weiteres durch Aussaat tun. Ab April läßt man das Saatgut in einem Substrat auf Basis von Heideerde keimen. Die Sämlinge müssen genügend Widerstandsfähigkeit erlangt haben, bevor sie in die Erde gesetzt werden können. Der gewählte Standort ist schattig und kühl, dort verbleiben sie, bis sie groß genug sind, um ihren endgültigen Lebensraum zu beziehen.

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Veröffentlicht in Sommerblumen von Emily am 11 Jul 2011

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